Zoho CRM Alternativen 2026: fünf bewertete CRM-Systeme nach Wechselgrund
Transparenz: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kaufst oder registrierst du dich darüber, erhalten wir eine Provision — der Preis für dich bleibt gleich. Wie wir testen und bewerten

Zoho CRM steht in unserem CRM-Vergleich auf Platz 1 mit 7,9 von 10. Wechselgründe gibt es trotzdem: Zoho hat kein deutsches Rechenzentrum, verlinkt keinen öffentlichen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und kommt bei der Bedienbarkeit auf 7 von 10. Die fünf anderen bewerteten Anbieter sind in BuddyScore-Reihenfolge Salesforce (7,9), Pipedrive (7,6), HubSpot (7,5), CentralStationCRM (7,0) und monday CRM (6,8). Welche davon passt, hängt davon ab, was dich an Zoho stört.
Stand: 13. Oktober 2026 – Preise laut den deutschen Anbieterseiten; ob netto oder brutto, steht – soweit angegeben – beim jeweiligen Anbieter dabei.
Wo Zoho CRM schwächer abschneidet
In unserer Bewertung nach der veröffentlichten Methodik erreicht Zoho CRM 9 von 10 Punkten bei Funktionsumfang und bei Preis & Transparenz, 8 bei API & Skalierbarkeit – aber nur 7 bei Bedienbarkeit & Sprache und 5 bei DSGVO & Standort. Aus den beiden schwachen Teilnoten ergeben sich die typischen Wechselgründe:
- Datenstandort: Für EU-Kunden speichert Zoho in Amsterdam (primär) und Dublin (sekundär). Ein deutsches Rechenzentrum gibt es nicht. Die Region wird bei der Registrierung über die Landesauswahl bestimmt.
- AVV: Einen öffentlich verlinkten AVV gibt es bei Zoho nicht; abgeschlossen wird er laut Anbieter per E-Mail an legal@zohocorp.com. Den Vertragstext kannst du also nicht vorab online einsehen; der Weg dorthin führt über diese Adresse.
- Umfang: Zoho CRM gehört zu einem Portfolio von über 45 Apps. Wer nur eine Vertriebspipeline braucht, bekommt mehr Menüs und Einstellungen, als er nutzt.
Zum Datenschutz grundsätzlich: Art. 28 DSGVO verlangt einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, keinen Serverstandort in Deutschland. Verantwortlich für den rechtskonformen Einsatz bleibt dein Unternehmen – das gilt für Zoho genauso wie für jede Alternative unten.
Die fünf bewerteten Alternativen im Überblick
| Anbieter | BuddyScore | Gratis-Tarif | Günstigster Bezahleinstieg | Datenstandort | AVV öffentlich |
|---|---|---|---|---|---|
| Zoho CRM (Ausgangspunkt) | 7,9 | 3 Benutzer | 14 € pro Benutzer/Monat jährlich, 20 € monatlich, zzgl. lokaler Steuern | Amsterdam/Dublin | nein, per E-Mail |
| Salesforce | 7,9 | Kostenlose Suite, 2 Nutzer:innen | Starter Suite 25 € pro Benutzer/Monat | EU Operating Zone verfügbar | ja (Data Processing Addendum) |
| Pipedrive | 7,6 | keiner (14 Tage Test) | Lite 14 € pro Nutzerprofil/Monat jährlich, 24 € monatlich, netto | EU-Region (u. a. Frankfurt), mit Vorbehalt | ja |
| HubSpot | 7,5 | 2 Benutzer, 1.000 Kontakte – gehostet in den USA | Starter 20 € pro Lizenz/Monat | zahlende Kunden u. a. Frankfurt | ja |
| CentralStationCRM | 7,0 | Starter: 3 Nutzer:innen, 200 Kontakte | Team 24 € je Paket/Monat für 3 Nutzer:innen, zzgl. MwSt. | ausschließlich Deutschland | ja (Mustertext) |
| monday CRM | 6,8 | keiner (14 Tage Test) | Basic ab 3 Benutzern: 36 €/Monat jährlich, 54 €/Monat monatlich, zzgl. Steuern | EU-Datenregion, tarifgebunden | ja (Addendum) |
Bei HubSpot haben wir keinen Netto-/Brutto-Hinweis gefunden, Salesforce weist es auf der Preisseite nicht aus. Pipedrive, Zoho, CentralStationCRM und monday nennen ihre Preise ausdrücklich ohne Steuern.
Die Alternativen nach Wechselgrund
Salesforce (7,9/10): wenn du mehr Anpassung und Schnittstellen brauchst
Salesforce liegt punktgleich mit Zoho; Zoho steht nur wegen der Teilnote Preis & Transparenz (9 zu 6) vorn. Bei Funktionsumfang sowie API & Skalierbarkeit vergeben wir Salesforce jeweils 10 von 10, beim Datenschutz 8 von 10: Das Data Processing Addendum ist öffentlich abrufbar, und mit der EU Operating Zone lassen sich Kundendaten laut Anbieter „strikt innerhalb der EU“ speichern und verarbeiten. Was diese Option kostet, nennt Salesforce nicht. Der Einstieg ist günstig – die Kostenlose Suite reicht für bis zu zwei Nutzer:innen, die Starter Suite kostet 25 € pro Benutzer und Monat. Danach springt der Preis auf 100 € (Pro Suite, jährliche Abrechnung). Zum Vergleich: Zoho Enterprise kostet 40 € bei jährlicher Abrechnung. Mit 6 von 10 bei der Bedienbarkeit ist Salesforce keine Lösung, wenn dir Zoho schon zu kompliziert ist.
