flatex
flatex im Test 2026: 5,90 € Orderprovision plus Fremdkosten ergeben real 6,95 bis 7,90 € je Order. Über 6.000 Sparpläne zu 0,00 € – aber erst ab 25 € Mindestsparrate.
Transparenz: Diese Seite enthält Affiliate-Links. Kaufst oder registrierst du dich darüber, erhalten wir eine Provision — der Preis für dich bleibt gleich. Wie wir testen und bewerten
flatex wirbt mit 5,90 € pro Order — bezahlt wird praktisch nie nur dieser Betrag. Je nach Handelsplatz kommen 2,00 € Fremdkostenpauschale oder Börsengebühren ab 1,05 € hinzu; eine gewöhnliche Order kostet damit 6,95 € bis 7,90 €. Alle Angaben am 24.08.2026 auf den offiziellen Seiten von flatex geprüft. So testen wir.
Stand: 31.08.2026. Die flatex-Konditionen wurden am 24.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft, die zum Vergleich genannten Konditionen von Scalable Capital am 31.08.2026. Konditionen können sich jederzeit ändern.
flatex im Test 2026: ein Direktbroker, kein Neo-Broker
Diese Seite liegt in der Kategorie Neo-Broker, und der wichtigste Satz vorweg lautet: flatex ist keiner. flatex ist ein klassischer Direktbroker mit fester Orderprovision, während die übrigen Anbieter im Vergleich mit Null- oder Kleinstpreisen antreten. Betreiberin ist die flatexDEGIRO Bank SE, ein deutsches Kreditinstitut und Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB). Konto- und Depotführung sind kostenlos.
Der Unterschied ist kein Etikett, sondern eine Rechnung: Ihr zahlt je Trade rund sieben Euro und bekommt dafür Produkte und Depotarten, die die App-Broker nicht führen. Ob sich das lohnt, entscheiden Ordervolumen, Handelsfrequenz und Produktbedarf.
Quick-Facts
| Betreiberin | flatexDEGIRO Bank SE (deutsches Kreditinstitut) |
| Orderprovision Aktien | 5,90 € (Deutschland, USA/Kanada, sonstiges Ausland), zzgl. Spreads und Zuwendungen |
| Fremdkosten je Order | 2,00 € Pauschale im Direkthandel; an Börsenplätzen Börsengebühren ab 1,05 € |
| Realer Orderpreis | 6,95 € bis 7,90 € im Normalfall |
| Sparpläne | über 6.000 ETF- und Fondssparpläne zu 0,00 € je Ausführung, davon über 2.500 ETF-Sparpläne — Mindestsparrate 25 € |
| Guthabenzinsen | auf den Produkt- und Preisseiten nicht ausgewiesen (geprüft 24.08.2026) |
| Depotarten | Einzel-, Kinder-, Firmen- und Gemeinschaftsdepot |
| Einlagensicherung | gesetzlich bis 100.000 € je Kunde über die EdB |
| Geprüft am | 24. August 2026 |
Was eine Order bei flatex wirklich kostet
Die 5,90 € sind die Provision, nicht der Orderpreis. Dazu kommt eine Fremdkostenpauschale von 2,00 € oder die Gebühr des Börsenplatzes:
| Handelsplatz | Provision + Fremdkosten | Summe je Order |
| Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix, Société Générale | 5,90 € + 2,00 € | 7,90 € |
| Stuttgart, Frankfurt | 5,90 € + ab 1,05 € | ab 6,95 € |
| Xetra | 5,90 € + ab 1,98 € | ab 7,88 € |
| Regionalbörsen (München, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover) | 5,90 € + 2,69 € bis 2,86 € | ab 8,59 € |
| Wien | 5,90 € + ab 1,80 € | ab 7,70 € |
Dazu kommen die marktüblichen Spreads. Weiter aus dem Preisverzeichnis: USA und Kanada ab 40.000 € Ordergegenwert zusätzlich 0,04 % auf den übersteigenden Teil; Zertifikate und Hebelprodukte der Premiumpartner ab 0,00 €, sonstige Emittenten 5,90 € unter 1.000 € und 15,90 € ab 1.000 €; Einmalanlage in Premium-ETFs und -Fonds ab 0,00 €, alle übrigen ab 5,90 €; Kryptowerte 0,6 % beziehungsweise 0,7 % inklusive Spread. Bei jeder Nulltarif-Position gilt: Die Fremdkosten hängen am Handelsplatz, nicht an der Provision — auch bei der Neukundenaktion mit 20 gebührenfreien Trades fallen externe Kosten an.
