Smartbroker+
Smartbroker+ im Test 2026: 0 € über gettex ab 500 €, Xetra ab 5,50 € und 2,0 % Guthabenzinsen. Alle Gebühren je Handelsplatz im Überblick.
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Bei Smartbroker+ entscheidet der gewählte Handelsplatz darüber, was eine Order kostet. Über gettex handelst du ab 500 € Ordervolumen für 0,00 €, eine Xetra-Order kostet dagegen mindestens 5,50 €. Diese Seite nimmt die offizielle Konditionsseite Handelsplatz für Handelsplatz auseinander – und benennt die 2,0 % Guthabenzinsen, die in vielen Testberichten zu Smartbroker+ gar nicht auftauchen. So testen wir.
Stand: 24.08.2026. Alle Konditionen wurden am 24.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft.
1. Smartbroker+ auf einen Blick
Smartbroker+ ist das Depotangebot der Smartbroker AG mit Sitz in Berlin. Konzernmutter ist die Smartbroker Holding AG, die 2022 aus der wallstreet:online AG umfirmiert wurde – die vielerorts noch zu lesende Konzernbezeichnung „wallstreet:online“ ist damit überholt. Depot- und Kontoführung übernimmt kostenlos die Baader Bank AG in Unterschleißheim, inklusive Nebendepots und Währungskonten. Handelbar sind über 20 Handelsplätze im In- und Ausland sowie der OTC-Direkthandel. Anders als bei Trade Republic, wo seit Juli 2026 eine Bestpreis-Order über ein aggregiertes Orderbuch läuft, wählst du den Handelsplatz hier selbst aus – und trägst damit auch dessen Preis.
Quick-Facts
| Betreiber | Smartbroker AG (Berlin), Konzernmutter Smartbroker Holding AG |
| Depotbank | Baader Bank AG (Unterschleißheim), Aufsicht durch die BaFin |
| Günstigster Handelsplatz | gettex – 0,00 € ab 500 € Ordervolumen, 1,00 € darunter |
| Xetra | 4,00 € + 0,01 %, mind. 1,50 € börsenplatzabhängige Entgelte (also ab 5,50 €) |
| Handelsplätze | über 20 im In- und Ausland, dazu OTC-Direkthandel mit mehreren Emittenten |
| Guthabenzinsen | 2,0 % p.a. (variabel) bis 100.000 €, darüber 1,75 % p.a. bis 1.000.000 € |
| Sparpläne | über 10.800, ab 1 € Sparrate, Ausführung laut Konditionsseite 0,00 € |
| Krypto | ja – 0,90 % vom Kurswert zzgl. Auf-/Abschlag des Handelsplatzes |
| App | ja (seit 2023), zusätzlich Weboberfläche |
| Depot- und Kontoführung | 0,00 €, inklusive Nebendepots und Währungskonten |
| Einlagensicherung | gesetzlich bis 100.000 € je Kunde über die Baader Bank |
2. Was eine Order tatsächlich kostet
Smartbroker+ wirbt mit einem Orderentgelt von 4,00 €. Eine Pauschale ist das nicht: An fast allen Börsenplätzen kommen börsenplatzabhängige Entgelte hinzu, an Xetra zusätzlich eine prozentuale Komponente. Alle Beträge verstehen sich zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten.
