EU-Verordnung 2026: Was das PFOF-Verbot bei Neobrokern verändert hat

ratgeber
Inhalt geprüft am 31. August 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kaufst oder registrierst du dich darüber, erhalten wir eine Provision — der Preis für dich bleibt gleich. Wie wir testen und bewerten

EU-Verordnung 2026: Was das PFOF-Verbot bei Neobrokern verändert hat

Das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) gilt seit dem 1. Juli 2026. Es ist damit seit fast zwei Monaten in Kraft – die Frage, ob es kommt, ist erledigt. Spannend ist inzwischen eine andere: Man kann nachsehen, wie die einzelnen Anbieter darauf reagiert haben. Und die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Stand: 31.08.2026 — die Konditionen von Scalable Capital haben wir an diesem Tag auf den offiziellen Anbieterseiten erneut geprüft, alle übrigen Angaben am 26.08.2026.

Was Payment for Order Flow war

Payment for Order Flow bedeutet, dass ein Broker eine Rückvergütung von einem Handelsplatz erhält, wenn er Kundenorders dorthin weiterleitet. Für die Broker war das eine Einnahmequelle, mit der sich die Ordergebühr für den Kunden auf einen sehr niedrigen Betrag oder auf null drücken ließ. Genau diese Konstruktion untersagt die EU im Rahmen der MiFIR-Reform. Wie hoch die Rückvergütungen im Einzelfall ausfielen, haben die Anbieter nie einheitlich offengelegt – belastbare Beträge dazu nennen wir deshalb bewusst nicht.

Das Verbot gilt – eine Übergangsfrist gibt es nicht mehr

Seit dem 1. Juli 2026 ist die Annahme solcher Rückvergütungen in der EU unzulässig. Wer heute einen Text liest, in dem ein Verbot „kommen soll“ oder eine Frist „noch läuft“, liest einen veralteten Text. Für Anlegerinnen und Anleger heißt das: Das Geschäftsmodell, mit dem die 0-Euro-Order in Deutschland groß geworden ist, gibt es in dieser Form nicht mehr. Jeder Anbieter musste entscheiden, woher die Marge stattdessen kommt – über den eigenen Handel, über eine Ordergebühr, über ein Abo oder über die Zinsmarge auf Kundenguthaben.

So haben die sechs Anbieter umgestellt

AnbieterUmstellungWas der Kunde heute zahlt
Trade Republic02.07.2026 – Anbindung an die Lang & Schwarz Exchange beendetOrderprovision kostenfrei, 1,00 € Abwicklungskostenpauschale (Bestpreis-Order); Direktpreis 2,00 € bei freier Börsenwahl
finanzen.net zero01.03.2026 – Kundenpreis unverändert0 € ab 500 € Ordervolumen, darunter 1 € Mindermengenzuschlag
Scalable Capitalzum 01.09.2026 – Ende der gettex-Sonderkondition, Xetra zeitgleich verbilligtEIX unverändert: 0,99 € (FREE), 0 € ab 250 € Ordervolumen (PRIME+); gettex und Xetra ab 01.09.2026 je 1,99 €
Smartbroker+kein gesondertes Umstellungsdatum ausgewiesengettex: 0 € ab 500 €, 1 € darunter; Xetra ab 5,50 €
Traders Placekein gesondertes Umstellungsdatum ausgewiesengettex und Baader-Direkthandel: 0,00 €, unter 500 € Kurswert 0,95 €; andere Handelsplätze 3,00 € bis 6,75 €
flatexklassischer Direktbroker, kein Neo-Broker5,90 € Orderprovision zzgl. Fremdkosten – real 6,95 € bis 7,90 € pro Order

Ein Hinweis zur Tabelle: Für Smartbroker+, Traders Place und flatex weisen die Anbieter kein eigenes PFOF-Umstellungsdatum aus – wir tragen deshalb keines ein, statt eines zu erfinden. Die Angaben zu Traders Place stammen vom 24.08.2026, weil die Preisseite sich nur nach Cookie-Zustimmung abrufen lässt. Die Konditionen von Scalable Capital sind vom 31.08.2026, alle übrigen Zahlen vom 26.08.2026.

