Trade Republic vs Scalable Capital 2026: Gebühren, Zinsen, Handelsplätze

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Inhalt geprüft am 31. August 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

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Trade Republic vs Scalable Capital 2026: Gebühren, Zinsen, Handelsplätze

Die Antwort auf diese Frage hat sich in sieben Wochen verschoben. Trade Republic war der Broker mit einem einzigen Handelsplatz und handelt seit dem 2. Juli 2026 per Bestpreis-Order über ein aggregiertes Orderbuch von 30 Börsen für 1 € Abwicklungspauschale. Scalable Capital bleibt der günstige Broker für Vieltrader, verschiebt diesen Vorteil ab dem 1. September 2026 aber auf einen bestimmten Handelsplatz: Orders über gettex kosten dann 1,99 €, über die European Investor Exchange zahlt PRIME+ weiterhin 0 € ab 250 € Ordervolumen und FREE weiterhin 0,99 €. Wer im Spätsommer 2026 vergleicht, vergleicht zwei Anbieter, die sich beide innerhalb von acht Wochen neu aufgestellt haben. So testen wir.

Einordnung: Trade Republic nennt für sich über 10 Millionen Kundinnen und Kunden aus 18 europäischen Ländern und mehr als 150 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen. Scalable Capital besitzt seit September 2025 eine Vollbanklizenz der EZB und führt Depots und Verrechnungskonten seit Dezember 2025 über die eigene Scalable Capital Bank GmbH.

Stand: 31.08.2026. Alle Konditionen am 31.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft — die Scalable-Capital-Konditionen zum Stichtag 1. September 2026 an diesem Tag noch einmal einzeln nachgeprüft.

Was sich seit Juli 2026 geändert hat

Bis Ende Juni 2026 lief bei Trade Republic praktisch jede Order über die Lang & Schwarz Exchange. Diese Anbindung ist beendet. Seit dem 2. Juli 2026 gibt es zwei Ordermodelle: die Bestpreis-Order, bei der Trade Republic die Liquidität von 30 Börsen — darunter Xetra, Euronext, Nasdaq und NYSE — in einem Orderbuch zusammenführt und dort ausführt, wo der beste Preis steht, für 1 € Abwicklungspauschale je Trade zuzüglich Fremdkosten und Spreads. Alternativ die Direktpreis-Order mit freier Börsenwahl für 2 €, unabhängig von der Ordergröße.

Damit fällt das Argument weg, auf das ältere Vergleichstexte ihre gesamte Empfehlungslogik gestützt haben: dass Scalable Capital mit zwei Handelsplätzen mehr biete als Trade Republic mit einem. In der Breite des Börsenzugangs liegt seitdem Trade Republic vorn. Scalable Capital bewegt sich preislich zugleich in beide Richtungen: gettex wird zum 1. September 2026 teurer, Xetra im selben Zug billiger, und die European Investor Exchange bleibt unverändert. Und ein drittes Verkaufsargument ist für beide entfallen: Payment for Order Flow ist seit dem 1. Juli 2026 EU-weit verboten, „kein PFOF" unterscheidet die Anbieter also nicht mehr.

