Rise of Cultures

Rise of Cultures im ausführlichen Test: Gameplay, Zeitalter, Weltwunder, Edelsteine und Season Pass. Lohnt sich das Aufbauspiel von InnoGames?

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Rise of Cultures im Test: Von der Steinzeit bis zur Spätgotik – das Aufbauspiel von InnoGames

1. Die Einleitung

1.1 Der „Hook“: Worum es in Rise of Cultures geht

Du beginnst mit ein paar Hütten in der Steinzeit und führst dieselbe Hauptstadt Epoche für Epoche weiter — bis in die Spätgotik um 1300 n. Chr., das derzeit letzte Zeitalter. Genau das ist die Prämisse von Rise of Cultures, einem Aufbau-Strategiespiel von InnoGames, den Machern von Forge of Empires. Eine Neuzeit oder Moderne gibt es nicht: InnoGames hat die Spätgotik Anfang 2026 veröffentlicht, das nächste Zeitalter war im offiziellen Entwicklerblog vom 21. April 2026 noch in Planung. Wir haben diesen Test am 23. August 2026 geprüft und alle Angaben gegen die offizielle Support-Datenbank, den Entwicklerblog und die App-Stores abgeglichen.

1.2 Quick-Facts und Überblick

EntwicklerInnoGames GmbH (Hamburg)
GenreAufbau-Strategie mit Kampagnenkarte
PlattformeniOS, Android, Browser (eu-play.riseofcultures.com)
Release25.01.2022 weltweit (Soft Launch bereits 2021)
Downloads5 Mio.+ im Google Play Store
Aktueller StandApp-Store-Version 1.139.5 (Update ca. 20.08.2026)
MonetarisierungFree-to-Play mit In-App-Käufen
PremiumwährungEdelsteine (englisch Gems)

2. Das Fundament – Gameplay, Mechaniken und die Lernkurve

2.1 Der Kern der Spielmechanik

Rise of Cultures kennt genau sieben Bausteine: Wohnhäuser, Farmen, Werkstätten, Kasernen, Kulturstätten, Weltwunder und das Rathaus. Wohnhäuser produzieren Münzen automatisch, Farmen dagegen nicht — dort startest du jede Produktion manuell und bindest dafür Arbeiter. Werkstätten liefern Güter, Blaupausen brauchst du für Weltwunder, und Edelsteine sind die Premiumressource. Kulturstätten sind der Dreh- und Angelpunkt der Stadtplanung: Sie produzieren selbst nichts, sondern geben einen Kulturwert an die Gebäude in ihrem Umkreis ab. Farmen in Reichweite liefern mehr Nahrung, Wohnhäuser mehr Münzen, Kasernen bilden schneller aus. Die Reichweite hängt vom Typ ab — kleine und kompakte Stätten wirken ein Feld weit, moderate und luxuriöse zwei, große drei. Eine stadtweite Zufriedenheits-Statistik gibt es nicht, es zählt allein die Platzierung.

2.2 Die Progression und Langzeitmotivation

Der Fortschritt läuft über den Forschungsbaum des jeweiligen Zeitalters. Freischaltungen kosten in erster Linie Forschungspunkte, dazu Münzen, Nahrung und Güter. Die Technologien bauen aufeinander auf — laut Support kannst du sie nicht frei überspringen. Platz ist die zweite harte Währung: Stadterweiterungen bekommst du fast ausschließlich über die Kampagnenkarte, und dort kommst du nur durch Kämpfe weiter. Wer also gar nicht kämpfen will, stößt beim Bauplatz früh an eine Grenze. Die Langzeitmotivation entsteht aus drei Quellen:

  1. Der Zeitalter-Kette, die im Frühjahr 2026 zuletzt um die Spätgotik verlängert wurde
  2. Weltwundern, die sich über Blaupausen und Relikte dauerhaft ausbauen lassen
  3. Events und dem Allianzsystem, die beide unabhängig vom Forschungsstand laufen

2.3 Die Lernkurve: Einstieg und Komplexität

Der Einstieg ist bewusst niedrigschwellig: Ein geführtes Tutorial nimmt dich durch die ersten Gebäude, die Oberfläche ist auf Touch ausgelegt und funktioniert im Browser genauso. Anspruchsvoll wird es erst, wenn Kulturstätten-Radien, Arbeiterauslastung und Weltwunder-Synergien zusammenspielen müssen. Wie du die ersten Tage sinnvoll aufbaust, steht ausführlich in unserem Rise of Cultures Anfänger-Guide.

