Salesforce

Salesforce CRM: dauerhaft kostenlose Suite für bis zu zwei Nutzer:innen, Bezahltarife von 25 € bis 550 € pro Benutzer und Monat, EU Operating Zone und öffentlicher AVV.

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Salesforce ist das funktionsstärkste CRM in diesem Vergleich – und der einzige Anbieter, für den wir eine belegte Marktanteilszahl gefunden haben: 20,0 % laut IDC Worldwide Semiannual Software Tracker (April 2026). Im BuddyScore steht Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10. So testen wir.

Salesforce gilt vielen als Software ausschließlich für Konzerne. Das deutsche Preisraster zeichnet ein anderes Bild: Es beginnt bei 0 € und reicht bis 550 € pro Benutzer und Monat. Wer die Plattform ausprobieren möchte, muss dafür nichts bezahlen – und wer sie voll ausreizt, zahlt mehr als bei jedem anderen Anbieter in unserem Vergleich. Genau diese Spannweite erklärt, warum Salesforce beim Funktionsumfang die volle Punktzahl bekommt und bei Preis und Transparenz nur 6 von 10.

Die Kostenlose Suite: dauerhaft gratis für zwei Nutzer:innen

Was in älteren Vergleichen kursiert – Salesforce habe keine dauerhaft kostenlose Version –, ist falsch. Salesforce beschreibt die Kostenlose Suite wörtlich als „ein CRM, für das keine Zahlungen anfallen, und das für bis zu zwei Nutzer:innen geeignet ist“. Und ausdrücklich: Sie „hat kein Ablaufdatum, solange Sie sich mindestens einmal alle 60 Tage anmelden. Sie umfasst den Zugriff für bis zu zwei Nutzer:innen.“ Das ist kein Testzeitraum, sondern ein Dauertarif mit genau einer Bedingung: regelmäßiger Login.

Die eigentliche Grenze ist damit die Teamgröße. Zwei Nutzer:innen reichen für eine Einzelperson mit Assistenz oder ein Gründerduo, nicht für ein Vertriebsteam. Weitere Mengengrenzen der Kostenlosen Suite – etwa zu Kontakten oder Speicher – nennt Salesforce auf den von uns geprüften Seiten nicht; wir beziffern sie deshalb nicht. Wie sich dieser Einstieg gegen die kostenlosen Tarife der anderen Anbieter schlägt, steht im Vergleich kostenloser CRM-Systeme.

Preise und Tarife: das deutsche Raster

Das Preisraster von Salesforce für Deutschland führt sechs Stufen, alle Angaben in Euro pro Benutzer und Monat:

Kostenlose Suite 0 € · Starter Suite 25 €, wahlweise monatlich oder jährlich abgerechnet · Pro Suite 100 € bei jährlicher Abrechnung · Core 195 € · Advanced 395 € · Max 550 €, diese drei jeweils bei jährlicher Abrechnung. Ob die Beträge netto oder brutto ausgewiesen sind, geht aus den geprüften Seiten nicht hervor – wir tragen die Angabe deshalb nicht nach.

Die Sprünge zwischen den Stufen sind der Grund für den mittelmäßigen Preis-Score. Von der Starter Suite zur Pro Suite vervierfacht sich der Lizenzpreis, von der Starter Suite zu Core ist es fast das Achtfache. Wer über die Starter Suite hinauswächst, trifft also keine graduelle, sondern eine sehr teure Entscheidung. Positiv fällt auf, dass nur die Starter Suite monatlich abgerechnet werden kann; ab der Pro Suite nennt Salesforce ausschließlich Jahrespreise.

Zu den Tarifnamen: Die Bezeichnungen Essentials, Enterprise und Unlimited tauchen im aktuellen deutschen Preisraster nicht mehr auf. Ein offizielles Datum, zu dem diese Editionen aus dem Programm genommen wurden, konnten wir nicht finden – wir sagen deshalb nur, dass sie heute nicht mehr geführt werden, und behaupten kein Einstellungsdatum. Wer in einem älteren Angebot oder Vergleichstext auf eine „Enterprise Edition“ oder eine „Unlimited Edition“ stößt, findet dafür im heutigen Raster keine Entsprechung.

