Trade Republic Alternative 2026: Der häufigste Wechselgrund ist weg

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Inhalt geprüft am 31. August 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

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Trade Republic Alternative 2026: Der häufigste Wechselgrund ist weg

Der häufigste Grund, Trade Republic zu verlassen, ist am 02.07.2026 weggefallen. Wer wechseln wollte, nannte meist einen von zwei Gründen: eine Oberfläche für den großen Bildschirm oder Zugang zu echten Börsen statt zu einem einzigen Handelsweg. Beides gibt es inzwischen – ein kostenloses Web Terminal und 30 Börsenplätze zur freien Auswahl. Prüft also zuerst, ob euer Wechselgrund überhaupt noch existiert.

Alle Konditionen am 31.08.2026 auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft; die Konditionen von Scalable Capital wurden an diesem Tag eigens auf den zum 01.09.2026 wirksamen Preisstand nachgeprüft.

Zwei alte Wechselgründe haben sich am 02.07.2026 erledigt

Trade Republic hat sein Handelsmodell am 02.07.2026 umgestellt; die Anbindung an die Lang & Schwarz Exchange ist beendet. Zwei neue Bausteine treffen genau die beiden Klassiker unter den Wechselgründen.

Der Desktop: Es gibt ein kostenloses Web Terminal mit Pro Charting, Asset Screener und Echtzeitkursen. Wer nur deshalb ein zweites Depot wollte, weil das Handeln am Rechner fehlte, hat diesen Anlass nicht mehr.

Die Börsenwahl: Über den Direktpreis für 2,00 € je Order stehen 30 Börsenplätze zur Auswahl, darunter Xetra, Euronext und Nasdaq. Alternativ läuft die Bestpreis-Order laut Anbieter „unter allen relevanten Börsen gegen Trade Republic“ über ein aggregiertes Orderbuch, ohne zusätzliche Gebühren. Mehr dazu im Trade Republic Test.

Zur Einordnung: Diese Seite finanziert sich über Vermittlungen – an Trade Republic verdienen wir genauso wie an den Alternativen.

Was bei Trade Republic weiterhin stört

Drei Punkte hat die Umstellung nicht angefasst – die verbliebenen echten Wechselgründe.

1. Die Abwicklungskostenpauschale von 1,00 €. Die Orderprovision ist kostenfrei, pro Bestpreis-Order fällt aber ein Euro an – jedes Mal, unabhängig vom Betrag. Bei 500 € Ordervolumen sind das 0,2 %, bei 50 € sind es 2 %.

2. Die Höhe der Guthabenzinsen. Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf Cash, täglich berechnet und monatlich ausgezahlt. Ordentlich, aber nicht das Maximum am Markt.

3. Produkte und Depotstrukturen außerhalb des Neo-Broker-Zuschnitts. Wenn das Gesuchte im Angebot nicht auftaucht – ein bestimmter Fonds, ein Nebendepot, ein Währungskonto, eine Regionalbörse –, hilft kein Preisvergleich.

Wechselgrund für Wechselgrund: wo das Fehlende zu finden ist

Viele kleine Orders – hier ist kein Anbieter wirklich gut

Das gehört ehrlich hierher: Gegen echte Kleinstorders hilft kein Wechsel. finanzen.net zero handelt ab 500 € für 0 €, darunter fällt 1 € Mindermengenzuschlag an – bei 50 € also derselbe Euro wie bei Trade Republic. Smartbroker+ verlangt über gettex 1 € bis 499,99 €, Traders Place 0,95 € unter 500 € Kurswert. Unterschied: fünf Cent. Bei Scalable Capital kostet die Order über die European Investor Exchange auch nach dem 01.09.2026 unverändert 0,99 € im FREE-Tarif; im PRIME+-Tarif (4,99 € im Monat) ist sie ab 250 € Ordervolumen gebührenfrei, darunter kostet sie ebenfalls 0,99 €.

Wer regelmäßig ab 500 € kauft, spart dagegen real: 0 € statt 1 €. finanzen.net zero handelt über einen Handelsplatz (gettex), zahlt keine Guthabenzinsen und wurde von Stiftung Warentest 12/2025 in allen Preismodellen als Kostensieger ausgezeichnet. Für Kleinbeträge ist die Antwort ohnehin der Sparplan: 0 € Ausführung bei Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker+ und flatex – bei den ersten beiden ab 1 € Rate, bei flatex ab 25 €.