Ab welchem Ordervolumen flatex überhaupt in Frage kommt
Rein auf den Preis geschaut, verliert flatex jeden Einzelvergleich: Eine Bestpreisorder bei Trade Republic kostet 1 €, bei Scalable Capital kostet eine Order ab dem 1. September 2026 über gettex und Xetra 1,99 €, über die European Investor Exchange dagegen unverändert 0,99 € im Tarif FREE und 0 € ab 250 € Ordervolumen im Tarif PRIME+ (4,99 € im Monat), bei finanzen.net zero und Traders Place ist die Order ab 500 € Volumen kostenlos. Gegen 7,90 € bleibt eine Differenz von rund sieben Euro je Trade. Sie ist fix und wächst nicht mit dem Ordervolumen — darin liegt der einzige rechnerische Vorteil, denn als Anteil an der Anlagesumme schrumpft sie.
| Ordervolumen | flatex (7,90 €) | Trade Republic Bestpreis (1 €) | Mehrkosten flatex |
| 500 € | 1,58 % | 0,20 % | 1,38 Prozentpunkte |
| 1.000 € | 0,79 % | 0,10 % | 0,69 Prozentpunkte |
| 5.000 € | 0,16 % | 0,02 % | 0,14 Prozentpunkte |
| 10.000 € | 0,08 % | 0,01 % | 0,07 Prozentpunkte |
Unter etwa 5.000 € je Order kostet flatex spürbar Rendite. Ab rund 10.000 € fällt der Unterschied unter 0,1 Prozentpunkte — in die Größenordnung, in der ohnehin der Spread entscheidet. Zweite Stellschraube ist die Handelsfrequenz: 20 Orders im Jahr kosten bei flatex 158 € statt 20 €. Der Kipppunkt liegt also beim Bedarf: große, seltene Orders und Produkte, die es bei den App-Brokern nicht gibt.
Sparpläne: 0,00 € je Ausführung — aber erst ab 25 €
Hier ist flatex stark: Über 6.000 ETF- und Fondssparpläne kosten 0,00 € je Ausführung (zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten), davon mehr als 2.500 ETF-Sparpläne. Ausgeführt wird monatlich bis jährlich, Änderungen sind kostenlos. Der Anbieter führt dafür die Auszeichnung „ETF & Fonds Broker des Jahres, BrokerWahl 2025“ (Anbieterangabe).
Der Haken steht nicht im Preis, sondern in der Mindestrate: 25 € pro Ausführung. Alle Neo-Broker im Vergleich starten bei 1 €. Wer mit kleinen Raten breit streuen oder ein Kinderdepot mit 10 € im Monat bespielen will, kann das bei flatex nicht abbilden. Wer ohnehin 50 € je Position spart, merkt die Hürde nicht.
Was flatex bietet und die Neo-Broker nicht
Die höhere Provision rechtfertigt sich dort, wo ihr die Breite braucht:
- Derivate: Zertifikate und Hebelprodukte, bei den Premiumpartnern ab 0,00 € (Preise siehe oben).
- CFDs: über Société Générale als Market Maker, Overnight-Finanzierung 3,50 % — Hebelprodukte mit Verlustrisiko über den Einsatz hinaus.
- Fondskauf über die KAG: statt Orderprovision fällt der Ausgabeaufschlag an, auf den flatex 50 % Rabatt gewährt.