3. Schlüsselelemente und Alleinstellungsmerkmale

3.1 Kulturen und Zeitalter

Die Heimatkulturen sind das Levelsystem deiner Hauptstadt, keine Auswahl. Du durchläufst sie in fester Reihenfolge von der Steinzeit über die Bronzezeit, die Minoische Ära, das Klassische Griechenland, Frühes Rom und das Römische Reich bis zu Byzanz, Franken, Feudalzeit, Iberischer Ära, Königreich Sizilien, Hochmittelalter, Frühgotik und Spätgotik — laut Spieler-Wiki 14 Zeitalter, wobei die Spätgotik offiziell bestätigt ist. Jedes Zeitalter bringt eigenen Forschungsbaum, eigene Questreihe, eigene Kampagnenkarte und ein neues Baustil-Set. Daneben stehen die verbündeten Kulturen — Ägypten, China, das Maya-Reich, das Wikinger-Königreich und Arabien —, die du über die Kampagne freischaltest und als eigene Siedlungen ausbaust. Neu sind die Handelskulturen: Die erste ist das Osmanische Reich, das statt einer Siedlung einen Hafen in deiner Hauptstadt bekommt, dazu Seekarte und Kulturschiff. Die vollständige Reihenfolge findest du in unserer Zeitalter-Übersicht.

3.2 Weltwunder und ihre Synergien

Weltwunder sind das strategisch interessanteste System des Spiels — und anders als oft behauptet ist nicht nur eines gleichzeitig aktiv. Das gesamte Bonusgefüge setzt mehrere aktive Wunder voraus: InnoGames rechnet im Support selbst vor, dass ein Synergiebonus von vier Prozent Schaden pro aktivem Wunder der Klasse „Statue“ bei vier Statuen auf 16 Prozent anwächst. Die Wunder verteilen sich auf Klassen wie Nature, Palace, Temple, Fortress, Statue und Arena; nach Community-Daten stehen acht Slots zur Verfügung, vier in der Hauptstadt und vier in den verbündeten Kulturen. Grundvoraussetzung sind Blaupausen, die es aus Quests und aus Beiträgen zu den Wundern anderer Spieler gibt. Welche Wunder sich zuerst lohnen, ordnet unser Ratgeber zu den besten Gebäuden und Wundern ein.

3.3 Das Kampfsystem

Gekämpft wird nicht rundenbasiert. Du ziehst deine Bataillone vor Beginn auf ein Raster auf deiner Seite des Schlachtfelds — danach greifen beide Armeen automatisch an. Steuern kannst du während des Gefechts nur noch die Fähigkeiten deiner Kommandanten, und der offizielle Rat dazu ist eindeutig: Fähigkeiten einsetzen, sobald sie verfügbar sind. Die Taktik steckt entsprechend in der Aufstellung. Fernkämpfer gehören hinter die Nahkämpfer, Kavallerie überspringt die erste Infanteriereihe und geht direkt auf die Schützen los, und Hindernisse wie Palisaden lassen sich als Deckung nutzen. Höhenvorteile oder Geländeboni im klassischen Sinn gibt es nicht. Details zu Einheitentypen und Kontern stehen im Kampf- und Einheiten-Guide.

4. Das soziale Geflecht: Allianzen, PvP und Events

4.1 Das Allianz-System

Allianzen sind mehr als eine Chatliste: Sie haben eine eigene Allianzstadt mit vier Quartieren — Main, Residential, Production und Explorers — plus einen eigenen Forschungsbaum. Mitglieder füllen Kisten mit Allianzgütern und Allianz-Forschungspunkten und leisten stundenweise Bauarbeit an der Allianzstadt. Das Residential Quarter hebt die Mitgliederzahl schrittweise auf bis zu 30 an. Was Allianzen nicht können: Bauzeiten in deiner eigenen Stadt verkürzen. Die Hilfe fließt in die gemeinsame Stadt, nicht in die private.

4.2 Player Encounters: das optionale PvP

Seit der Einführung der Player Encounters hat Rise of Cultures ein echtes kompetitives Endgame. Freigeschaltet wird das Feature über die Technologie „Arenas“ in der Minoischen Ära. Eine Saison läuft sechs Tage, es gibt ein Ligen-Ranking, und verteidigt wird mit einer voreingestellten Armee — du musst also nicht online sein, wenn dich jemand angreift. Pflicht ist das Ganze nicht: Wer nur bauen will, kann Player Encounters ignorieren.

