Top Neo-Broker-Anbieter
Sechs Neo-Broker im Konditionsvergleich 2026: Ordergebühren, Guthabenzinsen und Sparplan-Kosten, Stand 31.08.2026.
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Sechs Broker, ein Konditionsvergleich – und ein Markt, der sich im Sommer 2026 innerhalb weniger Wochen umgebaut hat. Diese Übersicht stellt Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net zero, Smartbroker+, flatex und Traders Place nebeneinander: Ordergebühren, Handelsplätze, Guthabenzinsen und Sparplankosten. Alle Angaben stammen von den offiziellen Anbieterseiten.
Stand: 31.08.2026. Die Konditionen von Scalable Capital wurden am 31.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft, alle übrigen Angaben am 24.08.2026.

Trade Republic
App-Broker mit Vollbanklizenz und 30 Handelsplätzen
9,0 / 10
Scalable Capital
Eigene Banklizenz, Tagesgeld und PRIME+-Ordervorteil über die EIX
9,0 / 10
finanzen.net zero
0 € Ordergebühr ab 500 € Ordervolumen über gettex
8,5 / 10
Smartbroker+
Der Handelsplatz bestimmt den Preis – dazu 2,0 % Zinsen
8,0 / 10
Traders Place
Rund 40 Handelsplätze – kostenlos sind zwei davon
8,0 / 10
flatex
Klassischer Direktbroker mit professionellen Tools
7,5 / 101. Wie diese Auswahl zustande kommt
Diese Liste ist keine Rangliste der meistgenutzten Depots in Deutschland, und wir behaupten das auch nicht. Belastbare, öffentlich nachprüfbare Kundenzahlen gibt es nur für einen Teil des Marktes, und mehrere große Anbieter fehlen hier bewusst: ING, comdirect, DKB und justTRADE sind nicht Teil dieser Übersicht, obwohl sie nach Depotzahlen relevanter sind als manches Haus in dieser Liste. Aufgenommen haben wir die sechs Anbieter, zu denen im Cluster ein vollständiger Einzeltestbericht existiert und deren Preis- und Leistungsverzeichnisse wir Position für Position nachgerechnet haben.
Die Bewertung je Anbieter ist eine redaktionelle Einschätzung aus Kosten, Handelsplatzangebot, Zinsen und Produktbreite; die Reihenfolge der Liste folgt genau dieser Bewertung und keiner Vergütung. Transparenzhinweis: Die mit einem Sternchen markierten Buttons sind Affiliate-Links. Wenn darüber ein Depot eröffnet wird, erhalten wir eine Provision; für dich ändert sich am Preis nichts. Die Provisionshöhe beeinflusst weder die Platzierung noch den Text. Wie wir vorgehen, steht in So testen wir.
2. Was sich 2026 am Markt verändert hat
Seit dem 1. Juli 2026 gilt das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow. Damit ist die Rückvergütung, aus der die Nulltarif-Modelle jahrelang finanziert wurden, Geschichte – und der Satz „dieser Broker nutzt kein PFOF“ ist kein Verkaufsargument mehr, weil ihn niemand mehr nutzt. Wer heute 0 € Ordergebühr ausweist, refinanziert das anders: über Spreads, über Zuwendungen der Handelsplätze oder über Bonifikationen der abwickelnden Bank.
Drei Anbieter haben ihre Preismodelle deshalb umgestellt. finanzen.net zero hat die Kostenstruktur bereits zum 1. März 2026 umgebaut: Die gettex-Bonifizierung wird intern mit dem Abwicklungsentgelt der Baader Bank und dem Vermittlungsentgelt der DonauCapital verrechnet, für den Kunden bleibt es ab 500 € Ordervolumen bei 0 €. Trade Republic hat am 2. Juli 2026 das Handelsmodell komplett getauscht (dazu gleich mehr). Und bei Scalable Capital läuft zum 1. September 2026 die Sonderkondition für gettex aus, während Xetra im selben Zug billiger wird – eine Umverteilung zwischen den Handelsplätzen statt einer allgemeinen Preiserhöhung.
3. Ordergebühren: was eine Order tatsächlich kostet
Trade Republic handelt seit dem 2. Juli 2026 nicht mehr über einen einzigen Handelsplatz. Die Bestpreis-Order läuft über ein aggregiertes Orderbuch von 30 Börsen, darunter Xetra, Euronext, Nasdaq und NYSE, und kostet 1 € Abwicklungspauschale je Trade zuzüglich Fremdkosten und Spreads. Wer die Börse selbst wählen will, nimmt die Direktpreis-Order für 2 €, unabhängig von der Ordergröße. Die früher überall zu lesende Einschränkung auf die Lang & Schwarz Exchange gilt nicht mehr; die Details stehen im Trade-Republic-Testbericht.