Trade Republic: eigenes Ausführungsmodell statt externer Börse

Trade Republic hat sein Handelsmodell am 02.07.2026 umgestellt, also unmittelbar nach Inkrafttreten des Verbots. Die Anbindung an die Lang & Schwarz Exchange ist beendet. An ihre Stelle tritt die Bestpreis-Order: Ausgeführt wird laut Anbieter „unter allen relevanten Börsen gegen Trade Republic“ über ein aggregiertes Orderbuch, ohne zusätzliche Gebühren – unabhängig von Ordergröße und Anlageklasse. Die Orderprovision ist kostenfrei, es fällt eine Abwicklungskostenpauschale von 1,00 € an. Wer den Handelsplatz selbst wählen möchte, nutzt den Direktpreis für 2,00 € pro Order mit 30 Börsenplätzen zur Auswahl, darunter Xetra, Euronext und Nasdaq.

Sparpläne auf Aktien, ETFs und Krypto laufen weiterhin kostenfrei und ab 1 €. Betreiberin und Depotbank ist die Trade Republic Bank GmbH in Berlin, eine deutsche Vollbank. Auf Cash zahlt der Anbieter 2,25 % p.a., täglich berechnet und monatlich ausgezahlt. Alle Details stehen in unserem Trade-Republic-Testbericht; wer direkt zum Anbieter möchte: Zum Angebot von Trade Republic *

Scalable Capital: Ende der gettex-Sonderkondition, günstigeres Xetra

Scalable Capital ist der einzige der sechs Anbieter, dessen Preisänderung auf den 1. September 2026 datiert ist – und sie ist keine allgemeine Preiserhöhung, sondern eine Umverteilung zwischen den Handelsplätzen. Gehandelt wird vor wie nach dem Stichtag über drei Plätze: die European Investor Exchange (EIX, Börse Hannover), gettex (Börse München) und Xetra (Deutsche Börse). Keiner davon fällt weg. Bis zum 31.08.2026 gilt an EIX und gettex: Im Tarif FREE (0,00 €/Monat) kostet der Kauf von PRIME-ETFs der Anbieter Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers ab 250 € nichts, jeder andere Trade 0,99 €. Im Tarif PRIME+ (4,99 €/Monat) ist jeder Trade ab 250 € kostenlos, darunter fallen 0,99 € an. Xetra kostet bis dahin 3,99 € zuzüglich Börsengebühr (0,01 %, mindestens 1,50 €).

Ab dem 01.09.2026 läuft allein die Sonderkondition für gettex aus: Eine Order dort kostet dann 1,99 € – statt 0,99 € im Tarif FREE und statt 0 € ab 250 € Ordervolumen im Tarif PRIME+. Die EIX bleibt unverändert; dort zahlt FREE weiterhin 0,99 € (PRIME-ETFs ab 250 € weiterhin nichts) und PRIME+ weiterhin 0 € ab 250 € Ordervolumen. Xetra wird im selben Zug billiger und kostet ab dem 01.09.2026 statt 3,99 € plus Börsengebühr nur noch 1,99 € pauschal – eine Order über 2.000 € fällt damit von 5,49 € (3,99 € + 1,50 € Mindestbörsengebühr) auf 1,99 €. Scalable verteilt die Kosten also um, statt sie pauschal anzuheben. Die Nulllinie verschwindet deshalb nicht: Wer mit PRIME+ weiter kostenlos handeln will, wählt bei der Order die EIX statt gettex – eine Umgewöhnung, kein Wegfall. Wer die Voreinstellung gettex stehen lässt, zahlt ab dem 1. September 1,99 € je Order, bei 20 Orders im Jahr also 39,80 €, die vorher nicht angefallen wären. Unverändert bleiben außerdem die Sparpläne für 0 € ab 1 € Sparrate in beiden Tarifen und der Monatspreis von PRIME+ (4,99 €, also 59,88 € im Jahr). Wichtig für die Zinsrechnung: Die 2,50 % p.a. gelten auf das Tagesgeld (unbegrenztes Guthaben), das Broker-Guthaben auf dem Verrechnungskonto wird mit 0 % verzinst. Depotführung und Banklizenz liegen seit Dezember 2025 bei der Scalable Capital Bank GmbH, die seit September 2025 eine eigene EZB-Vollbanklizenz hält. Die direkte Gegenüberstellung der beiden großen Anbieter findet ihr unter Trade Republic vs. Scalable Capital.