| Handelsplatz / Leistung | Kosten pro Order (Stand 24.08.2026) |
|---|---|
| gettex – Aktien, Anleihen, ETFs/ETPs, Fonds | 0,00 € ab 500 € Ordervolumen; 1,00 € bis 499,99 € |
| gettex – Derivate | 0,00 € (UniCredit ab 500 €), 2,00 € (Goldman Sachs ab 500 €), sonst 4,00 € |
| OTC-Direkthandel JP Morgan, Morgan Stanley, UBS, UniCredit, Vontobel | 0,00 € ab 500 €; 4,00 € darunter |
| OTC-Direkthandel DZ BANK | 2,00 € ab 500 €; 4,00 € darunter |
| OTC-Direkthandel BNP Paribas, Société Générale | 4,00 € |
| Börse Stuttgart | 4,00 € + börsenplatzabhängige Entgelte; Derivate 0,00 € (Vontobel ab 500 €), sonst 4,00 € |
| Xetra | 4,00 € + 0,01 %, mind. 1,50 € börsenplatzabhängige Entgelte → mindestens 5,50 € |
| Tradegate, L&S Exchange, Baader Trading | je 4,00 € |
| Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München | 4,00 € + börsenplatzabhängige Entgelte |
| Internationale Handelsplätze | 4,00 € + börsenplatzabhängige Entgelte + Währungsaufschlag |
| Krypto | 0,90 % vom Kurswert + Auf-/Abschlag des Handelsplatzes; 1,00 € Mindermengenzuschlag unter 500 € |
| Sparplan-Ausführung (Aktien, ETCs, ETFs, Fonds, Krypto-ETPs) | 0,00 € |
| Depot- und Kontoführung | 0,00 € |
| Lombardkredit | 3-Monats-EURIBOR + 3,00 % p.a. |
Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied deutlich: Eine Xetra-Order über 5.000 € kostet 4,00 € Orderentgelt plus börsenplatzabhängiges Entgelt. Rechnerisch wären das 0,01 % (0,50 €), wegen des Mindestbetrags werden aber 1,50 € fällig – macht 5,50 €. Erst oberhalb von 15.000 € Ordervolumen übersteigt die prozentuale Komponente diesen Mindestbetrag; die Order wird mit steigendem Volumen also teurer, nicht günstiger. Wer regelmäßig über Xetra, Tradegate, die L&S Exchange oder eine Regionalbörse handelt, zahlt damit spürbar mehr als bei einer Trade-Republic-Bestpreisorder (1,00 € Abwicklungspauschale). Über gettex oder im OTC-Direkthandel mit JP Morgan, Morgan Stanley, UBS, UniCredit oder Vontobel kostet dieselbe Order ab 500 € dagegen 0,00 €.
3. Guthabenzinsen: 2,0 % p.a. – der übersehene Punkt
Smartbroker+ verzinst nicht investiertes Guthaben, und zwar über ein Zinskonto bei der Baader Bank. Auf Guthaben bis 100.000 € gibt es 2,0 % p.a. (variabel), auf den Anteil zwischen 100.000 € und 1.000.000 € noch 1,75 % p.a.; darüber hinaus wird nicht verzinst. Berechnungsgrundlage ist die EZB-Einlagefazilität abzüglich 0,25 beziehungsweise 0,5 Prozentpunkten – der Satz kann sich mit jeder EZB-Entscheidung ändern. Damit liegt Smartbroker+ ungefähr auf dem Niveau von Trade Republic (2,25 % p.a.) und unter Scalable Capital, das 2,50 % p.a. auf einem separaten Tagesgeldkonto zahlt. Wichtig für die Einordnung: Ältere Testberichte – auch unser eigener früherer Stand – führten Smartbroker+ als Anbieter ohne Guthabenverzinsung. Das war falsch. Umgekehrt kostet Wertpapierkredit: Der Lombardkredit liegt beim 3-Monats-EURIBOR zuzüglich 3,00 % p.a.
4. Sparpläne: 0 € laut Konditionsseite – mit einer Einschränkung
Die offizielle Konditionsseite weist die Sparplan-Ausführung am 24.08.2026 pauschal mit 0,00 € aus – für Aktien, ETCs, ETFs, Fonds und Krypto-ETPs gleichermaßen. Die Sparplanseite nennt über 10.800 Sparpläne ab 1 Euro Sparrate und hält fest, dass auch für Fondssparpläne 0 Euro Gebühren anfallen. Es gilt der Zusatz des Anbieters: zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten – die laufenden Kosten des Fonds oder ETFs bleiben bestehen.