Bei Scalable Capital hängt der Orderpreis ab dem 1. September 2026 am Handelsplatz — ein Ablaufdatum hat auch die Zinskondition von Traders Place, die bis zum 31.12.2027 befristet ist. Verfügbar bleiben alle drei Plätze: European Investor Exchange (EIX, Börse Hannover), gettex (Börse München) und Xetra. An der EIX ändert sich nichts: Im Tarif FREE kostet ein Trade dort 0,99 €, mit PRIME+ (4,99 €/Monat) ist er ab 250 € Ordervolumen kostenlos, darunter 0,99 € — vor wie nach dem Stichtag. Bei gettex läuft die Sonderkondition am 31.08.2026 aus: Bis dahin gelten dort dieselben Preise wie an der EIX, ab dem 01.09.2026 kostet eine gettex-Order 1,99 € in beiden Tarifen. Xetra wird zum selben Termin billiger — statt 3,99 € zuzüglich Börsengebühr (0,01 %, mindestens 1,50 €) kostet eine Order dort ab dem 01.09.2026 1,99 € pauschal; eine Order über 1.000 € fällt damit von 5,49 € auf 1,99 €. Praktisch heißt das: Kostenlos handeln bleibt mit PRIME+ möglich, aber nur noch über die EIX. Wer die Voreinstellung gettex stehen lässt, zahlt ab dem 1. September 1,99 € je Order — bei 20 Orders im Jahr 39,80 €, die vorher nicht angefallen wären.
finanzen.net zero hat das schlankeste Modell: 0 € Ordergebühren, 0 € Depotgebühren, 0 € Fremdkostenpauschalen, zuzüglich marktüblicher Spreads. Die Bedingung nennt der Anbieter selbst: 500 € Mindestordervolumen, darunter fällt 1 € Mindermengenzuschlag an. Gehandelt wird ausschließlich über gettex, werktags von 7:30 bis 23:00 Uhr und samstags von 14:00 bis 19:00 Uhr.
Bei Smartbroker+ entscheidet der Handelsplatz. Über gettex ist der Handel ab 500 € Ordervolumen kostenlos, darunter kostet er 1 €. An den übrigen deutschen Börsen werden 4 € fällig, zuzüglich börsenplatzabhängiger Entgelte – an Xetra konkret 4 € plus 0,01 %, mindestens 1,50 €. Eine Xetra-Order kostet dort also mindestens 5,50 €, nicht 4 €, und von einer volumenunabhängigen Pauschale kann bei einer prozentualen Komponente keine Rede sein. Tradegate, die L&S Exchange und der Baader-Direkthandel liegen bei je 4 €.
Traders Place wirbt mit rund 40 Handelsplätzen (Anbieterangabe, geprüft 24.08.2026), kostenlos sind davon zwei: gettex und der Baader-Direkthandel, jeweils ab 500 € Kurswert, darunter 0,95 €. Möglich macht das eine offengelegte Mechanik – Traders Place stehen 2,65 € Vermittlungsgebühr und der Baader Bank 0,50 € Abwicklungsgebühr zu, die Bank gewährt dem Kunden eine Bonifikation in genau dieser Höhe. An jedem anderen Platz wird es teurer: Xetra 2 € + 0,01 % (mindestens 3 €), Tradegate 5 €, sonstige inländische Börsen 5,50 €, die LSX 6 €, eine Fondsorder über die Fondsgesellschaft 6,75 €, Derivate 5,50 € — die Spanne reicht damit von 3,00 € bis 6,75 €, denn die 2,00 € an Xetra sind nur die Grundkomponente und nie ein zahlbarer Preis. Damit ist bei Traders Place jeder Handelsplatz außer diesen beiden teurer als eine Trade-Republic-Bestpreisorder.
