Pipedrive
Vertriebs-CRM mit visueller Sales-Pipeline in vier Tarifen – Lite, Growth, Premium und Ultimate, von 14 bis 79 € pro Nutzerprofil und Monat bei jährlicher Abrechnung, exklusive Mehrwertsteuer.
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Pipedrive ist ein auf den Vertrieb zugeschnittenes CRM mit visueller Sales-Pipeline – vier Tarife, ab 14 € pro Nutzerprofil und Monat bei jährlicher Abrechnung, exklusive Mehrwertsteuer (Anbieterangabe). In unserem Vergleich belegt Pipedrive Platz 3 mit 7,6 von 10. So testen wir.
Pipedrive wurde 2010 in Estland gegründet. Der Hauptsitz liegt heute in New York; als Rechtsträger treten die Pipedrive Inc. und die Pipedrive OÜ auf, dazu kommt ein Standort in Berlin. Der Anbieter beschreibt sich als „mit der Unterstützung der globalen Investmentfirma Vista Equity“ – ein Datum für diesen Einstieg nennt er nicht, weshalb wir auch keines nennen. Nach Anbieterangabe nutzen über 100.000 Unternehmen Pipedrive.
Platz 3 im CRM-Vergleich
Pipedrive erreicht Platz 3 mit 7,6 von 10. Vor ihm liegen Zoho CRM auf Platz 1 mit 7,9 von 10 und Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10, dahinter folgen HubSpot auf Platz 4 mit 7,4 von 10, CentralStationCRM auf Platz 5 mit 6,9 von 10 und monday CRM auf Platz 6 mit 6,8 von 10. Pipedrives Punkte kommen aus einer nachvollziehbaren Preisliste, einem EU-Rechenzentrum und einem öffentlich abrufbaren Auftragsverarbeitungsvertrag. Punkte kostet vor allem der enge Funktionszuschnitt – Pipedrive ist ein Vertriebswerkzeug, keine Suite – und das Fehlen eines kostenlosen Dauertarifs. Wie sich die fünf Teilnoten zusammensetzen, steht unter So testen wir.
Pipedrive im Überblick
Das Kernkonzept ist die visuelle Sales-Pipeline: Deals liegen als Karten in Phasen und werden per Drag-and-Drop weitergezogen. Wer im Vertrieb arbeitet, sieht auf einen Blick, was ansteht; wer eine All-in-One-Plattform mit Marketing-, Service- und Content-Modulen sucht, ist hier bewusst nicht die Zielgruppe. Diesen Zuschnitt sollte man nicht als Mangel lesen, sondern als Entscheidung – er ist der Grund, warum die Teilnote „Bedienbarkeit & Sprache“ bei 8 von 10 liegt und die Teilnote „Funktionsumfang“ bei 7 von 10.
Ein Punkt, der in älteren Vergleichen immer wieder auftaucht, ist die Zahl der Integrationen. Wir nennen keine: Der Anbieter macht auf ein und derselben Seite zwei einander widersprechende Angaben dazu. Solange sich die Primärquelle selbst widerspricht, wäre jede Zahl im Text eine Auswahl, keine Information. Belegt ist, dass ein Integrationsangebot existiert – nicht, wie groß es ist.
Preise und Tarife
Pipedrive hat vier Tarife: Lite, Growth, Premium und Ultimate. Bei jährlicher Abrechnung kosten sie 14 €, 39 €, 59 € und 79 € – jeweils pro Nutzerprofil und Monat. Über zwölf Monate gerechnet sind das 168 €, 468 €, 708 € beziehungsweise 948 € pro Nutzerprofil. Bei monatlicher Abrechnung kosten dieselben vier Tarife 24 €, 49 €, 79 € und 99 € pro Nutzerprofil und Monat. Der Anbieter schreibt dazu wörtlich: „Bitte beachten Sie, dass unsere Preise exklusive Mehrwertsteuer angegeben sind.“ Alle genannten Beträge sind also Nettobeträge.
