Zoho
Vollwertiges CRM aus dem Zoho-Ökosystem mit 45+ Apps: dauerhaft kostenlos für 3 Benutzer, Bezahltarife von 14 bis 52 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich lokaler Steuern.
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Zoho CRM ist ein vollwertiges Vertriebs-CRM aus einem Ökosystem von 45+ Apps – dauerhaft kostenlos für 3 Benutzer, im Bezahlbereich ab 14 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich lokaler Steuern (Anbieterangabe). In unserem Vergleich belegt Zoho CRM Platz 1 mit 7,9 von 10. So testen wir.
Zoho CRM ist die Einzelanwendung für Vertrieb und Kundenverwaltung im Portfolio der Zoho Corporation Pvt Ltd, gegründet 1996, mit Sitz in Pleasanton, Kalifornien. Für den deutschen Markt tritt die Zoho Corporation GmbH auf, II. Hagen 7, 45127 Essen, eingetragen unter HRB 36774 beim Amtsgericht Essen; EU-Anfragen laufen laut Anbieter über sales@eu.zohocorp.com. Nach Anbieterangabe setzen über 300.000 Unternehmen Zoho CRM ein.
Platz 1 im CRM-Vergleich – und warum
Zoho CRM erreicht Platz 1 mit 7,9 von 10 – und damit denselben Wert wie Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10. Diesen Gleichstand lösen wir nach der veröffentlichten Methodik über das Preis-Leistungs-Verhältnis auf: In der Teilnote „Preis & Transparenz“ steht Zoho bei 9 von 10, Salesforce bei 6 von 10. Deshalb steht Zoho vorn, und nicht wegen eines Rundungszufalls. Die vollständige Reihenfolge: Zoho auf Platz 1 mit 7,9 von 10, Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10, Pipedrive auf Platz 3 mit 7,6 von 10, HubSpot auf Platz 4 mit 7,4 von 10, CentralStationCRM auf Platz 5 mit 6,9 von 10 und monday CRM auf Platz 6 mit 6,8 von 10. Alle sechs Anbieter nebeneinander stehen im CRM-Vergleich.
Der Platz 1 ist dabei kein Freibrief: Zoho gewinnt über Preis und Funktionsbreite, verliert aber deutlich in der Teilnote „DSGVO & Standort“, die mit 5 von 10 die schwächste der fünf Teilnoten von Zoho CRM ist. Wer Datenhaltung in Deutschland und einen abrufbaren Auftragsverarbeitungsvertrag zur Voraussetzung macht, sollte den Datenschutzabschnitt weiter unten zuerst lesen.
Zoho CRM im Überblick
Zwei Dinge werden regelmäßig verwechselt, und der Unterschied kostet Geld. Zoho CRM ist die einzelne Anwendung; ihr Preis wird pro Benutzer und Monat berechnet. Zoho One ist dagegen das Bündel, das laut Anbieter alle 45+ Apps enthält; sein Preis wird pro Mitarbeiter und Monat berechnet – also nicht nur für die Personen, die das CRM tatsächlich benutzen. Wer beide Modelle gegeneinander rechnet, muss deshalb mit unterschiedlichen Bezugsgrößen rechnen. Die offizielle Zahl der gebündelten Anwendungen lautet „45+ Apps inbegriffen“. In älteren Vergleichen und teilweise auch innerhalb einzelner Texte kursieren davon abweichende App-Zahlen; beim Anbieter selbst steht 45+.
Den Einstieg bei Zoho CRM bildet die dauerhaft kostenlose Version. Der Anbieter beschreibt sie wörtlich als „Leads, Deals, Workflows, Berichte und eine mobile App – Ihr komplettes CRM-Starterpaket. Für 3 Benutzer dauerhaft kostenlos.“ Welche weiteren Mengen- und Funktionsgrenzen diese Edition hat, ist den offiziellen Angaben nicht zu entnehmen; wir beziffern sie deshalb nicht. Belegt ist die Nutzerzahl: drei Benutzer, ohne Ablaufdatum.