Trade Republic vs Scalable Capital: die Konditionen im direkten Vergleich

KriteriumTrade RepublicScalable Capital
DepotführungTrade Republic Bank GmbHScalable Capital Bank GmbH (seit 12/2025)
Ordergebühr Normalfall1 € Bestpreis (30 Börsen) oder 2 € Direktpreis mit freier BörsenwahlEIX 0,99 € — unverändert; gettex bis 31.08.2026 0,99 €, ab 01.09.2026 1,99 €; Xetra bis 31.08.2026 3,99 € + Börsengebühr, ab 01.09.2026 1,99 €
Order ab 250 €1 € bzw. 2 €, ordergrößenunabhängigüber die EIX: FREE 0,99 €, PRIME+ 0 € — vor und nach dem 01.09.2026; über gettex und Xetra ab 01.09.2026: 1,99 € in beiden Tarifen
Monatliches AbokeinesFREE 0,00 €/Monat; PRIME+ 4,99 €/Monat (Orders ab 250 € ohne Gebühr, ab 01.09.2026 nur noch über die EIX)
Depotgebühr0 €0 € — PRIME+ ist ein Abo, keine Depotgebühr
Sparplan je Ausführung0 € ab 1 € Sparrate0 € ab 1 € Sparrate, in beiden Tarifen
Handelsplätzeaggregiertes Orderbuch aus 30 Börsen; beim Direktpreis freie Börsenwahlgettex, Xetra, EIX (European Investor Exchange, Hannover) — alle drei auch nach dem 01.09.2026
Guthabenzins2,25 % p. a. auf das Cash-Guthaben2,50 % p. a. auf das separate Scalable Tagesgeld; Verrechnungskonto 0 % p. a.
Einlagensicherunggesetzlich 100.000 € über die Entschädigungseinrichtung deutscher Bankengesetzlich 100.000 € je Bank; mit PRIME+ bis 5 × 100.000 € durch Verteilung

Ordergebühren und der Stichtag 1. September 2026

Bei Trade Republic ist die Rechnung kurz: 1 € pro Bestpreis-Order, 2 € pro Direktpreis-Order, in beiden Fällen unabhängig davon, ob 100 € oder 10.000 € bewegt werden. Die Pauschale ist nicht der Endpreis — Fremdkosten und Spreads kommen hinzu. Wie sich die beiden Modelle im Alltag unterscheiden, steht ausführlich im Trade-Republic-Test.

Bei Scalable Capital hängt der Orderpreis am Handelsplatz — und genau das macht den Stichtag lesbar. Bis einschließlich 31.08.2026 liegen European Investor Exchange und gettex in derselben Preiskategorie: Im FREE-Tarif kostet ein Trade dort 0,99 €, der Kauf von PRIME ETFs (Amundi, iShares, Vanguard, Xtrackers) ab 250 € ist kostenlos; im PRIME+-Tarif für 4,99 € im Monat sind Trades ab 250 € kostenlos, darunter fallen 0,99 € an. Ab dem 1. September 2026 läuft die Sonderkondition für gettex aus: Orders über gettex kosten danach 1,99 € — im FREE-Tarif statt 0,99 €, im PRIME+-Tarif statt 0 € ab 250 €. Die European Investor Exchange bleibt unverändert: FREE zahlt dort weiterhin 0,99 €, PRIME+ weiterhin 0 € ab 250 € Ordervolumen und 0,99 € darunter. In die Gegenrichtung wird Xetra billiger — statt 3,99 € plus Börsengebühr (0,01 %, mindestens 1,50 €) kostet eine Xetra-Order ab dem 1. September 2026 pauschal 1,99 €. Sparplanausführungen bleiben von alldem unberührt und kosten in beiden Tarifen weiterhin 0 € ab 1 € Sparrate.

Ein verbreitetes Missverständnis räumen wir ausdrücklich aus: Scalable Capital sortiert die Preistabellen nach Preiskategorie, nicht nach Handelsplatz. Weil gettex zum 1. September 2026 aus der günstigen Kategorie in die 1,99-€-Kategorie wechselt, ändert sich die Tabellenüberschrift von „European Investor Exchange und gettex" auf „Xetra und gettex" — die EIX steht danach allein in ihrer eigenen Tabelle. Sie fällt nicht weg, und ihr Preis ändert sich nicht; es bleibt bei drei Handelsplätzen. Praktisch heißt das: Wer PRIME+ nutzt und weiter ohne Ordergebühr handeln will, stellt im Orderfenster die EIX statt gettex ein. Das ist eine Umgewöhnung, kein Wegfall — wer gettex aus Gewohnheit stehen lässt, zahlt ab dem 1. September 2026 dagegen 1,99 € statt nichts. Die Details zu beiden Preisständen stehen im Scalable-Capital-Test.