Funktionen, KI und App-Marktplatz

Der heutige Markenname der KI-Linie von Salesforce ist Agentforce. Auf welchem Weg das Produkt zu diesem Namen kam, ist in den offiziellen Quellen nicht dokumentiert; wir verwenden deshalb schlicht die aktuelle Bezeichnung und behaupten keine formelle Umbenennung eines Vorgängerprodukts.

Beim Marktplatz laufen zwei Namen parallel. Salesforce titelt an einer Stelle „Salesforce AppExchange is now AgentExchange“, schreibt auf der Sales-Preisseite „Zugriff auf AgentExchange“ und auf der Free-CRM-Seite für exakt dieselbe Pro Suite „Zugriff auf AppExchange“. Beide Bezeichnungen sind also in Gebrauch, und keine der beiden ist abgeschafft – wer eine der beiden in einer Doku liest, meint denselben Marktplatz. Salesforce beziffert ihn mit „more than 7000 apps and certified consulting organizations“. Wichtig für die Einordnung: In dieser Zahl stecken auch zertifizierte Beratungsfirmen, es ist also keine reine Integrationszahl. Zusammen mit der offenen Plattform trägt das den Höchstwert 10 bei API und Skalierbarkeit – der höchste Wert, den wir in diesem Vergleich vergeben haben. Die Plattform von Salesforce hat damit den größten Marktplatz im Testfeld — wobei Salesforce dort auch zertifizierte Beratungsfirmen mitzählt.

DSGVO, Serverstandort und Vertragspartner

Salesforce betreibt seine Infrastruktur unter dem Namen Hyperforce und stellt dafür keine Zusatzkosten in Rechnung („Es fallen keine zusätzlichen Kosten an…“). Für Kundendaten gibt es eine EU Operating Zone, mit der sich Daten laut Anbieter „strikt innerhalb der EU“ speichern und verarbeiten lassen. Was diese Zone kostet, nennt Salesforce nicht – wir behaupten deshalb weder einen Aufpreis noch Kostenfreiheit.

Klar belegt ist dagegen der Auftragsverarbeitungsvertrag: Das Data Processing Addendum liegt als öffentlich abrufbares PDF vor, ohne vorherigen Vertragsschluss und ohne E-Mail-Anfrage. Das ist in diesem Testfeld keine Selbstverständlichkeit und der Hauptgrund für 8 von 10 Punkten bei DSGVO und Standort. Vertragspartner für Deutschland ist die salesforce.com Germany GmbH, Erika-Mann-Str. 31, 80636 München (HRB 158525, USt-IdNr. DE 245335078).

Bedienbarkeit, Sprache und Support

Die deutsche Oberfläche ist von Salesforce als „fully supported“ ausgewiesen – die Software lässt sich also vollständig auf Deutsch bedienen. Ob es auch deutschsprachigen Support gibt, weisen die von uns geprüften Seiten nicht aus; wir behaupten es deshalb nicht. Ebenso wenig weisen sie mobile Apps oder eine Testphase mit Dauer und Bedingungen aus. In diese Teilnote fließt nur ein, was der Anbieter selbst belegt – deshalb reicht es bei Bedienbarkeit und Sprache trotz vollständig deutscher Oberfläche nur für 6 von 10 Punkten.

Für wen eignet sich Salesforce?

Für ein bis zwei Personen ist Salesforce über die Kostenlose Suite ohne jedes Risiko testbar – das ist der eine Fall, in dem der Anbieter auch für sehr kleine Konstellationen in Frage kommt. Sobald ein drittes Konto gebraucht wird, beginnt die Bezahlwelt bei 25 € pro Benutzer und Monat, und der nächste Funktionssprung kostet 100 €. Wer vor allem einen schlanken Vertriebs-Workflow sucht und keine tiefe Anpassung braucht, findet in unserer Übersicht zum besten CRM für kleine Unternehmen passendere Kandidaten. Seine Stärke spielt Salesforce dort aus, wo Prozesse, Berechtigungen und Schnittstellen individuell gebaut werden müssen und dafür Budget und Administration vorhanden sind.