finanzen.net zero: am frühesten umgestellt, Preis unverändert

finanzen.net zero hat bereits zum 01.03.2026 umgestellt – vier Monate vor dem Stichtag – und den Kundenpreis dabei nicht angetastet. Es gilt weiterhin: 0 € Ordergebühren ab 500 € Ordervolumen, darunter 1 € Mindermengenzuschlag, keine Depotgebühren, keine Fremdkostenpauschale, zzgl. marktüblicher Spreads. Der Anbieter formuliert es so: „Die Ordergebühren übernehmen unsere Handelspartner für Dich.“ Gehandelt wird über einen Handelsplatz (gettex), das Angebot umfasst über 8.500 Aktien aus 52 Ländern und über 2.000 ETFs, Sparpläne ab 1 €.

Der Preis dafür: Auf das Verrechnungskonto gibt es keine Guthabenzinsen; der Anbieter verweist stattdessen auf Geldmarkt-ETFs als Tagesgeld-Alternative. Bei der Stiftung Warentest 12/2025 wurde finanzen.net zero als Kostensieger in allen Preismodellen ausgezeichnet. Betreiberin ist die finanzen.net zero GmbH aus Karlsruhe als vertraglich gebundener Vermittler unter dem Haftungsdach der DonauCapital Wertpapier GmbH, Depotbank ist die Baader Bank AG. Mehr dazu im Testbericht zu finanzen.net zero – oder direkt zum Angebot von finanzen.net zero *

Smartbroker+, Traders Place und flatex: andere Ausgangslage

Diese drei Anbieter kamen mit einer anderen Kostenstruktur ins Jahr und mussten deshalb weniger umbauen. Smartbroker+ (Smartbroker AG, Berlin, Depotbank Baader Bank AG) handelt über gettex für 0 € ab 500 € Ordervolumen und 1 € bis 499,99 €; über Xetra kostet eine Order 4 € + 0,01 % zuzüglich börsenplatzabhängiger Entgelte ab 1,50 €, also mindestens 5,50 €. Sparpläne auf Aktien, ETFs, ETCs, Fonds und Krypto-ETPs sind kostenlos, das Zinskonto bringt 2,0 % p.a. bis 100.000 €.

Traders Place ist Anlagevermittler nach WpIG und führt selbst weder Konten noch Depots – das übernimmt die Baader Bank AG. Über gettex und den Baader-Direkthandel kostet eine Order 0,00 €, unter 500 € Kurswert 0,95 €; alle anderen Handelsplätze liegen zwischen 3,00 € und 6,75 €. Verzinst werden 2,0 % p.a. ab 5.000 € Einlage, befristet bis 31.12.2027. Sparpläne sind hier teils kostenpflichtig.

flatex gehört streng genommen nicht in diese Runde: Die flatexDEGIRO Bank SE ist ein klassischer Direktbroker, kein Neo-Broker. Die Orderprovision für Aktien beträgt 5,90 €, dazu kommen Fremdkosten – eine gewöhnliche Order landet real bei 6,95 € bis 7,90 €. Dafür sind alle ETF- und Fondssparpläne kostenlos (über 6.000 Stück, Mindestsparrate 25 €), Guthabenzinsen weist flatex nicht aus.

Warum „kein PFOF“ als Werbeargument tot ist

Bis Mitte 2026 konnten einzelne Anbieter damit werben, keine Rückvergütungen anzunehmen. Dieses Argument ist wertlos geworden, weil es seit dem 1. Juli 2026 für alle gilt. Kein Broker in der EU darf PFOF mehr vereinnahmen, also unterscheidet dieser Punkt niemanden mehr von irgendwem. Wer heute einen Anbieter aussucht, sollte auf die Merkmale schauen, die tatsächlich auseinanderlaufen: die Ordergebühr und das Mindestordervolumen, die Zahl der Handelsplätze (ein einziger bei finanzen.net zero, 30 beim Trade-Republic-Direktpreis), ein etwaiges Abo und die Verzinsung des Guthabens – wobei genau hinzusehen ist, ob die beworbenen Zinsen für das Verrechnungskonto oder nur für ein separates Tagesgeldkonto gelten. Die aktuellen Werte für alle Anbieter stehen im Neo-Broker-Vergleich.