4.3 Regelmäßige Events

Events sind fest getaktet. Nach Community-Daten laufen rund zwölf bis dreizehn pro Jahr in einem wiederkehrenden Jahreszyklus, dazu kommen Sonderevents. Offiziell nennt InnoGames drei Mechaniken: Truhen-Events, Merge-Events und Board-Events. Das Board-Event rund um Polynesien wurde 2026 eingestellt, im Juni 2026 kam erstmals ein Japan-Event mit Truhen-Mechanik. Belohnt werden vor allem Evolving Buildings — im April 2026 zählte der Entwicklerblog 39 davon im Spiel. Wie du Event-Währungen sinnvoll einsetzt, steht in unserem Event-Guide.

5. Die Monetarisierung

5.1 Das Free-to-Play-Modell

Rise of Cultures ist vollständig kostenlos spielbar, inklusive aller Zeitalter. Bezahlt wird für Tempo und für Kosmetik, nicht für Zugang. Eine kostenlose Nebenquelle sind die Incidents: Sie erscheinen rund um die Stadt, kosten je nach Typ ein bis fünf Arbeiter, sind etwa eine Stunde lang verfügbar und in 30 Sekunden bis drei Minuten erledigt. Sie liefern Münzen, Nahrung, Forschungspunkte, Puzzle-Truhen, Zahnräder und Relikte. Edelsteine fallen dort nach Community-Daten nur sehr selten an.

5.2 Edelsteine, Season Pass und Edelsteintresor

Die Premiumwährung heißt Edelsteine, englisch Gems — häufig werden sie in älteren Guides fälschlich Diamanten genannt, im Spiel selbst findest du diesen Begriff nicht. Verkauft werden sie im App Store in Paketen von 200, 550, 1.150 und 2.400 Edelsteinen. Wie du sie ohne Echtgeld sammelst, zeigt unser Ratgeber zu Edelsteinen kostenlos. Das zweite Angebot ist der Season Pass — nicht „Premium-Pass“, wie er oft genannt wird. Er läuft rund einen Monat über 25 Checkpoints; das Free Ticket ist kostenlos, das Gold Ticket kostenpflichtig (im App Store 9,99 US-Dollar) und gilt rückwirkend, du kannst es also nachkaufen. Belohnt werden Evolution-Tokens, Auswahl-Kits, Anpassungen sowie die exklusiven Gebäude „Great Garden“ und „Commander Tower“. Zusätzliche Bauplätze oder eine generell beschleunigte Ressourcenproduktion bringt der Pass ausdrücklich nicht. Dazu kommt der Edelsteintresor: ein Rabattsystem, das ausgegebene Forschungspunkte in vergünstigte Edelsteinkäufe umwandelt.

6. Was es in Rise of Cultures nicht gibt

Rund um das Spiel kursieren hartnäckig Features aus anderen Aufbauspielen. Drei davon suchst du im Spiel vergeblich:

  • Keine Volkswahl: Du kannst dich nicht zu Spielbeginn für Ägypter, Griechen oder Römer entscheiden. Die Heimatkulturen sind das lineare Levelsystem deiner Hauptstadt, verbündete Kulturen und Handelskulturen schaltest du im Spielverlauf über die Kampagnenkarte frei.
  • Kein Japan als Kultur: InnoGames stellte im April 2026 ausdrücklich klar, Japan bislang weder in Events noch im Zeitalter-Verlauf eingebaut zu haben. Im Juni 2026 kam Japan erstmals — als Event-Thema, nicht als spielbare Kultur.
  • Keine Diamanten: Die Premiumwährung heißt Edelsteine. „Diamanten“ ist die Währung anderer InnoGames-Titel und wurde jahrelang falsch übernommen.
  • Keine Straßen und keine Zufriedenheit: Gebäude müssen nicht ans Straßennetz angebunden werden, und eine stadtweite Zufriedenheitsstatistik existiert nicht — Kulturstätten wirken über einen Radius.

7. Profi-Tipps für den Start

  1. Kulturstätten zuletzt setzen: Erst Wohnhäuser, Farmen und Kasernen platzieren, dann die Kulturstätte so, dass möglichst viele Gebäude in ihrem Radius liegen.
  2. Arbeiter im Blick behalten: Farmen und Incidents greifen auf denselben Arbeiterpool zu — wer alle Farmen gleichzeitig startet, verpasst die kurzlebigen Incidents.
  3. Früh einer Allianz beitreten: Der Allianz-Forschungsbaum und die Blaupausen aus Wunder-Beiträgen sind der schnellste kostenlose Fortschrittshebel.
  4. Kommandanten-Fähigkeiten sofort zünden: Der offizielle Support empfiehlt ausdrücklich, sie einzusetzen, sobald sie bereitstehen — Aufsparen bringt nichts.