KI-Funktionen: Zia und die KI-Agenten
Die KI von Zoho wird in Werbetexten gern als ein einziges Merkmal dargestellt. In der Tarifmatrix des Anbieters sind es zwei, und sie liegen in verschiedenen Spalten. Der KI-Vertriebsassistent Zia steht in der Enterprise-Spalte, beschrieben als „KI-Vertriebsassistent – Gewinnen Sie Einblicke, Prognosen und Empfehlungen von Zia“. Die KI-Agenten stehen dagegen bereits in der Professional-Spalte. Die pauschale Aussage „Zia gibt es erst ab Enterprise“ ist damit ebenso ungenau wie die Werbung mit „KI inklusive“ ohne Tarifangabe. Wer konkret die Prognosen und Empfehlungen von Zia sucht, landet bei Enterprise, also bei 40 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung.
Preise und Tarife
Zoho CRM hat vier Bezahltarife plus die kostenlose Version. Bei jährlicher Abrechnung kostet Standard 14 €, Professional 23 €, Enterprise 40 € und Ultimate 52 € – jeweils pro Benutzer und Monat. Bei monatlicher Abrechnung kostet Standard 20 €, Professional 35 €, Enterprise 50 € und Ultimate 65 € pro Benutzer und Monat. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin: „Zusätzlich zu den genannten Preisen werden lokale Steuern (MwSt. usw.) erhoben.“ Die genannten Beträge sind also Nettobeträge im Sinne der Anbieterangabe.
Wer eine Zahl wie „52 €“ ohne Zusatz liest, sollte misstrauisch werden: Ohne Bezugsgröße, Zeitraum und Abrechnungsmodus ist ein CRM-Preis nicht vergleichbar. Bei Ultimate sind es 52 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung – und 65 € pro Benutzer und Monat, wenn monatlich gezahlt wird. Gesamtkostenschätzungen für Einführung, Datenmigration oder externe Beratung nennen wir bewusst nicht: Dafür gibt es keine Anbieterangabe, und jede Faustformel dazu wäre geraten.
Datenschutz und Serverstandort
Hier liegt die Schwachstelle, und sie ist der Grund für die Teilnote 5 von 10. Für EU-Kunden betreibt Zoho die Rechenzentren in Amsterdam als primärem und Dublin als sekundärem Standort. Ein deutsches Rechenzentrum gibt es nicht. Die Region wird bei der Registrierung über die Landesauswahl bestimmt und ist danach nicht beiläufig wechselbar – die Auswahl beim Anlegen des Kontos ist also eine Entscheidung mit Folgen.
Dazu kommt: Ein öffentlich verlinkter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO ist bei Zoho nicht auffindbar. Der Abschluss erfolgt laut Anbieter per E-Mail an legal@zohocorp.com. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber es bedeutet, dass der Vertragstext vor dem Anfragen nicht geprüft werden kann – anders als bei Anbietern, die ihren AVV als Dokument verlinken. Wer in älteren Vergleichen liest, ein EU-Serverstandort mache ein System automatisch DSGVO-konform, sollte das nicht übernehmen: Ein Serverstandort allein entscheidet darüber nicht. Belegt sind der Standort Amsterdam beziehungsweise Dublin und die deutsche Gesellschaft in Essen als Ansprechpartner – mehr nicht.
Bedienung und Sprache
Zoho führt eigene deutschsprachige Produkt- und Preisseiten und unterhält mit der Zoho Corporation GmbH in Essen eine deutsche Gesellschaft. Eine ausdrückliche Anbieterzusage zu deutschsprachigem Support haben wir in den offiziellen Angaben dagegen nicht gefunden – das heißt nicht, dass es ihn nicht gibt, aber wir behaupten ihn nicht. Eine mobile App ist belegt: Sie ist Bestandteil bereits des kostenlosen Starterpakets. Zur Dauer einer Testphase für die Bezahltarife liegt uns keine belastbare Anbieterangabe vor; die vielfach kolportierte Frist lassen wir deshalb weg.
Für wen eignet sich Zoho CRM?