Der Unterschied zwischen den beiden Abrechnungsmodi ist erheblich und lohnt das Nachrechnen vor der Buchung: Beim Einstiegstarif Lite stehen 14 € (jährlich) gegen 24 € (monatlich) pro Nutzerprofil und Monat, bei Ultimate 79 € gegen 99 €. Wer die Bindung ans Jahr nicht eingehen will, zahlt beim Einstieg also deutlich mehr als den Betrag, der in Werbeanzeigen steht.
Zu den Tarifnamen ein Hinweis: In älteren Vergleichen und in vielen Blogbeiträgen kursieren für Pipedrive andere Bezeichnungen, teils fünf statt vier. Auf der offiziellen deutschen Preisseite stehen ausschließlich Lite, Growth, Premium und Ultimate. Ein Anbieterdokument, das eine frühere Bezeichnung einer heutigen zuordnet, ist nicht auffindbar – wir stellen deshalb keine solche Gleichsetzung auf, sondern nennen nur, was auf der Preisseite steht. Wer eine Tarifempfehlung aus einer älteren Quelle übernimmt, sollte sie vorher gegen diese vier Namen prüfen.
Kostenlos testen – aber kein Gratis-Tarif
Pipedrive hat keinen kostenlosen Tarif. Es gibt eine Testphase, wörtlich: „Kostenlose 14-Tage-Testversion. Keine Kreditkarte erforderlich.“ Danach ist eine Buchung nötig. Wer dauerhaft ohne Lizenzkosten arbeiten will, ist bei einem Anbieter mit Gratis-Edition besser aufgehoben – Zoho CRM etwa ist laut Anbieter für 3 Benutzer dauerhaft kostenlos. Eine Gegenüberstellung der Gratis-Angebote steht im Überblick zu kostenlosen CRM-Systemen.
Datenschutz, Serverstandort und AVV
Hier ist Pipedrive überdurchschnittlich transparent, was die Teilnote 8 von 10 erklärt. Der Anbieter listet seine Rechenzentren einzeln auf: AWS-Regionen in Sydney, Montreal, Frankfurt, Dublin, London sowie an der US-Ostküste und -Westküste. EU-Kunden werden laut Anbieter der EU-Region zugeordnet. Diese Zuordnung ist allerdings kein Versprechen: Der Anbieter formuliert selbst den Vorbehalt, dass Firmenkonten in unterschiedlichen Rechenzentren liegen können. Wer eine feste Region vertraglich braucht, sollte das vor Vertragsschluss klären.
Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist öffentlich abrufbar und muss nicht erst angefragt werden. Er sieht ausdrücklich eine Datenübermittlung in die USA vor – das ist zulässig, gehört aber in die Bewertung. An Zertifikaten nennt Pipedrive ISO 27001:2022, ISO 27701 und SOC 2 Type 2. Was ein Serverstandort allein nicht leistet: DSGVO-Konformität garantieren. Formulierungen dieser Art, wie sie in älteren Vergleichen stehen, sind zu absolut.
Bedienung und Sprache
Pipedrive führt eine eigene deutschsprachige Produkt- und Preisseite und unterhält einen Standort in Berlin. Eine ausdrückliche Anbieterzusage zu deutschsprachigem Support haben wir in den offiziellen Angaben nicht gefunden; wir behaupten sie deshalb nicht. Die Testphase ist mit 14 Tagen belegt und verlangt keine Kreditkarte – das ist die niedrigste Einstiegshürde, die Pipedrive anbietet, weil ein dauerhaft kostenloser Tarif fehlt.
Für wen eignet sich Pipedrive?