Pipedrive (7,6/10): wenn du ein schlankes Vertriebs-CRM mit EU-Zuordnung willst
Pipedrive ist auf den Vertrieb zugeschnitten – Deals liegen als Karten in einer Pipeline. Das bringt 8 von 10 bei der Bedienbarkeit und 7 beim Funktionsumfang. Beim Datenschutz (8 von 10) punktet Pipedrive mit einer offenen Liste seiner Rechenzentren: EU-Kunden werden der EU-Region zugeordnet (Frankfurt, Dublin), der Anbieter behält sich aber vor, Firmenkonten in anderen Rechenzentren zu hosten. Der AVV ist öffentlich und sieht eine Übermittlung in die USA vor. Einen Gratis-Tarif gibt es nicht. Lite kostet 14 € pro Nutzerprofil und Monat bei jährlicher bzw. 24 € bei monatlicher Abrechnung, netto. Beachte: E-Mail-Synchronisierung und Automationen gibt es erst ab Growth für 39 € (jährlich) bzw. 49 € (monatlich).
HubSpot (7,5/10): wenn dir Bedienung und Marketing im selben System wichtig sind
HubSpot erreicht 9 von 10 beim Funktionsumfang und 8 bei der Bedienbarkeit, aber nur 5 bei Preis & Transparenz. Die kostenlose Version gilt für bis zu 2 Benutzer und 1.000 Kontakte; reine Gratis-Accounts werden in den USA gehostet, das Rechenzentrum in Frankfurt steht nur zahlenden Kunden offen. Nach Nutzerzahl ist Zohos Gratis-Version mit drei Benutzern also großzügiger. Die Preisseite zeigt eine gemeinsame Staffel für Vertrieb, Marketing und Service: Starter 20 € pro Lizenz und Monat (bis 10 Benutzer), Professional 100 € monatlich bzw. 90 € bei jährlicher Abrechnung, Enterprise 175 €. Für Professional und Enterprise ist ein Onboarding Pflicht – laut HubSpot-Produktkatalog für den Sales Hub 1.470 € (Professional) bzw. 3.420 € (Enterprise) einmalig. Workflows gibt es erst ab Professional. Den direkten Vergleich zeigt Zoho vs. HubSpot.
CentralStationCRM (7,0/10): wenn die Daten in Deutschland liegen sollen
CentralStationCRM sagt eine Speicherung der Kundendaten ausschließlich in Deutschland zu. Als Unterauftragnehmer nennt die AVV-Anlage 3 die Core-Backbone GmbH, die Hetzner Online GmbH und die Telekom Deutschland GmbH, einige davon nur für Backups. Der AVV-Mustertext ist unter centralstationcrm.de/avv öffentlich einsehbar, abgeschlossen wird er im Account. Mit 9 von 10 hat CentralStationCRM die höchste Bedienbarkeits-Note unter den sechs Anbietern, mit 5 beim Funktionsumfang und 4 bei API & Skalierbarkeit aber deutlich weniger Tiefe als Zoho. Abgerechnet wird je Paket, nicht je Nutzer: Starter ist kostenlos (3 Nutzer:innen, 200 Kontakte, 100 MB), Team kostet 24 € im Monat (3 Nutzer:innen, 3.000 Kontakte), Small Office 75 € (10 Nutzer:innen), jeweils zzgl. MwSt. Eine Stufe zwischen 3 und 10 Nutzer:innen gibt es nicht.
monday CRM (6,8/10): wenn dein Team mit Boards arbeiten will
monday CRM kommt auf 8 von 10 bei Funktionsumfang und Bedienbarkeit, aber nur auf 5 bei Preis & Transparenz. Grund: Gebucht werden mindestens drei Benutzer, der kleinste Preis liegt deshalb bei 36 € im Monat (3 × 12 €, jährlich) bzw. 54 € (3 × 18 €, monatlich), zzgl. Steuern. Einen Gratis-Tarif gibt es nicht. Im Basic-Paket fehlen Automatisierungen, und es gilt eine Grenze von 1.000 aktiven Kontakten und Deals; Automatisierungen beginnen mit Standard (250 pro Monat). Die EU-Datenregion wird automatisch nach dem Standort der Person gesetzt, die den Account eröffnet, und ist an bestimmte Tarife gebunden. Das Datenschutz-Addendum ist öffentlich.
Weitere Optionen ohne Bewertung
Wenn dir Zoho CRM schlicht zu groß ist, lohnt ein Blick ins eigene Haus: Zoho bewirbt auf der Zoho-CRM-Preisseite Bigin als „Einfaches CRM für kleine Unternehmen“. Außerhalb der sechs bewerteten Anbieter führt etwa Bitrix24 auf seiner deutschen Preisseite einen Tarif „Free“; die Angaben zur Nutzerzahl widersprechen sich dort, deshalb nennen wir keine. Für beide vergeben wir keinen BuddyScore und nennen keine Preise.