Zinsen aufs Guthaben — und was sie kosten

Oberhalb von 2,25 % wird es dünn, und jede höhere Zahl hat eine Bedingung. Wichtigster Stolperstein: Bei Scalable Capital gelten die 2,50 % fürs Tagesgeld, nicht fürs Broker-Verrechnungskonto – das liegt bei 0 %.

AnbieterZinssatz p.a.Bedingung
Trade Republic2,25 %auf Cash, täglich berechnet, monatlich ausgezahlt
Scalable Capital2,50 %Tagesgeld, unbegrenztes Guthaben, beide Tarife – Verrechnungskonto 0 %
Smartbroker+2,0 %bis 100.000 €; 1,75 % bis 1.000.000 €, darüber unverzinst
Traders Place2,0 %ab 5.000 € Einlage, vierteljährlich gutgeschrieben, befristet bis 31.12.2027

Scalable Capital führt die Depots seit Dezember 2025 selbst, mit eigener EZB-Vollbanklizenz seit September 2025. FREE kostet 0,00 € im Monat, PRIME+ 4,99 €. Beim Handel kommt es ab dem 1. September 2026 auf den Handelsplatz an: Für gettex läuft die Sonderkondition am 31.08.2026 aus – Orders dort kosten danach 1,99 € statt 0,99 € (FREE) beziehungsweise statt 0 € ab 250 € Ordervolumen (PRIME+). Die European Investor Exchange bleibt unverändert: dort zahlt PRIME+ weiterhin nichts ab 250 € Ordervolumen und FREE weiterhin 0,99 €. Xetra wird im selben Zug billiger und kostet statt 3,99 € plus Börsengebühr nur noch 1,99 €. Wer wegen der Zinsen kommt und im PRIME+-Tarif weiter ohne Ordergebühr handeln will, muss ab dem 1. September 2026 im Orderticket die European Investor Exchange statt gettex wählen – wer gettex aus Gewohnheit stehen lässt, zahlt dort 1,99 € statt nichts. Details im Scalable Capital Test.

Produkte und Depotarten, die ein Neo-Broker nicht abbildet

Hier führt der Weg aus dem Neo-Broker-Segment heraus. flatex ist ein klassischer Direktbroker der flatexDEGIRO Bank SE, Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Das kostet: 5,90 € Provision je Aktienorder plus Fremdkosten, real rund 6,95 € bis 7,90 €. Dafür sind alle ETF- und Fondssparpläne kostenlos – über 6.000 Stück, ab 25 € Mindestrate; Guthabenzinsen weist flatex nicht aus.

Smartbroker+ liegt dazwischen: Depot- und Kontoführung kostenlos inklusive Nebendepots und Währungskonten, Depotbank ist die Baader Bank AG. Über gettex laufen Aktien, Anleihen, ETFs, ETPs und Fonds; Xetra ist dort dagegen teuer (mindestens 5,50 €).

Wenn ihr wechselt: der Depotübertrag in Kürze

Verkaufen müsst ihr nichts – Wertpapiere lassen sich als Bestand ins neue Depot übertragen, angestoßen beim neuen Anbieter. Rechnet mit mehreren Wochen, in denen die betroffenen Positionen unter Umständen nicht handelbar sind; konkrete Fristen und mögliche Fremdkosten unterscheiden sich je Anbieter und fragt ihr dort am besten direkt ab. Ein Wechsel ist außerdem kein Entweder-oder: Ein zweites Depot lässt sich parallel führen. Wer wozu passt, zeigt der Neo-Broker Vergleich.

Steuerlich ändert sich nichts am Prinzip: Kursgewinne, Dividenden und Zinsen unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person, bei Zusammenveranlagung 2.000 € – er wirkt nur mit hinterlegtem Freistellungsauftrag und muss bei zwei Depots aufgeteilt werden.