- Depotarten: Kinderdepot (ohne Kryptowerte), Firmendepot für GmbH, UG und AG sowie Gemeinschaftsdepot. Vor allem das Firmendepot ist ein Trennstrich: Für Betriebsvermögen führen die App-Broker meist kein passendes Produkt.
- Depotübertrag zu flatex ist kostenlos, Dauer in der Regel rund drei Wochen.
Guthabenzinsen: keine ausgewiesen
Auf den Produkt- und Preisseiten von flatex ist keine Guthabenverzinsung für das Cashkonto ausgewiesen (geprüft am 24.08.2026). Wir behaupten deshalb keine 0 %, sondern halten fest, dass der Anbieter dazu nichts ausweist. Ein Nachteil ist es trotzdem: Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf Cash, Scalable Capital 2,50 % p.a. auf das separate Tagesgeld, Smartbroker+ 2,0 % bis 100.000 €, Traders Place 2,0 % ab 5.000 € Einlage. Wer größere Beträge zwischen zwei Käufen parkt, verzichtet bei flatex auf diesen Ertrag.
PFOF-Verbot: seit Juli 2026 kein Unterscheidungsmerkmal mehr
In älteren Testberichten galt als Argument für flatex, dass der Broker feste Ordergebühren nimmt und nicht auf Payment for Order Flow angewiesen ist. Das ist erledigt: PFOF ist seit dem 1. Juli 2026 EU-weit verboten und stellt damit alle Anbieter gleich — kein Broker im Neo-Broker-Vergleich kann sich davon noch abheben. Der Unterschied liegt heute in der Preisstruktur, nicht im Geschäftsmodell: feste Provision plus Fremdkosten gegen Kleinstpauschalen.
Sicherheit, Regulierung und Steuern
Als Mitglied der EdB sichert die flatexDEGIRO Bank SE Guthaben auf dem Cashkonto gesetzlich bis 100.000 € je Kunde ab. Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und von einer Insolvenz des Instituts nicht berührt. Kursverluste deckt die Einlagensicherung nicht.
Steuerlich gilt: Auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (Einzelveranlagung) beziehungsweise 2.000 € (Zusammenveranlagung) bleiben Erträge steuerfrei, sofern ein Freistellungsauftrag erteilt ist. Weil die flatexDEGIRO Bank SE ein deutsches Institut ist, wird die Steuer automatisch einbehalten und abgeführt; die Anlage KAP ist — anders als bei ausländischen Depotstellen — nicht zwingend nötig. Verluste laufen in die Verlustverrechnungstöpfe (allgemein und Aktien). Wer sie mit Gewinnen bei einem anderen Broker verrechnen will, muss die Verlustbescheinigung bis zum 15. Dezember beantragen.
Für wen sich flatex eignet
- Passend für: große, seltene Orders ab etwa 10.000 €; Sparer ab 25 € Rate; Käufer aktiv gemanagter Fonds über die KAG; Derivate-Händler bei den Premiumpartnern; Firmendepots sowie Gemeinschafts- und Kinderdepots.
- Weniger passend für: Vieltrader mit kleinen Positionen; Sparer mit Raten unter 25 €; Anleger, die Guthabenzinsen auf dem Verrechnungskonto erwarten; alle, für die der Orderpreis das Hauptkriterium ist.
Fazit
flatex verkauft sich über eine Zahl, die nur die halbe Wahrheit ist: Aus 5,90 € werden im Alltag 6,95 € bis 7,90 €, an den Regionalbörsen mehr. Wer nur auf den Preis schaut, ist im Überblick der Neo-Broker besser aufgehoben. flatex rechnet sich dort, wo die App-Broker aufhören: bei großen Einzelorders, beim Firmen-, Gemeinschafts- und Kinderdepot, beim Fondskauf über die KAG und bei den über 6.000 kostenlosen Sparplänen ab 25 € Rate. Die fehlenden Guthabenzinsen bleiben ein offener Nachteil.
