Für eure Kinder fürs Alter vorsorgen – und das schon ab der Geburt? Mit einem Junior Depot könnt ihr frühzeitig Vermögen für euren Nachwuchs aufbauen. Doch nicht jeder Broker bietet ein Kinderdepot an, und die Unterschiede bei Kosten, ETF-Auswahl und steuerlichen Vorteilen sind groß. Wir zeigen euch die besten Optionen 2026.
Was ist ein Junior Depot?
Ein Junior Depot (auch Kinderdepot oder Minderjährigendepot) ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen eures Kindes eröffnet wird. Die Eltern oder Erziehungsberechtigten verwalten das Depot bis zur Volljährigkeit – danach geht die Verfügungsgewalt an das Kind über. Das Geld gehört rechtlich von Anfang an dem Kind.
Junior Depot Vergleich: Die besten Anbieter 2026
| Anbieter | Junior Depot | Depotgebühren | Kostenlose Sparpläne | Mindestsparrate |
|---|---|---|---|---|
| ING | ✅ Ja | 0 € | 1.100+ ETFs | 1 € |
| Consorsbank | ✅ Ja | 0 € | 600+ ETFs | 10 € |
| comdirect | ✅ Ja | 0 € (3 Jahre) | 900+ ETFs | 1 € |
| DKB | ✅ Ja | 0 € | 400+ ETFs | 25 € |
| Trade Republic | ❌ Nein | — | — | — |
| Scalable Capital | ❌ Nein | — | — | — |
Wichtig zu wissen: Die meisten Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker+) bieten Stand 2026 kein Junior Depot an. Für ein Kinderdepot müsst ihr auf Direktbanken wie ING, Consorsbank oder comdirect ausweichen.
Unsere Top-Empfehlung: ING Junior Depot
Das ING Junior Depot überzeugt mit der besten Kombination aus Kosten und Auswahl: Keine Depotgebühren, über 1.100 kostenlose ETF-Sparpläne und eine Mindestsparrate von nur 1 €. Die Eröffnung dauert ca. 10 Minuten online – ihr braucht die Geburtsurkunde und Steuer-IDs beider Eltern und des Kindes.
Steuerliche Vorteile beim Junior Depot
Euer Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 € und zusätzlich den steuerlichen Grundfreibetrag von ca. 11.604 €. In der Praxis bedeutet das: Kapitalerträge bis über 12.600 € pro Jahr bleiben komplett steuerfrei – wenn ihr eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) beim Finanzamt beantragt.
Achtung: Überschreiten die Einkünfte eures Kindes bestimmte Grenzen (aktuell ca. 590 €/Monat), kann der Anspruch auf beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse entfallen. Bei langfristigem ETF-Sparen ist das aber in den allermeisten Fällen kein Problem.
Alternative: Depot auf eigenen Namen
Statt eines Junior Depots könnt ihr auch ein eigenes Depot nutzen und dort für euer Kind sparen. Der Vorteil: Ihr behaltet die volle Kontrolle über das Geld – auch nach dem 18. Geburtstag. Der Nachteil: Ihr könnt den steuerlichen Freibetrag des Kindes nicht nutzen, und das Geld zählt zu eurem Vermögen (relevant für BAföG, Elterngeld etc.).
So viel kann aus einem Sparplan werden
Startet ihr bei der Geburt eures Kindes einen ETF-Sparplan mit 50 € pro Monat auf einen MSCI World ETF (historische Rendite ca. 7–8 % p.a.), stehen zum 18. Geburtstag rund 22.000–26.000 € im Depot. Bei 100 €/Monat sogar 44.000–52.000 €. Ein starkes finanzielles Polster für Führerschein, Studium oder die erste Wohnung.
Fazit: Frühzeitig starten lohnt sich
Ein Junior Depot ist der smarteste Weg, für euer Kind vorzusorgen. Dank Zinseszinseffekt und langem Anlagehorizont können schon kleine monatliche Beträge ein beachtliches Vermögen aufbauen. Unsere Empfehlung: Das ING Junior Depot mit kostenlosen ETF-Sparplänen ab 1 € und ohne Depotgebühren.
Ihr könnt ein Junior Depot direkt ab der Geburt eröffnen. Beide Erziehungsberechtigten müssen der Eröffnung zustimmen. Benötigt werden die Geburtsurkunde des Kindes und die Steuer-IDs aller Beteiligten.
Mit dem 18. Geburtstag geht das Depot automatisch in die alleinige Verfügungsgewalt eures Kindes über. Es kann dann frei über das Geld verfügen. Ihr könnt vorher nicht verhindern, dass das Kind das Geld entnimmt.
Nein, Stand 2026 bieten die großen Neobroker (Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker+) kein Junior Depot an. Ihr müsst auf Direktbanken wie ING, Consorsbank oder comdirect ausweichen.