4. Guthabenzinsen: wo das Konto steht, entscheidet
Zinsen sind 2026 das zweite Preisschild eines Brokers – und die Unterschiede stecken weniger im Prozentsatz als in den Bedingungen. Scalable Capital zahlt 2,50 % p.a. mit monatlicher Gutschrift, unbegrenztem Guthaben und ohne Mindesteinlage, aber ausschließlich auf dem separaten Scalable Tagesgeld; das Broker-Verrechnungskonto wird mit 0 % verzinst. Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf nicht investiertes Cash. Smartbroker+ kommt auf 2,0 % p.a. bis 100.000 € und 1,75 % p.a. bis 1.000.000 €, geführt als Zinskonto bei der Baader Bank. Traders Place zahlt ebenfalls 2 % p.a., verlangt dafür aber 5.000 € Mindesteinlage, schreibt nur vierteljährlich gut, akzeptiert Einzahlungen ausschließlich vom eigenen Verrechnungskonto und hat die Kondition bis zum 31.12.2027 befristet. finanzen.net zero bewirbt gar keine Guthabenverzinsung und verweist auf Geldmarkt- und iBonds-ETFs. Alle Sätze sind variabel und an die EZB-Einlagefazilität gekoppelt.
5. Sparpläne: gebührenfrei ist nicht kostenlos
Fünf der sechs Anbieter führen ihre Sparpläne mit 0 € Ausführungsgebühr, jeweils ab 1 € Sparrate. Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens fallen Spreads, Zuwendungen und die laufenden Produktkosten weiterhin an – Smartbroker+ schreibt diesen Zusatz selbst auf die Konditionsseite, und er gilt bei allen. Zweitens ist die Gebührenfreiheit nicht überall vollständig: Bei Traders Place kosten sonstige ETFs und Fonds 0,50 € je Ausführung, kostenfrei sind Aktien, Krypto-ETPs und die Sparpläne der Premium-Partner. Bei flatex weist die Preisseite dagegen inzwischen alle verfügbaren ETF- und Fondssparpläne mit 0,00 € aus; die vielerorts noch zitierte Begrenzung auf einige hundert Premium-ETFs ab 1.000 € ist überholt. Konkrete Sparplan-Stückzahlen nennen wir nur mit Quelle: Für Trade Republic zählt extraETF mit Datenstand 12.08.2026 rund 2.900 ETF-Sparpläne; Traders Place weist rund 10.800 Sparpläne aus (2.324 ETF, 8.046 Aktien, 411 Fonds, 13 Krypto — Anbieterangabe, geprüft 24.08.2026), Smartbroker+ ebenfalls über 10.800 Sparpläne, finanzen.net zero über 10.000 Aktien- und ETF-Sparpläne. Hinzu kommt bei Traders Place ein Widerspruch in den eigenen Unterlagen: Die Sparplanseite führt diese Sparpläne pauschal mit 0 € je Ausführung, die Konditionsübersicht nennt für sonstige ETFs und Fonds 0,50 €.
6. Warum flatex in einer Neo-Broker-Liste steht
Offen gesagt: flatex ist kein Neo-Broker. Der Anbieter ist ein klassischer Direktbroker, bezeichnet sich selbst so, und sein Preisgefüge zeigt das auch – 5,90 € Standard-Orderprovision für Aktien in Deutschland, den USA, Kanada und im sonstigen Ausland, dazu 2,00 € Fremdkostenpauschale bei Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix und Société Générale. Wir führen flatex hier trotzdem mit, weil der Abstand zu den App-Brokern die eigentliche Information ist: Eine Order, die bei Trade Republic 1 € kostet, kostet bei flatex je nach Handelsplatz 6,95 € (Stuttgart: 5,90 € + 1,05 €) bis 7,90 € (gettex oder Tradegate: 5,90 € + 2,00 €) — rund das Sieben- bis Achtfache. Dafür sind alle verfügbaren ETF- und Fondssparpläne gebührenfrei, Einmalanlagen in Premium-ETFs und -Fonds beginnen bei 0,00 €, weitere bei 5,90 €. Wer die Einordnung im Gesamtfeld sucht, findet sie im Neo-Broker-Vergleich.
7. Steuern: Abgeltungsteuer, Freistellungsauftrag, Verlusttöpfe
Auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen fällt in Deutschland Abgeltungsteuer von 25 % an, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 € (Einzelveranlagung) beziehungsweise 2.000 € (Zusammenveranlagung) und wirkt nur, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst – auch die Guthabenzinsen zählen dazu. Die fünf hier verglichenen Neo-Broker wickeln über deutsche Institute ab – Trade Republic über die Trade Republic Bank GmbH, Scalable Capital über die Scalable Capital Bank GmbH, Smartbroker+, finanzen.net zero und Traders Place über die Baader Bank AG – und führen die Abgeltungsteuer automatisch ab; die Anlage KAP ist dann in der Regel nur nötig, wenn Erträge über mehrere Depots verrechnet werden sollen. Verluste laufen in getrennte Verrechnungstöpfe (allgemein und Aktien). Wer Verluste aus einem anderen Depot gegenrechnen will, braucht bis zum 15. Dezember des Jahres eine Verlustbescheinigung. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Steuerberatung.
