Flatex Alternative 2026: 5,90 € beworben, bis 7,90 € bezahlt

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Inhalt geprüft am 31. August 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

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Flatex Alternative 2026: 5,90 € beworben, bis 7,90 € bezahlt

flatex bewirbt 5,90 € Orderprovision für Aktien – bezahlt wird dieser Betrag praktisch nie. Zu jeder Order kommt eine Fremdkostenposition, und damit landet eine gewöhnliche Aktienorder real bei 6,95 € bis 7,90 €. Dieselbe Order kostet bei Trade Republic 1,00 € (Bestpreis) oder 2,00 € (Direktpreis), bei Scalable Capital ab dem 01.09.2026 1,99 € über gettex und Xetra beziehungsweise unverändert 0,99 € über die European Investor Exchange (im PRIME+-Tarif dort 0 € ab 250 € Ordervolumen) und bei finanzen.net zero, Smartbroker+ und Traders Place ab 500 € Ordervolumen 0 €. Wer bei flatex ausschließlich Sparpläne bespart, zahlt dagegen ebenfalls nichts.

Alle Konditionen am 31.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft; die Konditionen von Scalable Capital wurden an diesem Tag eigens auf den zum 01.09.2026 wirksamen Preisstand nachgeprüft. flatex ist im Feld der hier verglichenen Anbieter der Sonderfall: ein klassischer Direktbroker mit fester Orderprovision, kein Neo-Broker.

5,90 € beworben, 6,95 bis 7,90 € bezahlt: die Fremdkosten pro Handelsplatz

Die 5,90 € sind bei flatex die reine Orderprovision – für Deutschland, für die USA und Kanada und für sonstiges Ausland gleichermaßen, zuzüglich Spreads und Zuwendungen. Diese Provision steht aber nie allein auf der Abrechnung. Je nach Handelsplatz kommt eine Fremdkostenposition hinzu, im Direkthandel als feste Pauschale, an den Börsen als Mindestbetrag mit „ab“ davor. Die folgende Tabelle rechnet beides zusammen:

HandelsplatzFremdkostenOrder gesamt
Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix, Société Générale2,00 € Pauschale7,90 €
Xetraab 1,98 €ab 7,88 €
Frankfurtab 1,08 €ab 6,98 €
Stuttgartab 1,05 €ab 6,95 €
Münchenab 2,69 €ab 8,59 €
Düsseldorfab 2,74 €ab 8,64 €
Berlinab 2,74 €ab 8,64 €
Hamburg / Hannoverab 2,86 €ab 8,76 €

Für die im Alltag üblichen Handelsplätze ergibt das eine Spanne von 6,95 € bis 7,90 € pro Order, an den Regionalbörsen liegt die Summe darüber. Zur Leserichtung: Die 2,00 € im Direkthandel sind fix, die Börsenwerte sind Mindestbeträge, die mit dem Ordervolumen steigen können. Nach unten geht es also nicht, nach oben schon.

Was dieselbe Order bei den anderen Brokern kostet

Interessant wird die Zahl erst im Vergleich. Alle folgenden Preise gelten für eine gewöhnliche Aktienorder, jeweils zuzüglich marktüblicher Spreads:

AnbieterPreis je AktienorderHandelsplatz / Bedingung
flatex6,95 € bis 7,90 €5,90 € Provision plus Fremdkosten
Trade Republic1,00 € / 2,00 €1,00 € Abwicklungskostenpauschale bei der Bestpreis-Order; 2,00 € Direktpreis mit 30 Börsenplätzen inkl. Xetra
Scalable Capital0,99 € / 1,99 € ab 01.09.2026European Investor Exchange 0,99 € (PRIME+: 0 € ab 250 € Ordervolumen); gettex und Xetra ab 01.09.2026 je 1,99 € in beiden Tarifen
finanzen.net zero0 € ab 500 €, darunter 1 €gettex, keine Fremdkostenpauschale
Smartbroker+0 € ab 500 €, 1 € bis 499,99 €gettex
Traders Place0,00 €, 0,95 € unter 500 €gettex und Baader-Direkthandel

