Letzte Aktualisierung: April 2026
BBBank oder Commerzbank – welche Filialbank bietet das bessere Girokonto? Beide Banken haben ein bundesweites Filialnetz, unterscheiden sich aber grundlegend in Philosophie und Konditionen. Während die BBBank als Genossenschaftsbank auf Mitgliederinteressen setzt, ist die Commerzbank eine börsennotierte Großbank. Wir vergleichen Gebühren, Leistungen und Service.
BBBank vs Commerzbank: Der große Vergleich
| Merkmal | BBBank | Commerzbank |
|---|---|---|
| Kontoführung | 2,95 €/Monat (kostenlos unter 30) | 4,90 €/Monat (kostenlos ab 50.000 € Vermögen) |
| Debitkarte | Girocard 11,95 €/Jahr | Debit Mastercard 3,50 €/Monat |
| Kostenlos Abheben | CashPool (2.800+) + 36x Visa/Jahr | Cash Group (6.000+) |
| Dispozins | 9,90 % p.a. | 12,45 % p.a. |
| Filialen | Über 100 | Über 400 |
| Neukundenbonus | Bis zu 150 € | Bis zu 150 € |
| Banktyp | Genossenschaftsbank | Aktiengesellschaft |
| Einlagensicherung | BVR (faktisch unbegrenzt) | Einlagensicherungsfonds (bis 100.000 € gesetzlich) |
Kontoführungsgebühren
Die BBBank ist mit 2,95 € pro Monat deutlich günstiger als die Commerzbank mit 4,90 €. Außerdem bietet die BBBank ein komplett kostenloses Konto für unter 30-Jährige – ohne Bedingungen. Die Commerzbank erlasst die Gebühren erst ab einem Gesamtvermögen von 50.000 €, was für die meisten Kunden unrealistisch ist.
Vorteil: BBBank – günstigere Grundgebühr und bessere Bedingungen für die kostenlose Variante.
Karten und Zahlungsverkehr
Bei den Karten hat die Commerzbank höhere laufende Kosten: Die Debit Mastercard kostet 3,50 € pro Monat (42 €/Jahr), während die BBBank-Girocard nur 11,95 €/Jahr kostet. Allerdings bietet die Commerzbank direkt eine Mastercard, die weltweit breiter akzeptiert wird als eine klassische Girocard.
Für weltweites Bezahlen und Abheben ist die BBBank Visa DirectCard (18 €/Jahr) mit 36 kostenlosen Auslandsabhebungen die bessere Wahl. Bei der Commerzbank fallen für Auslandsabhebungen schnell Gebühren von 1,95 % (mind. 5,98 €) an.
Vorteil: BBBank – günstigere Karten und 36 kostenlose Auslandsabhebungen.
Geld abheben im Inland
Hier punktet die Commerzbank: Über die Cash Group (Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank) habt ihr Zugang zu rund 6.000 Geldautomaten. Die BBBank ist über den CashPool an etwa 2.800 Automaten angebunden.
In Großstädten ist der Unterschied kaum spürbar. In ländlichen Gebieten kann das größere Netz der Cash Group aber praktischer sein. Beide Banken bieten außerdem Cashback im Supermarkt an.
Vorteil: Commerzbank – mehr als doppelt so viele kostenlose Geldautomaten.
Dispozins und Überziehung
Beim Dispozins zeigt sich ein drastischer Unterschied: Die BBBank verlangt 9,90 % p.a., die Commerzbank stolze 12,45 % p.a. Wer also mal ins Minus rutscht, zahlt bei der Commerzbank über 25 % mehr Zinsen. Bei einer Überziehung von 1.000 € über einen Monat sind das rund 10,40 € (Commerzbank) vs. 8,25 € (BBBank).
Klarer Vorteil: BBBank – deutlich günstigerer Dispozins.
Filialnetz und Service
Die Commerzbank hat mit über 400 Filialen ein größeres Netz als die BBBank mit gut 100 Standorten. Allerdings hat die Commerzbank in den letzten Jahren viele Filialen geschlossen und setzt zunehmend auf digitale Kanäle.
Die BBBank punktet mit ihrem genossenschaftlichen Ansatz: Als Mitglied habt ihr Mitbestimmungsrecht und profitiert von der Dividende. Die Commerzbank als Aktiengesellschaft orientiert sich primär an ihren Aktionären.
Einlagensicherung
Bei der Einlagensicherung hat die BBBank einen strukturellen Vorteil: Als Genossenschaftsbank ist sie Mitglied im BVR-Sicherungssystem, das Einlagen faktisch unbegrenzt schützt. Die Commerzbank bietet die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € plus Schutz durch den Einlagensicherungsfonds.
Fazit: Welche Bank ist besser?
Die BBBank gewinnt in den meisten Kategorien: Günstigere Gebühren, niedrigerer Dispozins, bessere Auslandskonditionen und genossenschaftliche Werte. Die Commerzbank punktet hauptsächlich mit dem größeren Filialnetz und mehr Geldautomaten.
Wählt die BBBank, wenn ihr günstige Gebühren, einen fairen Dispo und genossenschaftliche Mitbestimmung schätzt. Wählt die Commerzbank, wenn euch ein dichtes Filialnetz und der Zugang zur Cash Group besonders wichtig sind.
Ja, in fast allen Bereichen. Die BBBank kostet 2,95 €/Monat (vs. 4,90 € bei der Commerzbank), hat günstigere Karten und einen niedrigeren Dispozins von 9,90 % (vs. 12,45 % bei der Commerzbank).
Die Commerzbank hat über die Cash Group Zugang zu rund 6.000 Automaten in Deutschland. Die BBBank ist über den CashPool an etwa 2.800 Automaten angebunden. Zusätzlich bietet die BBBank 36 kostenlose Abhebungen pro Jahr mit der Visa DirectCard – weltweit.
Eine Genossenschaftsbank wie die BBBank gehört ihren Mitgliedern. Jedes Mitglied hat eine Stimme und kann an der Dividende teilhaben. Eine Aktiengesellschaft wie die Commerzbank gehört ihren Aktionären und orientiert sich primär an deren Renditeerwartungen.