Eine Einordnung gehört dazu: Vergleichsportale weisen für Smartbroker+ teilweise eine Beschränkung der kostenfreien ETF-Sparpläne auf einzelne Partnergesellschaften aus. Auf der offiziellen Konditionsseite findet sich diese Beschränkung zum Prüfdatum nicht. Wir folgen hier der Anbieterangabe, nennen aber bewusst das Stand-Datum: Sparplankonditionen ändern sich häufig, und maßgeblich ist immer das zum Zeitpunkt der Ausführung gültige Preis- und Leistungsverzeichnis.
5. Handelsangebot, Plattform und App
Handelbar sind Aktien, ETFs und ETCs, Fonds, Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine sowie Krypto (0,90 % vom Kurswert). Neben gettex stehen Xetra, Tradegate, die L&S Exchange, Baader Trading, die Börse Stuttgart, die Regionalbörsen Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und München sowie internationale Plätze zur Verfügung. Das ist ein breiteres Angebot als bei den reinen App-Brokern – aber kein Spitzenwert: Traders Place führt mehr Handelsplätze. Die Stärke von Smartbroker+ liegt weniger in der Zahl der Plätze als in der Kombination aus kostenlosem gettex-Handel, kostenlosem OTC-Direkthandel bei fünf Emittenten und einem breiten Fonds- und Anleihenangebot.
Bedient wird Smartbroker+ über eine Weboberfläche mit Portfolioübersicht, Orderbuch, Kursalarmen und Transaktionshistorie. Eine Mobile-App gibt es seit 2023 – anderslautende Angaben in älteren Vergleichstabellen, auch in unseren eigenen, sind veraltet. Der Funktionsumfang der Weboberfläche ist allerdings größer als der der App.
6. Sicherheit, Regulierung und der Depotumzug
Depot- und Kontoführung liegen bei der Baader Bank AG, einer deutschen Vollbank unter Aufsicht der BaFin. Wertpapiere werden als Sondervermögen verwahrt und bleiben im Insolvenzfall Eigentum des Kunden. Guthaben auf dem Verrechnungs- und Zinskonto fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € je Kunde. Die Smartbroker AG selbst tritt als Vermittler auf, nicht als depotführende Bank. Der Umzug der Bestandsdepots von der DAB BNP Paribas zur Baader Bank wurde Ende Oktober 2023 abgeschlossen – nicht 2024, wie es an einigen Stellen zu lesen ist. Im Anschluss gab es dokumentierte Kundenbeschwerden über die Umstellung; Neukunden sind davon nicht betroffen.
7. Steuern: Abgeltungsteuer, Freistellungsauftrag, Verlusttöpfe
Auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen fällt in Deutschland Abgeltungsteuer von 25 % an, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € bei Einzelveranlagung und 2.000 € bei Zusammenveranlagung; er wirkt nur, wenn du einen Freistellungsauftrag erteilst. Da die Depotführung bei der Baader Bank AG und damit bei einem deutschen Institut liegt, führt Smartbroker+ die Abgeltungsteuer automatisch ab – eine Anlage KAP ist dann in der Regel nur nötig, wenn du Erträge über mehrere Depots hinweg verrechnen willst. Verluste landen in getrennten Verlustverrechnungstöpfen (allgemein und Aktien). Sollen Verluste aus einem anderen Depot gegengerechnet werden, brauchst du bis zum 15. Dezember des Jahres eine Verlustbescheinigung. Auch die Guthabenzinsen sind steuerpflichtige Kapitalerträge. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Steuerberatung.