Rechnet das auf ein Jahr mit 20 Orders hoch, dann stehen bei flatex 139 € bis 158 € auf der Abrechnung. Bei Trade Republic sind es 20 € über die Bestpreis-Order oder 40 € über den Direktpreis, bei Scalable Capital ab dem 01.09.2026 39,80 € über gettex oder Xetra und 19,80 € über die European Investor Exchange im FREE-Tarif – im PRIME+-Tarif bleiben die EIX-Orders ab 250 € Ordervolumen gebührenfrei, es fallen dann nur die 59,88 € Abogebühr im Jahr an – und bei finanzen.net zero, Smartbroker+ und Traders Place 0 €, solange jede Order über 500 € liegt. Das Verhältnis reicht vom Dreieinhalbfachen bis zu Orders, die gar nichts kosten. Wer wissen will, wie sich die Modelle sonst unterscheiden, findet die Übersicht im Neo-Broker-Vergleich.

Eine Einschränkung gehört dazu: flatex wirbt für Neukunden mit 20 Trades ohne Ordergebühr. Bedingungen gelten – und die externen Kosten fallen auch bei dieser Aktion an. Erlassen wird also die Provision, nicht die Fremdkostenposition, um die es hier geht.

Warum trotzdem Anleger bei flatex bleiben

Der Preisvergleich oben gilt ausschließlich für Einzelorders. Zwei Gründe sprechen dafür, dass jemand diesen Preis bewusst in Kauf nimmt.

Erstens die Sparpläne. Alle ETF- und Fondssparpläne bei flatex kosten 0,00 €, und es sind über 6.000 Stück. Wer nur bespart und nie eine Einzelorder aufgibt, zahlt bei flatex für die Ausführung genau so wenig wie bei Trade Republic oder Scalable Capital – die 5,90 € plus Fremdkosten treffen ihn schlicht nie. Für diese Anlegergruppe ist der teure Ordertarif kein Argument, weil er im Depotalltag nicht vorkommt.

Zweitens die Bankstruktur. Hinter flatex steht die flatexDEGIRO Bank SE, ein deutsches Kreditinstitut und Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Konto- und Depotführung sind kostenlos. Krypto wird mit 0,6 % bei liquiden und 0,7 % bei weniger liquiden Werten abgerechnet. Details dazu stehen im flatex-Test.

Ein Punkt fällt beim Cash-Bestand allerdings gegen flatex aus: Guthabenzinsen weist flatex nicht aus. Trade Republic zahlt 2,25 % p. a. auf Cash, Scalable Capital 2,50 % p. a. auf das Tagesgeld (das Verrechnungskonto liegt dort bei 0 %), Smartbroker+ 2,0 % p. a. bis 100.000 € und Traders Place 2,0 % p. a. ab 5.000 € Einlage. Nur finanzen.net zero verzichtet ebenfalls auf Guthabenzinsen und verweist stattdessen auf Geldmarkt-ETFs.

Die 25-Euro-Mindestsparrate: der eigentliche Wechselgrund für Sparplan-Anleger

Wenn die Sparpläne kostenlos sind, bleibt für Sparplan-Anleger nur ein handfester Unterschied übrig – und der steht nicht bei den Gebühren, sondern bei der Mindestsparrate. Bei flatex beginnt ein Sparplan bei 25 € je Ausführung. Trade Republic, Scalable Capital und finanzen.net zero starten dagegen ab 1 €.

Das entscheidet darüber, wie fein ein Depot aufgeteilt werden kann. Wer 100 € im Monat auf zehn Positionen zu je 10 € verteilen will, kann das bei flatex nicht abbilden: Zehn Positionen brauchen dort mindestens 250 € im Monat. Für Anleger mit kleiner Sparrate oder vielen Einzelpositionen ist das der Punkt, an dem sich ein Wechsel rechnerisch überhaupt erst stellt – nicht der Orderpreis. Wie wir solche Kriterien gewichten, steht unter So testen wir.

Wenn ihr bleibt: den Handelsplatz nach den Fremdkosten wählen

Wer bei flatex bleibt und Einzelorders braucht, hat einen Hebel, den viele liegen lassen: die Wahl des Handelsplatzes. Die 2,00-€-Pauschale im Direkthandel über Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix oder Société Générale ist der teuerste Weg in dieser Tabelle. Stuttgart (ab 1,05 €) und Frankfurt (ab 1,08 €) liegen rund 0,95 € darunter, Xetra mit ab 1,98 € praktisch gleichauf mit der Pauschale.