Entscheidungshilfe: Welcher Wechselgrund führt wohin?
- Daten sollen in Deutschland liegen: CentralStationCRM – mit dem kleinsten Funktionsumfang der sechs.
- Öffentlicher AVV und EU-Region, Fokus Vertrieb: Pipedrive – ohne Gratis-Tarif, nur 14 Tage Test.
- Mehr Anpassung und Schnittstellen: Salesforce – mit einem großen Preissprung nach der Starter Suite.
- Einfachere Bedienung und Marketing im selben System: HubSpot – Gratis-Accounts liegen in den USA, ab Professional kommt das Pflicht-Onboarding dazu.
- Visuelle Boards für ein Team ab drei Personen: monday CRM.
Geht es dir eigentlich ums Geld, bleib lieber bei Zoho und prüfe die passende Edition: Alle Preise mit Rechenbeispielen stehen in Zoho CRM Kosten, die vollständige Bewertung im Zoho-CRM-Testbericht.
Fazit
Zoho CRM verbindet in unserer Wertung die höchste Preis-Teilnote der sechs Anbieter mit einem Funktionsumfang von 9 von 10 – hat aber zwei klare Schwachstellen: den Datenstandort ohne deutsches Rechenzentrum und den AVV, den es nur auf Anfrage gibt. Wer genau daran scheitert, findet bei CentralStationCRM, Pipedrive oder Salesforce einen öffentlichen AVV und eine EU- oder Deutschland-Lösung, zahlt aber je nach Anbieter mit weniger Funktionen, ohne Gratis-Tarif oder mit höheren Preisen ab der zweiten Stufe. HubSpot und monday CRM sind vor allem Alternativen für Bedienung und Arbeitsweise.
* Affiliate-Link: Wir erhalten eine Provision, wenn du darüber bestellst. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Was ist die beste Alternative zu Zoho CRM?
Das hängt vom Wechselgrund ab. In unserer Wertung folgen auf Zoho CRM (7,9 von 10) Salesforce (7,9), Pipedrive (7,6), HubSpot (7,5), CentralStationCRM (7,0) und monday CRM (6,8). Für Datenhaltung in Deutschland passt CentralStationCRM, für ein schlankes Vertriebs-CRM mit öffentlichem AVV Pipedrive, für mehr Anpassung Salesforce.
Welche Zoho-Alternative speichert Daten in Deutschland?
CentralStationCRM sagt eine Speicherung der Kundendaten ausschließlich in Deutschland zu. Pipedrive und HubSpot führen Frankfurt unter ihren Rechenzentren – Pipedrive mit dem Vorbehalt, Firmenkonten auch anders zuordnen zu können, HubSpot nur für zahlende Kunden. Zoho selbst speichert EU-Daten in Amsterdam und Dublin.
Gibt es eine kostenlose Alternative zu Zoho CRM?
Ja. Salesforce bietet die Kostenlose Suite für bis zu zwei Nutzer:innen, HubSpot eine kostenlose Version für bis zu 2 Benutzer und 1.000 Kontakte (gehostet in den USA), CentralStationCRM das Starter-Paket für 3 Nutzer:innen und 200 Kontakte. Pipedrive und monday CRM haben keinen Gratis-Tarif, nur eine 14-tägige Testphase. Zoho CRM selbst ist für 3 Benutzer dauerhaft kostenlos.
Ist eine der Alternativen günstiger als Zoho CRM?
Zoho Standard kostet 14 € pro Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. lokaler Steuern. Pipedrive Lite kostet ebenfalls 14 € (jährlich, netto), E-Mail-Sync und Automationen gibt es dort aber erst ab Growth für 39 €. CentralStationCRM Team kostet 24 € im Monat für drei Nutzer:innen, rechnerisch 8 € pro Kopf. HubSpot Starter (20 €) und die Salesforce Starter Suite (25 €) liegen darüber. monday CRM kostet rechnerisch 12 € pro Kopf, ist aber erst ab drei Benutzern buchbar (36 € im Monat, jährlich) und hat in Basic keine Automatisierungen.
Welche Alternative hat einen öffentlichen AVV?
Salesforce (Data Processing Addendum), Pipedrive, HubSpot (Teil der Customer Terms), monday CRM (Addendum) und CentralStationCRM (Mustertext unter centralstationcrm.de/avv, Abschluss im Account). Zoho verlinkt keinen öffentlichen AVV; dort läuft der Abschluss per E-Mail an legal@zohocorp.com.
Welche Alternative ist einfacher zu bedienen als Zoho CRM?
In unserer Teilnote Bedienbarkeit & Sprache liegt CentralStationCRM mit 9 von 10 vorn, Pipedrive, HubSpot und monday CRM erreichen 8, Zoho CRM 7 und Salesforce 6. Wer Zoho wegen der Bedienung verlassen will, sollte Salesforce also nicht als Ziel wählen.