Zinsen: 2,25 % automatisch gegen 2,50 % auf einem zweiten Konto

Trade Republic zahlt 2,25 % p. a. auf das Cash-Guthaben im Depot, ab dem ersten Euro und ohne Umbuchung. Die Zinsen stammen von Partnerbanken und aus Erträgen von Geldmarktfonds; das Cash liegt auf Treuhandsammelkonten bei mehreren Partnerbanken. Scalable Capital zahlt 2,50 % p. a., aber nicht auf dem Depotkonto: Der Zins gilt für das separate Scalable Tagesgeld, ohne Obergrenze, ohne Mindesteinlage, taggenau berechnet und monatlich gutgeschrieben — und für FREE und PRIME+ gleichermaßen. Das Broker-Verrechnungskonto wird mit 0 % p. a. verzinst.

Der Unterschied ist mechanisch, nicht kosmetisch: Bei Trade Republic verzinst sich Geld, das nach einem Verkauf im Depot liegen bleibt, von allein. Bei Scalable Capital muss derselbe Betrag aktiv auf das Tagesgeldkonto umgebucht werden, sonst bringt er null. Auf 10.000 € gerechnet stehen 225 € gegen 250 € Bruttozins im Jahr — vorausgesetzt, die Umbuchung passiert.

Handelsplätze und Einlagensicherung

Scalable Capital bietet gettex, Xetra und seit Dezember 2024 die EIX in Hannover, also drei Handelsplätze statt der beiden, die in älteren Texten stehen — und dabei bleibt es auch nach dem 1. September 2026. Trade Republic stellt dem ein aggregiertes Orderbuch aus 30 Börsen gegenüber, beim Direktpreis wahlweise die freie Börsenwahl. Die frühere Vergleichsachse „mehr Handelsplätze bei Scalable" trägt damit nicht mehr.

Bei der Absicherung dreht sich das Bild wieder. Wertpapiere sind bei beiden Anbietern Sondervermögen und fallen nicht in die Insolvenzmasse. Für Barguthaben gilt bei Trade Republic die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 € über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Scalable Capital verteilt das Guthaben mit PRIME+ auf die eigene Bank und vier Partnerbanken, sodass die gesetzlichen 100.000 € je Institut bis zu fünfmal greifen — in Summe bis 500.000 €. Ohne PRIME+ erfolgt die Verteilung auf Banken mit 100.000 € je Bank oder auf qualifizierte Geldmarktfonds nach OGAW-Schutzstandards. Für sechsstellige Barbestände ist das neben dem Ordervorteil über die EIX das zweite Sachargument für das Abo.

Für welches Nutzungsprofil sich die Antwort ändert

  • Sparplan-Anleger: Hier ändert sich nichts und es gibt keinen Preisunterschied. Beide Anbieter führen Sparpläne ab 1 € Sparrate für 0 € aus, bei Scalable in beiden Tarifen, bei Trade Republic ohne Gebühren des Brokers. Für Trade Republic nennt die Sekundärquelle extraETF rund 2.900 sparplanfähige ETFs (Datenstand 12.08.2026); Scalable Capital veröffentlicht keine belastbare Stückzahl, deshalb geben wir für den Anbieter keine an.
  • Gelegenheitsanleger mit kleinen Orders: Über die EIX kostet eine kleine Order im FREE-Tarif 0,99 € — vor und nach dem 1. September 2026 und damit einen Cent weniger als die Trade-Republic-Bestpreisorder für 1 €. Bei einer 100-€-Order sind das auf beiden Seiten rund 1 % Ordergebühr. Wer dieselbe Order ab dem 1. September 2026 über gettex ausführt, zahlt 1,99 €, also rund 2 %.
  • Vieltrader ab 250 € Ordergröße: PRIME+ trägt sich ab dem sechsten Trade im Monat — 4,99 € geteilt durch 0,99 € ergibt 5,04, fünf Trades kosten im FREE-Tarif nur 4,95 €. Diese Rechnung gilt vor und nach dem 1. September 2026, sie hängt ab dem Stichtag aber am Handelsplatz: 20 Orders ab 250 € über die EIX kosten mit PRIME+ 0 € Ordergebühr plus 4,99 € Abo, im FREE-Tarif 20 × 0,99 € = 19,80 €; bei Trade Republic sind es 20 × 1 € = 20 € im Bestpreis. Dieselben 20 Orders über gettex kosten ab dem 1. September 2026 dagegen 20 × 1,99 € = 39,80 €, mit PRIME+ zuzüglich 4,99 € Abo.
  • Anleger mit viel Cash: 2,25 % ab dem ersten Euro ohne Zutun gegen 2,50 % auf einem separaten Konto, das aktiv befüllt werden muss — während das Verrechnungskonto unverzinst bleibt.
  • Anleger mit hohen Barbeständen: Wer über der gesetzlichen Grenze von 100.000 € liegt, findet die verteilte Einlagensicherung bis 5 × 100.000 € nur bei Scalable Capital mit PRIME+.