Bei 20 Orders im Jahr sind das etwa 19 € Unterschied – gemessen an 139 € bis 158 € Gesamtkosten kein Umsturz, aber Geld, das ohne Gegenleistung abfließt. Eine Einschränkung: Der Spread am jeweiligen Handelsplatz gehört zur Rechnung dazu, ein Platz mit niedrigeren Fremdkosten und spürbar schlechterem Kurs kann unter dem Strich teurer sein. Die Fremdkosten sind trotzdem der einzige Teil der Rechnung, den ihr vor dem Absenden exakt kennt.

Fazit: erst prüfen, ob ihr Einzelorders überhaupt braucht

Die entscheidende Frage bei flatex lautet nicht „günstig oder teuer“, sondern: Wie oft gebt ihr eine Einzelorder auf? Wer ausschließlich bespart, zahlt für die Ausführung nichts und stößt nur an die 25-€-Mindestsparrate. Wer regelmäßig einzeln handelt, zahlt pro Order das Dreieinhalb- bis Achtfache dessen, was Trade Republic und die anderen hier verglichenen Anbieter verlangen – und sollte zumindest den Handelsplatz nach Fremdkosten wählen. Alle Anbieter im direkten Gegenüber findet ihr unter Top Neo-Broker.

Risikohinweis: Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen. Verluste bis zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Dieser Beitrag ist ein Kosten- und Konditionenvergleich und keine Anlageberatung; die genannten Preise sind Momentaufnahmen vom 31.08.2026 und können sich ändern.


* Affiliate-Link. Für euch entstehen keine Mehrkosten.

Häufige Fragen

Was kostet eine Aktienorder bei flatex wirklich?

Die beworbene Orderprovision liegt bei 5,90 €, dazu kommt immer eine Fremdkostenposition. Real kostet eine gewöhnliche Aktienorder damit 6,95 € bis 7,90 €, an den Regionalbörsen auch mehr. Spreads und Zuwendungen kommen zusätzlich hinzu.

Warum kommen zu den 5,90 € noch Fremdkosten dazu?

Die Provision ist der Anteil von flatex, die Fremdkosten sind das Entgelt des jeweiligen Handelsplatzes. Im Direkthandel über Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix und Société Générale sind es pauschal 2,00 €, an den Börsen ein Mindestbetrag ab 1,05 €.

Welcher Handelsplatz hat bei flatex die niedrigsten Fremdkosten?

Stuttgart mit ab 1,05 € und Frankfurt mit ab 1,08 € liegen unter der 2,00-€-Pauschale des Direkthandels, Xetra beginnt bei 1,98 €. Bei 20 Orders im Jahr macht die Wahl rund 19 € aus. Der Spread am jeweiligen Platz gehört allerdings zur Gesamtrechnung dazu.

Sind die Sparpläne bei flatex kostenlos?

Ja. Alle ETF- und Fondssparpläne kosten 0,00 €, es sind über 6.000 Stück. Wer ausschließlich bespart, zahlt für die Ausführung nichts – die Orderprovision von 5,90 € fällt dabei nicht an.

Warum ist die Mindestsparrate von 25 € ein Wechselgrund?

flatex startet Sparpläne erst ab 25 € je Ausführung, Trade Republic, Scalable Capital und finanzen.net zero ab 1 €. Wer 100 € im Monat auf zehn Positionen zu je 10 € verteilen will, kann das bei flatex nicht abbilden; dort wären dafür mindestens 250 € nötig.

Zahlt flatex Zinsen auf das Guthaben?

Nein, flatex weist keine Guthabenzinsen aus. Trade Republic zahlt 2,25 % p. a. auf Cash, Scalable Capital 2,50 % p. a. auf das Tagesgeld bei 0 % auf dem Verrechnungskonto, Smartbroker+ 2,0 % p. a. bis 100.000 € und Traders Place 2,0 % p. a. ab 5.000 € Einlage. finanzen.net zero zahlt ebenfalls keine Zinsen.

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