8. Für wen welcher Anbieter passt
- Breite Börsenauswahl bei kleinem Ordervolumen: Trade Republic – 30 Börsen im Bestpreis-Orderbuch für 1 €, unabhängig von der Ordergröße.
- Cash parken und gleichzeitig investieren: Scalable Capital über das separate Tagesgeld (2,50 %) oder Smartbroker+ über das Zinskonto (2,0 % bis 100.000 €). Wie sich die beiden App-Broker direkt gegenüberstehen, zeigt der Direktvergleich Trade Republic vs. Scalable Capital.
- Planbare Orders ab 500 € über gettex: finanzen.net zero, Smartbroker+ oder Traders Place – dort kostet die Order 0 €.
- Fonds, Anleihen und Regionalbörsen: Smartbroker+ und Traders Place, aber mit Blick auf die Handelsplatzentgelte.
- Wenig geeignet: flatex für Vieltrader mit kleinen Ordervolumina; finanzen.net zero für alle, die verzinstes Guthaben erwarten; Traders Place für alle, die außerhalb von gettex handeln wollen.
9. Fazit
Der billigste Broker existiert in diesem Feld nicht als feste Größe – er hängt am Ordervolumen, am Handelsplatz und daran, ob nicht investiertes Guthaben mitverzinst werden soll. Unterhalb von 500 € Ordervolumen ist Trade Republic mit 1 € je Bestpreis-Order konkurrenzfähig, ebenso Scalable Capital mit 0,99 € über die EIX; oberhalb davon sind finanzen.net zero, Smartbroker+ und Traders Place über gettex bei 0 €. Wer Zinsen mitnehmen will, muss auf das Konto schauen, auf dem sie gezahlt werden: bei Scalable Capital und Traders Place ist es ein separates, bei Traders Place zusätzlich mit 5.000 € Mindesteinlage. Und wer eine Order an Xetra, Tradegate oder einer Regionalbörse plant, sollte vorher rechnen – dort liegen die Preisunterschiede nicht bei Cent-, sondern bei Euro-Beträgen.
Risiko- und Transparenzhinweis: Wertpapiere, Fonds und Krypto-Werte unterliegen Kursschwankungen; Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Dieser Artikel ist ein Konditionsvergleich und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar. Die Konditionen von Scalable Capital wurden am 31.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft, alle übrigen Angaben am 24.08.2026; Konditionen, Zinssätze und Handelsplatzentgelte können sich jederzeit ändern – die Preisänderung bei Scalable Capital zum 01.09.2026 ist ein Beispiel dafür. Maßgeblich ist das jeweils gültige Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links; für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Häufige Fragen zu Top Neo-Broker-Anbieter
Was ist ein Neo-Broker – und ist flatex einer?
Neo-Broker sind app- oder webbasierte Broker ohne Filialnetz, die den Wertpapierhandel zu sehr niedrigen Ordergebühren anbieten und ihre Depots kostenlos führen. In dieser Liste trifft das auf Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net zero, Smartbroker+ und Traders Place zu. flatex ist ausdrücklich kein Neo-Broker, sondern ein klassischer Direktbroker mit 5,90 € Orderprovision – wir führen den Anbieter hier als Vergleichsmaßstab mit und weisen das offen aus.
Was kostet eine Order bei den sechs Anbietern?
Stand 31.08.2026: Trade Republic 1 € Abwicklungspauschale je Bestpreis-Order und 2 € je Direktpreis-Order; Scalable Capital an der European Investor Exchange 0,99 € je Trade im Tarif FREE und 0 € ab 250 € Ordervolumen mit PRIME+ – vor wie nach dem 01.09.2026 unverändert –, über gettex bis 31.08.2026 dieselben Konditionen und ab 01.09.2026 1,99 €, an Xetra bis 31.08.2026 3,99 € zuzüglich Börsengebühr (0,01 %, mindestens 1,50 €) und ab 01.09.2026 ebenfalls 1,99 €; finanzen.net zero 0 € ab 500 € Ordervolumen und 1 € Mindermengenzuschlag darunter; Smartbroker+ 0 € über gettex ab 500 €, an anderen deutschen Börsen 4 € zuzüglich börsenplatzabhängiger Entgelte (Xetra ab 5,50 €); Traders Place 0 € über gettex und im Baader-Direkthandel, 0,95 € unter 500 € Kurswert, an allen übrigen Plätzen 3,00 € bis 6,75 € (Xetra 2,00 € + 0,01 %, mindestens 3,00 €); flatex 5,90 € plus 2,00 € Fremdkostenpauschale an sechs Handelsplätzen. Hinzu kommen bei allen Anbietern die marktüblichen Spreads.