Wie sich beide Anbieter gegen den Rest des Marktes einordnen, zeigt unser Neo-Broker-Vergleich.

Steuern: bei beiden Anbietern derselbe Ablauf

Auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen fällt in Deutschland Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % an, zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € bei Einzelveranlagung und 2.000 € bei Zusammenveranlagung — dafür muss ein Freistellungsauftrag im Depot hinterlegt sein, sonst wird die Steuer trotzdem einbehalten. Das gilt auch für die Guthabenzinsen beider Anbieter. Weil die Trade Republic Bank GmbH und die Scalable Capital Bank GmbH deutsche Institute sind, führen beide die Steuer automatisch ab; die Anlage KAP ist anders als bei ausländischen Depotstellen nicht zwingend nötig. Verluste laufen in die Verlustverrechnungstöpfe (allgemein und Aktien). Wer Verluste aus einem Depot mit Gewinnen bei einem anderen Broker verrechnen will, muss bis zum 15. Dezember eine Verlustbescheinigung beantragen. Das ist eine allgemeine Einordnung und keine Steuerberatung.

Fazit: Der Vergleich hat sich verschoben, nicht umgedreht

Bei der Zahl der erreichbaren Börsen liegt Trade Republic seit dem 2. Juli 2026 dort vorn, wo Scalable Capital jahrelang der Referenzpunkt war: 30 Börsen im aggregierten Orderbuch gegen drei Handelsplätze. Beim Orderpreis dreht sich der Vergleich dagegen nicht — er wird ab dem 1. September 2026 nur handelsplatzabhängig. Wer bei Scalable Capital über gettex ordert, zahlt danach 1,99 € und damit mehr als die 1 € Bestpreispauschale bei Trade Republic; wer über die European Investor Exchange ordert, zahlt im FREE-Tarif weiterhin 0,99 € und mit PRIME+ ab 250 € Ordervolumen weiterhin nichts. Dazu behält Scalable Capital zwei Punkte, die Trade Republic nicht bietet — den um 0,25 Prozentpunkte höheren Zins auf einem separaten Tagesgeldkonto und die auf bis zu fünf Institute verteilte Einlagensicherung mit PRIME+. Für Sparplan-Anleger kosten beide Anbieter dasselbe, nämlich nichts. Die wichtigste praktische Folge des Stichtags ist deshalb keine Broker-Entscheidung, sondern eine Einstellung im Orderfenster: gettex ab dem 1. September 2026 nicht aus Gewohnheit stehen lassen.

Risiko- und Transparenzhinweis: Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen; Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für künftige Ergebnisse. Dieser Artikel ist ein Konditionsvergleich und ausdrücklich keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung. Konditionen, Gebühren und Zinssätze können sich jederzeit ändern — Prüfdatum dieses Beitrags: 31.08.2026.


Methodik: Unsere Testmethodik | Über Benchmarkbuddy

Häufige Fragen

Was kostet eine Order bei Trade Republic und bei Scalable Capital?

