Smartbroker+ vs Flatex 2026: Broker-Vergleich im Detail

Smartbroker+ und Flatex gehören zu den etabliertesten Online-Brokern in Deutschland. Während Smartbroker+ als Neobroker mit besonders günstigen Konditionen punktet, ist Flatex seit über 20 Jahren als vollwertiger Online-Broker bekannt. Beide bieten Zugang zu Aktien, ETFs und Fonds – doch bei Gebühren, Handelsplätzen und Zusatzfeatures gibt es deutliche Unterschiede. Welcher Broker passt besser zu euch?

Smartbroker+ vs Flatex im Überblick

KriteriumSmartbroker+Flatex
Depotgebühren0 € (kostenlos)0 € (kostenlos)
Ordergebühren Aktien0 € (gettex ab 500 €), sonst 1 €5,90 € pauschal (+ Börsengebühr)
ETF-Sparplan0 € (über 1.000 ETFs kostenlos)1,50 € pro Ausführung
Handelsplätzegettex, Xetra, alle deutschen Börsengettex, Xetra, alle deutschen Börsen, Tradegate, internationale Börsen
KryptowährungenJa (über gettex)Nein (nur über ETPs)
Mindestordervolumen500 € für kostenlose Orders (gettex)Kein Minimum
RegulierungBaFin (Baader Bank)BaFin
Einlagensicherung100.000 € (Baader Bank)100.000 €
AppJa (iOS, Android)Ja (iOS, Android)
BesonderheitGünstigste Ordergebühren, moderne AppGrößte Handelsplatz-Auswahl, Derivate-Handel

Ordergebühren und Kosten

Bei den Kosten liegt Smartbroker+ klar vorne: Über gettex könnt ihr ab 500 € Ordervolumen komplett kostenlos handeln. Unter 500 € fällt nur 1 € pro Order an. ETF-Sparpläne sind ebenfalls kostenlos – über 1.000 ETFs stehen zur Auswahl.

Flatex berechnet pauschal 5,90 € pro Order plus Börsengebühren. Dazu kommen 1,50 € pro ETF-Sparplan-Ausführung. Das klingt nicht viel, summiert sich aber: Bei 12 monatlichen Sparplanausführungen pro Jahr zahlt ihr bei Flatex 18 € – bei Smartbroker+ nichts.

Allerdings gibt es bei Flatex ein umfangreiches Derivate-Angebot mit vergünstigten Konditionen bei Partnern wie Goldman Sachs, Morgan Stanley und Société Générale. Für aktive Trader mit Fokus auf Optionsscheine und Zertifikate kann Flatex trotz höherer Ordergebühren die günstigere Wahl sein.

Handelsplätze und Produktangebot

Flatex bietet das breitere Angebot: Neben allen deutschen Börsenplätzen und Tradegate habt ihr Zugang zu internationalen Börsen. Außerdem stehen Optionsscheine, Zertifikate, Anleihen und Fonds zur Verfügung – ein vollwertiges Broker-Angebot.

Smartbroker+ konzentriert sich auf gettex und Xetra, bietet aber ebenfalls Zugang zu allen deutschen Börsen. Für die meisten Privatanleger reicht das vollkommen aus – die gängigen Aktien und ETFs sind alle verfügbar. Dazu kommt direkter Krypto-Handel über gettex.

Einen vollständigen Broker-Überblick findet ihr auf unserer Neobroker-Vergleichsseite. Detaillierte Testberichte gibt es zu Smartbroker+ und Flatex.

ETF-Sparpläne

ETF-Sparpläne sind der wichtigste Baustein für langfristigen Vermögensaufbau. Hier die Unterschiede:

Smartbroker+ bietet über 1.000 kostenlose ETF-Sparpläne an – ohne Ausführungsgebühren, ohne Mindestsparrate (ab 1 €). Für passive Anleger ist das schwer zu schlagen.

Flatex hat ein noch größeres ETF-Sparplan-Angebot (über 1.500 ETFs), berechnet aber 1,50 € pro Ausführung. Dafür gibt es regelmäßige Aktionsangebote mit kostenloser Ausführung bei ausgewählten ETF-Partnern.

Wer mehr über kostenlose ETF-Sparpläne erfahren möchte, findet nützliche Infos in unserem Bestes Depot für Anfänger-Guide.

Benutzerfreundlichkeit und App

Smartbroker+ hat 2024 eine komplett neue App und Web-Plattform gelauncht. Das Interface ist modern, aufgeräumt und für Einsteiger gut geeignet. Die Orderaufgabe ist in wenigen Klicks erledigt, Watchlists und Portfolio-Übersichten sind übersichtlich gestaltet.