8. Für wen eignet sich Smartbroker+?
- Passend für: Anleger, die planbar ab 500 € über gettex oder im OTC-Direkthandel ordern; Fonds- und Anleiheanleger; alle, die neben dem Depot auch nicht investiertes Guthaben verzinst parken wollen; Sparplananleger mit kleinen Raten ab 1 €
- Weniger passend für: Anleger, die überwiegend über Xetra, Tradegate, die L&S Exchange oder Regionalbörsen handeln; Häufigtrader mit Ordervolumina unter 500 €; alle, die den absolut breitesten Handelsplatzzugang suchen
9. Fazit
Smartbroker+ ist kein pauschal günstiger und kein pauschal teurer Broker – er ist der Anbieter, bei dem die Wahl des Handelsplatzes den Preis bestimmt. Über gettex und im OTC-Direkthandel mit den fünf Premium-Emittenten ist der Handel ab 500 € kostenlos, an Xetra kostet dieselbe Order mindestens 5,50 €. Wer quer über alle Börsen ordert, zahlt mehr als bei den App-Brokern. Der im Markt kaum beachtete Pluspunkt sind die 2,0 % p.a. auf das Zinskonto bei der Baader Bank. Wie sich das gegen die übrigen Anbieter schlägt, zeigt unser Neo-Broker-Vergleich.
Risiko- und Transparenzhinweis: Wertpapiere, Fonds und Krypto-Werte unterliegen Kursschwankungen; Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Dieser Artikel ist ein Konditionsvergleich und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar. Alle Angaben wurden am 24.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft; Konditionen, Zinssätze und Handelsplatzentgelte können sich jederzeit ändern. Maßgeblich ist das jeweils gültige Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links; für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Häufige Fragen zu Smartbroker+
Was kostet eine Order bei Smartbroker+?
Über gettex 0,00 € ab 500 € Ordervolumen und 1,00 € darunter. An den übrigen Börsenplätzen fallen 4,00 € Orderentgelt zzgl. börsenplatzabhängiger Entgelte an; an Xetra sind das 0,01 %, mindestens 1,50 € – eine Xetra-Order kostet damit mindestens 5,50 €. Tradegate, L&S Exchange und Baader Trading kosten je 4,00 €. Stand: 24.08.2026, zzgl. marktüblicher Spreads.
Ist der Handel über die L&S Exchange bei Smartbroker+ kostenlos?
Nein. Die L&S Exchange kostet bei Smartbroker+ 4,00 € pro Order. Kostenlos ab 500 € Ordervolumen sind nur gettex sowie der OTC-Direkthandel mit JP Morgan, Morgan Stanley, UBS, UniCredit und Vontobel.
Zahlt Smartbroker+ Zinsen auf nicht investiertes Guthaben?
Ja. Auf einem Zinskonto bei der Baader Bank gibt es 2,0 % p.a. (variabel) auf Guthaben bis 100.000 € und 1,75 % p.a. auf den Anteil bis 1.000.000 €; darüber hinaus wird nicht verzinst. Grundlage ist die EZB-Einlagefazilität abzüglich 0,25 bzw. 0,5 Prozentpunkten, der Satz kann sich also ändern.
Was kosten Sparpläne bei Smartbroker+?
Die offizielle Konditionsseite weist am 24.08.2026 für Aktien-, ETC-, ETF-, Fonds- und Krypto-ETP-Sparpläne 0,00 € Ausführungsgebühr aus, bei über 10.800 Sparplänen ab 1 € Sparrate. Hinzu kommen marktübliche Spreads, Zuwendungen und Produktkosten. Da sich Sparplankonditionen häufig ändern, gilt immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis.
Wer betreibt Smartbroker+ und wie sicher ist das Depot?
Betreiber ist die Smartbroker AG (Berlin), Konzernmutter die Smartbroker Holding AG, die 2022 aus der wallstreet:online AG umfirmiert wurde. Depot- und Kontoführung liegen bei der Baader Bank AG unter BaFin-Aufsicht. Wertpapiere sind Sondervermögen, Guthaben ist gesetzlich bis 100.000 € je Kunde gesichert.
Führt Smartbroker+ die Abgeltungsteuer automatisch ab?
Ja. Weil die Depotführung bei der Baader Bank AG und damit bei einem deutschen Institut liegt, werden 25 % Abgeltungsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer automatisch einbehalten. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € bzw. 2.000 € wirkt nur mit erteiltem Freistellungsauftrag.