Welcher Anbieter zahlt die höchsten Guthabenzinsen?
Scalable Capital mit 2,50 % p.a. – allerdings nur auf dem separaten Scalable Tagesgeld, das Broker-Verrechnungskonto wird mit 0 % verzinst. Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf nicht investiertes Cash. Smartbroker+ zahlt 2,0 % p.a. bis 100.000 € und 1,75 % p.a. bis 1.000.000 € über ein Zinskonto bei der Baader Bank. Traders Place zahlt 2 % p.a., aber erst ab 5.000 € Mindesteinlage und mit vierteljährlicher Gutschrift. finanzen.net zero bewirbt keine Guthabenverzinsung und verweist stattdessen auf Geldmarkt- und iBonds-ETFs. Alle Sätze sind variabel.
Was ändert sich am 1. September 2026 bei Scalable Capital?
Nur die Kondition für den Handelsplatz gettex. Ab dem 01.09.2026 kostet eine Order über gettex 1,99 € – statt 0,99 € im Tarif FREE und statt 0 € ab 250 € Ordervolumen im Tarif PRIME+. Die European Investor Exchange bleibt unverändert: Dort zahlt FREE weiterhin 0,99 €, PRIME+ weiterhin 0 € ab 250 € Ordervolumen, und PRIME ETFs von Amundi, iShares, Vanguard und Xtrackers sind im Tarif FREE ab 250 € weiterhin gebührenfrei. Xetra wird zum selben Termin billiger: statt 3,99 € zuzüglich Börsengebühr (0,01 %, mindestens 1,50 €) kostet eine Order dort ab dem 01.09.2026 1,99 € pauschal. Alle drei Handelsplätze bleiben verfügbar. Damit bleibt auch die Rechnung bestehen, ab wie vielen Trades sich das Abo lohnt: PRIME+ (4,99 €/Monat) spart gegenüber FREE (0,00 €/Monat) an der EIX 0,99 € bei jedem Trade ab 250 € Ordervolumen, der kein PRIME ETF ist, und trägt sich damit ab der sechsten solchen Order im Monat (6 × 0,99 € = 5,94 € gegenüber 4,99 €) beziehungsweise ab 61 Orders im Jahr (61 × 0,99 € = 60,39 € gegenüber 59,88 €). Der frühere PRIME-Tarif für 2,99 €/Monat ist für Neukunden nicht mehr buchbar.
Sind kostenlose Sparpläne wirklich kostenlos?
Gebührenfrei heißt: keine Ausführungsgebühr des Brokers. Spreads, Zuwendungen und die laufenden Produktkosten des Fonds oder ETFs fallen weiterhin an – Smartbroker+ schreibt diesen Zusatz selbst auf die Konditionsseite. Außerdem ist die Gebührenfreiheit nicht überall vollständig: Bei Traders Place kosten sonstige ETFs und Fonds 0,50 € je Ausführung, kostenfrei sind Aktien, Krypto-ETPs und die Sparpläne der Premium-Partner. Trade Republic, Scalable Capital, finanzen.net zero und flatex weisen ihre Sparpläne durchgängig mit 0 € aus, jeweils ab 1 € Sparrate.
Wie ist das Geld bei diesen Brokern geschützt?
Wertpapiere werden als Sondervermögen verwahrt und bleiben im Insolvenzfall Eigentum des Kunden. Barguthaben fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € je Kunde und Bank. Trade Republic verwahrt Cash auf Treuhandsammelkonten bei mehreren Partnerbanken, darunter Deutsche Bank, HSBC Continental Europe, J.P. Morgan SE und Citibank Europe. Scalable Capital verteilt mit PRIME+ auf bis zu 5 × 100.000 €. Smartbroker+, finanzen.net zero und Traders Place wickeln über die Baader Bank AG ab. Ein Kursrisiko deckt keine Einlagensicherung ab.