Flatex hat über die Jahre viel in die App investiert. Die Oberfläche ist funktional, bietet aber deutlich mehr Optionen – was für erfahrene Trader ein Vorteil, für Einsteiger aber manchmal unübersichtlich sein kann. Dafür gibt es erweiterte Chartanalyse-Tools und detailliertere Ordermöglichkeiten (Limit, Stop, Trailing Stop).

Sicherheit und Regulierung

Beide Broker werden von der BaFin reguliert und bieten eine Einlagensicherung bis 100.000 €. Eure Wertpapiere sind als Sondervermögen im Falle einer Insolvenz geschützt.

Smartbroker+ wickelt die Depotführung über die Baader Bank ab, einen renommierten deutschen Finanzdienstleister. Flatex ist selbst eine lizenzierte Bank (flatexDEGIRO AG) und an der Frankfurter Börse notiert – die Transparenz ist damit besonders hoch.

Für wen ist welcher Broker ideal?

Smartbroker+ ist die bessere Wahl für euch, wenn ihr …

  • Möglichst günstig Aktien und ETFs handeln wollt (0 € ab 500 €)
  • Kostenlose ETF-Sparpläne für langfristigen Vermögensaufbau sucht
  • Eine moderne, einsteigerfreundliche App bevorzugt
  • Krypto direkt über den Broker handeln möchtet

Flatex ist die bessere Wahl für euch, wenn ihr …

  • Zugang zu internationalen Börsen und einem breiten Derivate-Angebot braucht
  • Aktiv mit Optionsscheinen, Zertifikaten oder Anleihen handelt
  • Erweiterte Ordermöglichkeiten und Chartanalyse-Tools nutzen wollt
  • Einen etablierten, börsennotierten Broker bevorzugt

Vorteile und Nachteile im Vergleich

Smartbroker+

Vorteile:

  • 0 € Ordergebühren ab 500 € (gettex)
  • Über 1.000 kostenlose ETF-Sparpläne
  • Modernes, intuitives Interface
  • Krypto-Handel direkt im Depot
  • Keine Depotgebühren

Nachteile:

  • Mindestordervolumen 500 € für kostenlose Orders
  • Eingeschränktes Derivate-Angebot
  • Keine internationalen Börsenplätze

Flatex

Vorteile:

  • Größte Handelsplatz-Auswahl (inkl. internationale Börsen)
  • Umfangreiches Derivate-Angebot mit Partneraktionen
  • Erweiterte Ordertypen und Chartanalyse
  • Börsennotiertes, transparentes Unternehmen
  • Über 1.500 ETF-Sparpläne

Nachteile:

  • 5,90 € pro Order – deutlich teurer als Smartbroker+
  • 1,50 € pro ETF-Sparplan-Ausführung
  • Kein direkter Krypto-Handel

Fazit: Smartbroker+ oder Flatex?

Die Entscheidung ist klar an eurem Anlageverhalten auszurichten: Smartbroker+ ist der günstigere Broker für Buy-and-Hold-Anleger und ETF-Sparer. Flatex ist die bessere Wahl für aktive Trader, die ein breites Produktangebot und internationale Handelsplätze brauchen.

Für den langfristigen Vermögensaufbau mit ETF-Sparplänen empfehlen wir Smartbroker+ – die Kostenersparnis über Jahre ist erheblich. Wer dagegen regelmäßig mit Derivaten handelt oder an internationalen Börsen aktiv sein will, ist bei Flatex besser aufgehoben.

Mehr Broker-Vergleiche findet ihr auf unserer Neobroker-Vergleichsseite oder im Artikel Trade Republic vs Scalable Capital.


Häufig gestellte Fragen

Was ist günstiger – Smartbroker+ oder Flatex?

Smartbroker+ ist deutlich günstiger: Aktienorders ab 500 € sind kostenlos (gettex), ETF-Sparpläne ebenfalls. Flatex berechnet 5,90 € pro Order und 1,50 € pro Sparplanausführung. Für Gelegenheitsanleger und ETF-Sparer spart Smartbroker+ erheblich.

Sind meine Einlagen bei Smartbroker+ und Flatex sicher?

Ja, beide Broker werden von der BaFin reguliert. Einlagen sind bis 100.000 € gesichert. Wertpapiere gelten als Sondervermögen und sind auch im Insolvenzfall geschützt. Smartbroker+ arbeitet mit der Baader Bank, Flatex ist selbst eine lizenzierte Bank.

Kann ich bei Smartbroker+ an internationalen Börsen handeln?

Smartbroker+ bietet Zugang zu gettex, Xetra und allen deutschen Börsen, aber nicht zu internationalen Handelsplätzen. Wer an der NYSE oder NASDAQ direkt handeln will, ist bei Flatex besser aufgehoben. Die meisten internationalen Aktien sind aber auch über gettex oder Xetra handelbar.

Letzte Aktualisierung: April 2026. Wie wir testen, erfahrt ihr auf unserer Methodik-Seite.

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