Risiko- und Transparenzhinweis: Wertpapiere, Derivate, CFDs und Kryptowerte unterliegen Kursschwankungen; Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich, bei Hebelprodukten kann der Verlust den Einsatz übersteigen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Dieser Artikel ist ein Konditionsvergleich auf Basis öffentlich zugänglicher Anbieterangaben und stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar. Alle flatex-Konditionen wurden am 24.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft, die Vergleichsangaben zu Scalable Capital am 31.08.2026; sie können sich jederzeit ändern. Mit * gekennzeichnete Links sind Provisionslinks; für euch entstehen dadurch keine Mehrkosten.
Häufige Fragen zu flatex
Was kostet eine Order bei flatex wirklich?
Die Orderprovision für Aktien beträgt 5,90 €, das ist aber nicht der Endpreis. Bei Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix und Société Générale kommen 2,00 € Fremdkostenpauschale hinzu, an Börsenplätzen Börsengebühren ab 1,05 € (Stuttgart), 1,08 € (Frankfurt) oder 1,98 € (Xetra). Eine Order kostet damit real 6,95 € bis 7,90 €, an Regionalbörsen wie München oder Hamburg auch mehr. Dazu kommen die marktüblichen Spreads. Geprüft am 24.08.2026.
Sind die ETF-Sparpläne bei flatex kostenlos?
Ja. Über 6.000 ETF- und Fondssparpläne kosten 0,00 € je Ausführung, davon mehr als 2.500 ETF-Sparpläne, jeweils zuzüglich marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten. Die Mindestsparrate liegt allerdings bei 25 € je Ausführung. Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker+, finanzen.net zero und Traders Place starten dagegen bei 1 €.
Zahlt flatex Zinsen auf das Cashkonto?
flatex weist auf den Produkt- und Preisseiten keine Guthabenverzinsung für das Cashkonto aus (geprüft am 24.08.2026). Eine Zinszahlung ist damit nicht belegt. Zum Vergleich: Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf Cash, Scalable Capital 2,50 % p.a. auf das separate Tagesgeld, Smartbroker+ 2,0 % bis 100.000 € und Traders Place 2,0 % ab 5.000 € Mindesteinlage.
Ab welchem Ordervolumen lohnt sich flatex gegenüber einem Neo-Broker?
Preislich nie vollständig: Gegenüber einer Bestpreisorder bei Trade Republic (1 €) bleibt eine feste Differenz von rund sieben Euro je Trade. Da dieser Betrag nicht mit dem Volumen wächst, sinkt sein Gewicht: Bei 1.000 € Ordervolumen sind es 0,69 Prozentpunkte Mehrkosten, bei 10.000 € nur noch rund 0,07 Prozentpunkte. Ab etwa 10.000 € je Order fällt der Unterschied kaum noch ins Gewicht – bei häufigem Handel kehrt er sich wieder um.
Welche Depotarten bietet flatex und ist der Depotübertrag kostenlos?
flatex führt ein Einzeldepot, ein Kinderdepot (ohne Kryptowerte), ein Firmendepot für GmbH, UG und AG sowie ein Gemeinschaftsdepot; zum Depot gehört automatisch ein flatex Cashkonto als Verrechnungskonto. Der Depotübertrag zu flatex ist kostenlos und dauert in der Regel rund drei Wochen. Konto- und Depotführung kosten nichts, ausgenommen Verwahrgebühren für Xetra-Gold, ADRs und GDRs.
Wie ist mein Geld bei flatex gesichert und wird die Abgeltungsteuer automatisch abgeführt?
Betreiberin ist die flatexDEGIRO Bank SE, ein deutsches Kreditinstitut und Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB). Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist gesetzlich bis 100.000 € je Kunde geschützt, Wertpapiere sind Sondervermögen und von einer Insolvenz der Bank nicht betroffen. Kursverluste deckt die Einlagensicherung nicht. Weil es sich um ein deutsches Institut handelt, wird die Abgeltungsteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer automatisch einbehalten und abgeführt; ein Freistellungsauftrag bis 1.000 € beziehungsweise 2.000 € lässt sich hinterlegen.