Was der Kunde heute zahlt – gerechnet nach Ordergröße

Rechnerisch trennen sich die Modelle an der Ordergröße. Bei einer kleinen Order über 200 € zahlt man bei Traders Place 0,95 €, bei Trade Republic 1,00 € (Bestpreis-Order), bei finanzen.net zero 1,00 € und bei Smartbroker+ über gettex ebenfalls 1,00 €. Scalable Capital liegt über die EIX bei 0,99 € – vor wie nach dem 01.09.2026 und in beiden Tarifen, denn unter 250 € Ordervolumen zahlt auch PRIME+ 0,99 €. Über gettex kostet dieselbe Order bis zum 31.08.2026 ebenfalls 0,99 € und ab dem 01.09.2026 1,99 €; an Xetra kostet sie bis zum 31.08.2026 5,49 € (3,99 € + 1,50 € Mindestbörsengebühr) und ab dem 01.09.2026 1,99 €. Bei flatex sind es 6,95 € bis 7,90 €.

Bei einer größeren Order über 2.000 € kippt das Bild: finanzen.net zero, Smartbroker+ (gettex) und Traders Place (gettex, Baader-Direkthandel) kosten 0 €. Trade Republic bleibt bei 1,00 € über die Bestpreis-Order beziehungsweise 2,00 € über den Direktpreis mit freier Börsenwahl. Bei Scalable Capital ist diese Order im Tarif PRIME+ über die EIX kostenlos – vor wie nach dem 01.09.2026, weil die EIX-Kondition unangetastet bleibt; im Tarif FREE gilt das allein für den Kauf von PRIME-ETFs, eine Aktienorder über 2.000 € kostet dort weiterhin 0,99 €. Über gettex kostet dieselbe Order ab dem 01.09.2026 dagegen 1,99 € statt zuvor 0 € (PRIME+) beziehungsweise 0,99 € (FREE); an Xetra kostet sie ab dem 01.09.2026 1,99 € statt zuvor 5,49 €. flatex bleibt unverändert bei 6,95 € bis 7,90 €. Wer ausschließlich Sparpläne bespart, spürt von alledem wenig: Bei Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker+ sind Sparpläne kostenlos, bei flatex ebenfalls (ab 25 € Sparrate); finanzen.net zero bietet Sparpläne ab 1 € an, bei Traders Place sind sie teils kostenpflichtig.

Womit die Broker jetzt Geld verdienen – und was das steuerlich heißt

Mit dem Wegfall der Rückvergütungen rückt die Zinsmarge in den Vordergrund. Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf Cash (laut Anbieter aus Zinsen von Partnerbanken und Dividenden aus Geldmarktfonds), Scalable Capital 2,50 % p.a. auf das Tagesgeld bei 0 % auf das Verrechnungskonto, Smartbroker+ 2,0 % p.a. bis 100.000 € und 1,75 % p.a. bis 1.000.000 €, Traders Place 2,0 % p.a. ab 5.000 € Einlage. finanzen.net zero und flatex weisen keine Guthabenzinsen aus.

Steuerlich macht das einen Unterschied, den man einplanen sollte: Zinserträge und Kursgewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (und gegebenenfalls Kirchensteuer). Freigestellt sind Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € pro Person beziehungsweise 2.000 € bei Zusammenveranlagung – dafür muss beim Broker ein Freistellungsauftrag hinterlegt sein. Wer mehrere Depots parallel führt, verteilt den Pauschbetrag entsprechend.

Fazit: aus dem Ausblick ist ein Ergebnis geworden

Das PFOF-Verbot ist seit dem 1. Juli 2026 Realität, und die Anbieter haben darauf sehr verschieden reagiert: Trade Republic hat das Ausführungsmodell umgebaut und trennt jetzt zwischen Bestpreis- und Direktpreis-Order, finanzen.net zero hat vier Monate vor dem Stichtag umgestellt und den Preis gehalten, Scalable Capital verteilt die Kosten zum 1. September 2026 zwischen den eigenen Handelsplätzen um: Die Sonderkondition für gettex läuft aus, Xetra wird im selben Zug von 3,99 € plus Börsengebühr auf 1,99 € pauschal verbilligt, die European Investor Exchange bleibt unangetastet – mit 0 € ab 250 € Ordervolumen im Tarif PRIME+. Smartbroker+, Traders Place und flatex kamen ohnehin aus einer anderen Kostenlogik. Rechnerisch günstiger ist damit nicht ein Modell für alle, sondern je nach Ordergröße, Ordervolumen und Cash-Bestand ein anderes. Wie wir prüfen und bewerten, steht in unserer Methodik unter So testen wir.