Platzierung im Vergleich und Fazit

In unserer CRM-Wertung steht Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10. Punktgleich davor liegt Zoho CRM auf Platz 1 mit 7,9 von 10. Diesen Gleichstand lösen wir nach unserer veröffentlichten Methodik über das Preis-Leistungs-Verhältnis auf – dort erreicht Zoho 9 von 10 Punkten, Salesforce 6. Deshalb steht Zoho vorn. Dahinter folgen Pipedrive auf Platz 3 mit 7,6 von 10, HubSpot auf Platz 4 mit 7,4 von 10, CentralStationCRM auf Platz 5 mit 6,9 von 10 und monday CRM auf Platz 6 mit 6,8 von 10. Wie die Teilnoten gewichtet werden, steht in unserer Testmethodik.

Unterm Strich: Salesforce holt in unserer Wertung beim Funktionsumfang die volle Punktzahl, und die Kostenlose Suite macht den ersten Blick darauf gratis. Die Rechnung kippt beim zweiten Schritt – der Sprung von 25 € auf 100 € pro Benutzer und Monat und die reine Jahresabrechnung ab der Pro Suite sind der Preis für die Tiefe der Plattform. Wer diese Tiefe wirklich braucht, bekommt hier das beste Werkzeug; wer sie nicht braucht, zahlt für Funktionen, die nie zum Einsatz kommen. Alle Angaben zuletzt geprüft am 10. September 2026.

Alle Anbieter im Vergleich: CRM Vergleich | Alle CRM-Testberichte

Weitere Testberichte: HubSpot CRM, Pipedrive, Zoho CRM, Monday Sales CRM, CentralStationCRM

Passend dazu: Webhosting und Neo-Broker

Häufige Fragen zu Salesforce

Gibt es Salesforce dauerhaft kostenlos?

Ja. Die Kostenlose Suite von Salesforce ist laut Anbieter „ein CRM, für das keine Zahlungen anfallen, und das für bis zu zwei Nutzer:innen geeignet ist“. Sie hat kein Ablaufdatum, solange man sich mindestens einmal alle 60 Tage anmeldet. Es handelt sich also nicht um eine befristete Testphase, sondern um einen Dauertarif mit Login-Bedingung. Die Grenze von zwei Nutzer:innen gilt fest; weitere Mengengrenzen nennt Salesforce nicht.

Was kostet Salesforce?

Das deutsche Preisraster nennt sechs Stufen, jeweils pro Benutzer und Monat: Kostenlose Suite 0 €, Starter Suite 25 € (monatlich oder jährlich abrechenbar), Pro Suite 100 € bei jährlicher Abrechnung, Core 195 €, Advanced 395 € und Max 550 €, diese drei jeweils bei jährlicher Abrechnung. Ob die Preise netto oder brutto ausgewiesen sind, geht aus den geprüften Seiten nicht hervor.

Heißen die Salesforce-Tarife noch Essentials, Enterprise oder Unlimited?

Nein. Im aktuellen deutschen Preisraster werden weder Essentials noch Enterprise oder Unlimited geführt; die Stufen heißen Kostenlose Suite, Starter Suite, Pro Suite, Core, Advanced und Max. Ein offizielles Datum, zu dem die alten Editionen aus dem Programm genommen wurden, ist nicht belegbar – wir nennen deshalb keines. Preisangaben, die noch auf „Enterprise“ oder „Unlimited“ lauten, stammen aus älteren Rastern und haben im heutigen Preisraster keine Entsprechung.

Für welche Unternehmensgröße eignet sich Salesforce?

Bis zu zwei Nutzer:innen können Salesforce über die Kostenlose Suite dauerhaft gratis nutzen. Ab dem dritten Konto beginnt die Bezahlwelt bei 25 € pro Benutzer und Monat, der nächste Funktionssprung kostet 100 € pro Benutzer und Monat und wird nur jährlich abgerechnet. Der Anbieter passt damit vor allem zu Teams, die Prozesse, Berechtigungen und Schnittstellen individuell bauen wollen und dafür Budget und Administration einplanen.

Wo liegen die Daten und gibt es einen AVV?

Salesforce betreibt seine Infrastruktur als Hyperforce und stellt dafür keine Zusatzkosten in Rechnung. Für Kundendaten gibt es eine EU Operating Zone, mit der sich Daten laut Anbieter „strikt innerhalb der EU“ speichern und verarbeiten lassen; ob sie etwas kostet, nennt Salesforce nicht. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Addendum) ist als PDF öffentlich abrufbar. Vertragspartner für Deutschland ist die salesforce.com Germany GmbH, Erika-Mann-Str. 31, 80636 München.

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