Pipedrive passt zu Teams, deren Arbeit tatsächlich aus Deals in Phasen besteht und die dafür ein schlankes, klar bepreistes Werkzeug wollen – mit dem Wissen, dass ab dem ersten Tag Lizenzkosten anfallen. Für kleine Vertriebsteams lohnt der Blick auf bestes CRM für kleine Unternehmen; wer Pipedrive direkt gegen die Suite-Alternative stellen will, findet das unter HubSpot vs. Pipedrive. Weniger passend ist Pipedrive für Organisationen, die Marketing, Service und Vertrieb in einem System führen wollen, und für alle, die zunächst kostenlos starten müssen.
Fazit
Pipedrive steht auf Platz 3 mit 7,6 von 10. Die Stärken sind eine Preisliste, die man ohne Rückfragen versteht – 14, 39, 59 und 79 € pro Nutzerprofil und Monat bei jährlicher Abrechnung, netto –, ein EU-Rechenzentrum in Frankfurt, ein öffentlich abrufbarer AVV und drei benannte Zertifikate. Die Grenzen liegen im Zuschnitt: kein Gratis-Tarif, kein Suite-Anspruch, und beim Integrationsumfang widerspricht sich der Anbieter selbst. Für vertriebsfokussierte Teams ist das ein sehr guter Handel, für alle anderen ein zu enger.
Alle Anbieter im Vergleich: CRM Vergleich | CRM-Software
Weitere Testberichte: HubSpot CRM, Salesforce, Zoho CRM, Monday Sales CRM, CentralStationCRM
Passend dazu: Webhosting und Neo-Broker
Alle Angaben zuletzt geprüft am 10. September 2026.
Häufige Fragen zu Pipedrive
Wie heißen die Pipedrive-Tarife und was kosten sie?
Pipedrive hat vier Tarife: Lite, Growth, Premium und Ultimate. Bei jährlicher Abrechnung kosten sie 14 €, 39 €, 59 € und 79 € pro Nutzerprofil und Monat, bei monatlicher Abrechnung 24 €, 49 €, 79 € und 99 € pro Nutzerprofil und Monat. Der Anbieter gibt seine Preise exklusive Mehrwertsteuer an.
Was kostet Pipedrive im Jahr?
Bei jährlicher Abrechnung summieren sich die Tarife auf 168 € (Lite), 468 € (Growth), 708 € (Premium) und 948 € (Ultimate) pro Nutzerprofil und Jahr, jeweils exklusive Mehrwertsteuer. Wer monatlich abrechnet, zahlt pro Nutzerprofil und Monat 24 €, 49 €, 79 € beziehungsweise 99 € – der Aufschlag gegenüber der Jahresabrechnung ist also erheblich.
Gibt es Pipedrive kostenlos?
Nein. Pipedrive hat keinen kostenlosen Tarif, sondern eine 14-tägige Testversion ohne Kreditkarte. Wer dauerhaft ohne Lizenzkosten arbeiten will, braucht einen Anbieter mit Gratis-Edition; Zoho CRM ist laut Anbieter für 3 Benutzer dauerhaft kostenlos.
Wo werden die Daten von Pipedrive gespeichert?
Pipedrive nennt AWS-Rechenzentren in Sydney, Montreal, Frankfurt, Dublin, London sowie an der US-Ostküste und der US-Westküste. EU-Kunden werden laut Anbieter der EU-Region zugeordnet, allerdings mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass Firmenkonten in unterschiedlichen Rechenzentren liegen können. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist öffentlich abrufbar und sieht eine Übermittlung in die USA vor. Genannte Zertifikate: ISO 27001:2022, ISO 27701 und SOC 2 Type 2.
Für wen eignet sich Pipedrive?
Für Teams, deren Arbeit aus Deals in Pipeline-Phasen besteht und die dafür ein schlankes, klar bepreistes Werkzeug wollen. Pipedrive verzichtet bewusst auf Marketing-, Service- und Content-Module; das erklärt die Teilnote 7 von 10 beim Funktionsumfang. Wer Marketing und Vertrieb in einem System führen oder zunächst kostenlos starten will, ist bei einem anderen Anbieter besser aufgehoben.