Risikohinweis: Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Kursverluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung von Konditionen und keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Mit * gekennzeichnete Links sind Provisionslinks. Für euch ändert sich am Preis nichts; wir erhalten bei einem Abschluss gegebenenfalls eine Vergütung vom Anbieter.

Häufige Fragen

Seit wann gilt das PFOF-Verbot?

Das Verbot von Payment for Order Flow gilt seit dem 1. Juli 2026 EU-weit. Es stammt aus der MiFIR-Reform. Eine laufende Übergangsfrist gibt es nicht mehr, das Verbot ist seit knapp zwei Monaten in Kraft.

Sind Neobroker durch das PFOF-Verbot teurer geworden?

Nicht einheitlich. finanzen.net zero hat zum 01.03.2026 umgestellt und den Kundenpreis unverändert gelassen: 0 € ab 500 € Ordervolumen, darunter 1 € Mindermengenzuschlag. Trade Republic verlangt seit dem 02.07.2026 eine Abwicklungskostenpauschale von 1,00 € bei kostenfreier Orderprovision oder 2,00 € beim Direktpreis. Bei Scalable Capital läuft zum 01.09.2026 die Sonderkondition für gettex aus: Eine Order dort kostet ab dem 1. September 2026 1,99 € statt 0,99 € (FREE) beziehungsweise statt 0 € ab 250 € Ordervolumen (PRIME+). Die European Investor Exchange bleibt zu unveränderten Konditionen verfügbar, Xetra wird zeitgleich von 3,99 € plus Börsengebühr auf 1,99 € pauschal günstiger.

Handelt Trade Republic noch über die Lang & Schwarz Exchange?

Nein. Trade Republic hat sein Handelsmodell am 02.07.2026 umgestellt, die Anbindung an die Lang & Schwarz Exchange ist beendet. Die Bestpreis-Order wird laut Anbieter unter allen relevanten Börsen gegen Trade Republic über ein aggregiertes Orderbuch ausgeführt. Alternativ steht der Direktpreis mit 30 Börsenplätzen zur Wahl.

Was ändert sich bei Scalable Capital am 1. September 2026?

Nur die Kondition für den Handelsplatz gettex. Ab dem 01.09.2026 kostet eine Order über gettex 1,99 € – statt 0,99 € im Tarif FREE und statt 0 € ab 250 € Ordervolumen im Tarif PRIME+. Die European Investor Exchange bleibt unverändert: Dort zahlt FREE weiterhin 0,99 €, PRIME+ weiterhin 0 € ab 250 € Ordervolumen, und PRIME-ETFs von Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers sind im Tarif FREE ab 250 € weiterhin gebührenfrei. Xetra wird zum selben Termin billiger und kostet statt 3,99 € plus Börsengebühr (0,01 %, mindestens 1,50 €) nur noch 1,99 € pauschal. Alle drei Handelsplätze bleiben verfügbar, Sparpläne bleiben in beiden Tarifen ab 1 € Sparrate kostenlos, und PRIME+ kostet weiterhin 4,99 € im Monat.

Ist „kein PFOF“ noch ein sinnvolles Auswahlkriterium?

Nein. Seit dem 1. Juli 2026 darf kein Broker in der EU mehr Rückvergütungen von Handelsplätzen annehmen, der Punkt unterscheidet die Anbieter also nicht mehr. Aussagekräftig sind stattdessen Ordergebühr und Mindestordervolumen, die Zahl der Handelsplätze, etwaige Abo-Kosten und die Verzinsung des Guthabens.

Was kosten Sparpläne nach der Umstellung?

An den Sparplanpreisen hat sich durch die Umstellung nichts geändert. Bei Trade Republic und Scalable Capital sind Sparpläne ab 1 € Sparrate kostenlos, bei Smartbroker+ ebenfalls kostenlos und bei flatex ab 25 € Mindestsparrate. finanzen.net zero bietet Sparpläne ab 1 € an. Bei Traders Place sind Sparpläne teils kostenpflichtig.

Auch interessant