Fazit: Erst den Wechselgrund prüfen, dann das Depot

Braucht ihr eine Trade-Republic-Alternative? Für die zwei früher meistgenannten Gründe – kein Desktop, nur ein Handelsweg – lautet die Antwort seit dem 02.07.2026 nein. Es bleiben drei Fälle: Wer regelmäßig ab 500 € einzeln kauft, spart die 1,00 € Pauschale bei finanzen.net zero, Smartbroker+ und Traders Place; im PRIME+-Tarif von Scalable Capital entfällt sie über die European Investor Exchange schon ab 250 € Ordervolumen, dafür fallen dort 59,88 € Abogebühr im Jahr an – das trägt sich gegenüber der 1,00-€-Pauschale erst ab rund 60 Orders im Jahr. Wer einen höheren Satz als die 2,25 % sucht, findet ihn nur beim Scalable-Tagesgeld mit 2,50 % — und muss das Geld dort aktiv vom Verrechnungskonto umbuchen. Smartbroker+ (2,0 % bis 100.000 €) und Traders Place (2,0 % ab 5.000 €, befristet bis 31.12.2027) liegen darunter. Und wer Produkte oder Depotarten braucht, die ein Neo-Broker nicht führt, findet sie bei flatex oder Smartbroker+. Sonst ist der Vergleich schnell erledigt.

Risikohinweis

Ein günstigerer Broker senkt die Kosten, nicht das Marktrisiko. Aktien, ETFs und ETPs unterliegen Kursschwankungen, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich; Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für künftige Ergebnisse. Guthabenzinsen sind variabel. Dieser Artikel ist eine redaktionelle Konditionsübersicht und keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Steuerberatung. Wie wir Anbieter prüfen, steht unter So testen wir.


Häufige Fragen

Ist Trade Republic immer noch eine reine App?

Nein. Seit der Umstellung des Handelsmodells am 02.07.2026 gibt es ein kostenloses Web Terminal mit Pro Charting, Asset Screener und Echtzeitkursen. Wer nur wegen der fehlenden Desktop-Oberfläche über einen Wechsel nachgedacht hat, hat diesen Grund nicht mehr.

Handelt Trade Republic noch über die Lang und Schwarz Exchange?

Nein, diese Anbindung ist seit dem 02.07.2026 beendet. Die Bestpreis-Order wird laut Anbieter unter allen relevanten Börsen gegen Trade Republic über ein aggregiertes Orderbuch ausgeführt. Wer die Börse selbst wählen will, nutzt den Direktpreis für 2,00 € mit 30 Börsenplätzen, darunter Xetra, Euronext und Nasdaq.

Was kostet eine Order bei Trade Republic 2026?

Die Orderprovision ist kostenfrei, pro Bestpreis-Order fällt eine Abwicklungskostenpauschale von 1,00 € an. Der Direktpreis mit freier Börsenwahl kostet 2,00 € pro Order. Sparplanausführungen auf Aktien, ETFs und Krypto sind kostenfrei und ab 1 € möglich.

Welcher Broker zahlt mehr Zinsen aufs Guthaben als Trade Republic?

Trade Republic zahlt 2,25 % p.a. auf Cash. Scalable Capital zahlt 2,50 % p.a. auf unbegrenztes Tagesgeld-Guthaben, das Broker-Verrechnungskonto wird dort mit 0 % verzinst. Smartbroker+ zahlt 2,0 % bis 100.000 €, Traders Place 2,0 % ab 5.000 € Einlage, befristet bis 31.12.2027.

Gibt es einen Broker, bei dem sehr kleine Orders gebührenfrei sind?

Für sehr kleine Beträge nicht. finanzen.net zero und Smartbroker+ verlangen unter 500 € Ordervolumen 1 €, Traders Place 0,95 €, bei Trade Republic sind es 1,00 € Abwicklungskostenpauschale. Bei Scalable Capital kostet die Order über die European Investor Exchange auch nach dem 01.09.2026 0,99 €; im PRIME+-Tarif für 4,99 € im Monat ist sie dort ab 250 € Ordervolumen gebührenfrei. Für kleine Beträge sind Sparpläne der günstigere Weg: Die Ausführung kostet bei Trade Republic, Scalable Capital, Smartbroker+ und flatex jeweils 0 €.

Muss ich meine Wertpapiere beim Depotwechsel verkaufen?

Nein, Wertpapiere lassen sich als Bestand ins neue Depot übertragen. Den Übertrag stößt ihr beim neuen Anbieter an; er kann mehrere Wochen dauern, in denen die betroffenen Positionen unter Umständen nicht handelbar sind. Fristen und mögliche Fremdkosten unterscheiden sich je Anbieter und solltet ihr dort direkt erfragen.

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