Zoho CRM passt zu preisbewussten kleinen und mittleren Unternehmen, die Funktionsbreite zu niedrigen Lizenzkosten suchen, und zu Teams, die ohnehin weitere Zoho-Anwendungen einsetzen wollen. Der dauerhaft kostenlose Tarif für drei Benutzer macht den Einstieg risikoarm – ein Vergleich der Gratis-Angebote steht im Überblick zu kostenlosen CRM-Systemen, ein Blick auf kleine Teams unter bestes CRM für kleine Unternehmen. Weniger passend ist Zoho für Organisationen, die vertraglich auf ein Rechenzentrum in Deutschland oder auf einen vorab einsehbaren AVV festgelegt sind; dieser Punkt sollte vor der Einführung geklärt sein, nicht danach.
Fazit
Zoho CRM steht auf Platz 1 mit 7,9 von 10 – punktgleich mit Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10, aber vorn, weil die Teilnote „Preis & Transparenz“ mit 9 zu 6 von 10 den Ausschlag gibt. Dafür sprechen ein Einstieg, der für 3 Benutzer dauerhaft nichts kostet, und Bezahltarife von 14 bis 52 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zuzüglich lokaler Steuern. Bezahlt wird das im Datenschutzteil: kein deutsches Rechenzentrum, kein öffentlich verlinkter AVV, Teilnote 5 von 10. Wer damit umgehen kann, bekommt für dieses Geld sehr viel CRM. Wer nicht, sollte trotz Platz 1 weitersuchen.
Alle Anbieter im Vergleich: CRM Vergleich | CRM-Software
Weitere Testberichte: HubSpot CRM, Salesforce, Pipedrive, Monday Sales CRM, CentralStationCRM
Passend dazu: Webhosting und Neo-Broker
Alle Angaben zuletzt geprüft am 10. September 2026.
Häufige Fragen zu Zoho
Was kostet Zoho CRM?
Bei jährlicher Abrechnung kostet Zoho CRM 14 € (Standard), 23 € (Professional), 40 € (Enterprise) und 52 € (Ultimate) pro Benutzer und Monat. Bei monatlicher Abrechnung sind es 20 €, 35 €, 50 € und 65 € pro Benutzer und Monat. Der Anbieter weist darauf hin, dass zusätzlich lokale Steuern (MwSt. usw.) erhoben werden.
Ist Zoho CRM wirklich dauerhaft kostenlos?
Ja, für 3 Benutzer. Der Anbieter beschreibt die Gratis-Version als Starterpaket mit Leads, Deals, Workflows, Berichten und einer mobilen App und nennt sie ausdrücklich dauerhaft kostenlos für 3 Benutzer. Welche weiteren Mengen- oder Funktionsgrenzen dafür gelten, geht aus den offiziellen Angaben nicht hervor – wir beziffern sie deshalb nicht.
Ab welchem Tarif gibt es die KI-Funktionen von Zoho?
Das hängt davon ab, welche KI gemeint ist. Der KI-Vertriebsassistent Zia mit Einblicken, Prognosen und Empfehlungen steht in der Enterprise-Spalte der Tarifmatrix, also ab 40 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. KI-Agenten stehen dagegen bereits in der Professional-Spalte, also ab 23 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung.
Wo speichert Zoho die Daten von EU-Kunden, und gibt es einen AVV?
Für EU-Kunden liegt das primäre Rechenzentrum in Amsterdam, das sekundäre in Dublin. Ein deutsches Rechenzentrum gibt es nicht; die Region wird bei der Registrierung über die Landesauswahl bestimmt. Einen öffentlich verlinkten Auftragsverarbeitungsvertrag stellt Zoho nicht bereit – der Abschluss erfolgt laut Anbieter per E-Mail an legal@zohocorp.com. Beides zusammen ist der Grund für die Teilnote 5 von 10 in der Kategorie DSGVO und Standort.
Warum steht Zoho CRM auf Platz 1, obwohl Salesforce denselben Score hat?
Beide erreichen 7,9 von 10. Unsere veröffentlichte Methodik löst einen Gleichstand über das Preis-Leistungs-Verhältnis auf: In der Teilnote Preis und Transparenz liegt Zoho bei 9 von 10, Salesforce bei 6 von 10. Deshalb steht Zoho auf Platz 1 mit 7,9 von 10 und Salesforce auf Platz 2 mit 7,9 von 10.