8. Fazit und Bewertung

8.1 Zusammenfassende Pro- und Kontra-Liste

👍 Pro👎 Kontra
Alle Zeitalter ohne Echtgeld erreichbar, Käufe wirken auf Tempo und KosmetikStadterweiterungen gibt es fast nur über die Kampagnenkarte — ohne Kämpfe stockt der Ausbau
Weltwunder-Synergien belohnen echte Planung, mehrere Wunder wirken gleichzeitigKein Straßen- oder Zufriedenheitssystem: Stadtplanung reduziert sich auf Radien
Auf iOS, Android und im Browser spielbar, aktiv aktualisiert (Version 1.139.5, August 2026)Zeitalter enden derzeit in der Spätgotik; das nächste war im April 2026 erst in Planung
PvP über Player Encounters vorhanden, aber vollständig optionalKampf läuft nach der Aufstellung automatisch ab — wenig Eingriff im Gefecht

8.2 Für wen lohnt sich Rise of Cultures?

Rise of Cultures passt zu Aufbauspielern und Geschichtsfans, die eine Stadt über Monate hinweg wachsen sehen wollen und sich an einer festgelegten Zeitalter-Route nicht stören. Wer Optimierungsspielraum sucht, findet ihn in den Kulturstätten-Radien und den Weltwunder-Klassen. Wer dagegen freie Stadtplanung, taktische Rundenkämpfe oder ein offenes PvP-Kriegsspiel erwartet, ist bei anderen Titeln besser aufgehoben — wie sich das Spiel gegen den älteren Konzernbruder schlägt, zeigt unser Vergleich Forge of Empires vs. Rise of Cultures. Wichtig zu wissen: Ganz ohne Kämpfe kommst du nicht aus, weil die Bauplätze auf der Kampagnenkarte liegen.

Unsere Bewertung: 8,5 / 10

Ratgeber & Tipps zu Rise of Cultures

Häufige Fragen zu Rise of Cultures

Ist Rise of Cultures kostenlos?

Ja, Rise of Cultures ist ein Free-to-Play-Aufbauspiel und lässt sich vollständig ohne Echtgeld spielen. Optional gibt es Edelsteine als Premiumwährung und den Season Pass mit kostenpflichtigem Gold Ticket. Beides beschleunigt den Fortschritt und liefert exklusive Gebäude, schaltet aber keine zusätzlichen Bauplätze frei.

Auf welchen Plattformen kann ich Rise of Cultures spielen?

InnoGames nennt auf der offiziellen Spielseite iOS, Android und Browser. Der Browser-Client läuft unter eu-play.riseofcultures.com und war bei unserer Prüfung am 23. August 2026 erreichbar. Die App wird aktiv gepflegt: Im App Store stand zuletzt Version 1.139.5 mit einem Update um den 20. August 2026, im Google Play Store ein Update vom 3. Juli 2026.

Kann ich in Rise of Cultures mein Volk auswählen?

Nein, eine Wahl zwischen Ägyptern, Griechen oder Römern gibt es nicht. Die Heimatkulturen sind das lineare Levelsystem deiner Hauptstadt und werden in fester Reihenfolge durchlaufen. Verbündete Kulturen wie Ägypten, China, das Maya-Reich, das Wikinger-Königreich und Arabien sowie die Handelskultur Osmanisches Reich schaltest du im Spielverlauf über die Kampagnenkarte frei.

Heißt die Premiumwährung Diamanten oder Edelsteine?

Sie heißt Edelsteine, englisch Gems — so steht es auch in der deutschen Support-Datenbank von InnoGames, etwa beim Edelsteintresor. „Diamanten“ stammt aus anderen InnoGames-Titeln und wird in älteren Guides fälschlich für Rise of Cultures verwendet. Im App Store werden Pakete mit 200, 550, 1.150 und 2.400 Edelsteinen verkauft.

Wie läuft das Kampfsystem in Rise of Cultures ab?

Du stellst deine Bataillone vor dem Kampf auf einem Raster auf deiner Seite des Schlachtfelds auf, danach greifen beide Armeen automatisch an. Es gibt weder Runden noch ein Hexfeld; eingreifen kannst du im Gefecht nur über Kommandanten-Fähigkeiten, die der Support ausdrücklich sofort einzusetzen empfiehlt. Wichtig für die Aufstellung: Fernkämpfer hinter die Nahkämpfer, und Kavallerie überspringt die erste Infanteriereihe.

Bis zu welchem Zeitalter kann ich derzeit spielen?

Das aktuell letzte Zeitalter ist die Spätgotik um 1300 n. Chr., die InnoGames Anfang 2026 veröffentlicht hat. Eine Neuzeit oder Moderne gibt es nicht. Im Entwicklerblog vom 21. April 2026 war das nächste Zeitalter erst in Planung, mit einem Beta-Ziel Ende Juli oder Anfang August.

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