Trade Republic verlangt 1 € Abwicklungspauschale für die Bestpreis-Order über das aggregierte Orderbuch aus 30 Börsen und 2 € für die Direktpreis-Order mit freier Börsenwahl, jeweils unabhängig von der Ordergröße und zuzüglich Fremdkosten und Spreads. Bei Scalable Capital hängt der Preis am Handelsplatz: Über die European Investor Exchange kostet ein Trade im FREE-Tarif 0,99 € (PRIME ETFs ab 250 € kostenlos) und im PRIME+-Tarif 0 € ab 250 € Ordervolumen — vor und nach dem 01.09.2026 unverändert. Über gettex gelten dieselben Preise bis zum 31.08.2026; ab dem 01.09.2026 kostet eine gettex-Order 1,99 € in beiden Tarifen. Xetra kostet ab dem 01.09.2026 ebenfalls 1,99 € statt bisher 3,99 € plus Börsengebühr. Stand: 31.08.2026.

Was ändert sich bei Scalable Capital am 1. September 2026?

Zum 01.09.2026 läuft ausschließlich die Sonderkondition für gettex aus: Orders über gettex kosten danach 1,99 € statt 0,99 € (FREE) beziehungsweise statt 0 € ab 250 € (PRIME+). Die European Investor Exchange bleibt unverändert — dort zahlt PRIME+ weiterhin nichts ab 250 € Ordervolumen und FREE weiterhin 0,99 €. Xetra wird im selben Zug billiger und kostet statt 3,99 € plus Börsengebühr nur noch 1,99 € pauschal. Kein Handelsplatz fällt weg: EIX, gettex und Xetra bleiben verfügbar. Sparplanausführungen bleiben ab 1 € Sparrate kostenlos.

Wer zahlt mehr Zinsen auf Guthaben, Trade Republic oder Scalable Capital?

Trade Republic zahlt 2,25 % p. a. direkt auf das Cash-Guthaben im Depot, ab dem ersten Euro. Scalable Capital zahlt 2,50 % p. a., allerdings nur auf dem separaten Scalable Tagesgeld (unbegrenzt, keine Mindesteinlage, monatliche Gutschrift, in beiden Tarifen gleich). Das Scalable-Verrechnungskonto wird mit 0 % p. a. verzinst, das Geld muss also aktiv umgebucht werden.

Wie viele Handelsplätze bieten Trade Republic und Scalable Capital?

Trade Republic führt seit dem 02.07.2026 die Liquidität von 30 Börsen in einem aggregierten Orderbuch zusammen (Bestpreis-Order) und erlaubt beim Direktpreis die freie Börsenwahl; die Anbindung an die Lang & Schwarz Exchange ist beendet. Scalable Capital bietet gettex, Xetra und die EIX (European Investor Exchange, Hannover) — auch über den 01.09.2026 hinaus alle drei.

Lohnt sich das PRIME+-Abo für 4,99 € im Vergleich zu Trade Republic noch?

Über die Ordergebühr rechnet sich das Abo ab dem sechsten Trade ab 250 € im Monat (4,99 € geteilt durch 0,99 € ergibt 5,04) — und zwar vor wie nach dem 01.09.2026, sofern die Order über die European Investor Exchange läuft, wo PRIME+ ab 250 € Ordervolumen weiterhin nichts zahlt. Wer stattdessen gettex nutzt, zahlt ab dem 01.09.2026 auch mit PRIME+ 1,99 € pro Order; der Ordervorteil des Abos hängt ab dem Stichtag also an der Wahl des Handelsplatzes. Dazu kommen die auf bis zu 5 × 100.000 € verteilte Einlagensicherung und die Zusatzfunktionen des Tarifs.

Wie sind Depot und Guthaben abgesichert und wer führt die Steuer ab?

Wertpapiere sind bei beiden Anbietern Sondervermögen. Barguthaben sind bei Trade Republic gesetzlich bis 100.000 € über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken gesichert; Scalable Capital verteilt Guthaben mit PRIME+ auf die eigene Bank und vier Partnerbanken, sodass die gesetzliche Sicherung bis zu fünfmal greift. Depotführende Institute sind die Trade Republic Bank GmbH und die Scalable Capital Bank GmbH (seit Dezember 2025, die Baader Bank ist nicht mehr beteiligt). Beide führen die Abgeltungsteuer als deutsche Institute automatisch ab.