Girokonto wechseln 2026: Schritt-für-Schritt Anleitung

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Inhalt geprüft am 31. Mai 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion
Girokonto wechseln 2026: Schritt-für-Schritt Anleitung

Ein Girokonto zu wechseln klingt kompliziert — ist es aber nicht. Seit 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet, dir beim Kontowechsel zu helfen. Mit dem sogenannten Kontowechselservice übernimmt deine neue Bank den Großteil der Arbeit. Trotzdem gibt es einige Dinge, die du beachten solltest, damit der Wechsel reibungslos klappt.

Warum überhaupt das Girokonto wechseln?

Die Gründe für einen Kontowechsel sind vielfältig: Vielleicht zahlst du bei deiner aktuellen Bank hohe Kontoführungsgebühren, der Kundenservice lässt zu wünschen übrig, oder du möchtest zu einer Bank mit besseren Konditionen wechseln — etwa einem kostenlosen Konto, Zinsen auf das Guthaben oder besseren App-Funktionen. Oft lohnt sich der Wechsel mehr, als man denkt: Bei einer Ersparnis von nur 5 € pro Monat sind das 60 € im Jahr, die du dir sparen kannst.

Schritt 1: Neue Bank auswählen

Bevor du wechselst, solltest du die neue Bank sorgfältig auswählen. Achte auf folgende Kriterien: Kontoführungsgebühren und Mindestgeldeingang, kostenlose Karten (Debitkarte, ggf. Kreditkarte), Gebühren für Bargeldabhebungen, App-Qualität und Online-Banking, Tagesgeld-Zinsen oder Girokonto-Zinsen und den Kundenservice. Unsere Vergleiche auf Benchmark Buddy helfen dir, die beste Bank für deine Bedürfnisse zu finden.

Schritt 2: Neues Konto eröffnen

Eröffne das neue Konto, bevor du das alte kündigst. Bei den meisten Direktbanken und Fintechs dauert die Kontoeröffnung nur wenige Minuten per App oder Website. Du brauchst einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und musst dich per Video-Ident oder Post-Ident legitimieren. Warte mit dem Wechsel, bis du die neue Karte erhalten hast und das Konto vollständig funktioniert.

Schritt 3: Kontowechselservice nutzen

Seit dem Zahlungskontengesetz (ZKG) von 2016 muss jede Bank in Deutschland einen Kontowechselservice anbieten. So funktioniert er: Du beauftragst die neue Bank mit dem Kontowechsel. Die neue Bank fordert eine Liste aller Daueraufträge und Lastschriften der letzten 13 Monate bei deiner alten Bank an. Die alte Bank muss diese Informationen innerhalb von 5 Werktagen liefern. Die neue Bank richtet alle Daueraufträge auf dem neuen Konto ein und informiert deine Zahlungspartner (Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen) über die neue Bankverbindung.

Der gesamte Prozess dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Bei vielen Banken wie DKB, ING oder N26 kannst du den Kontowechselservice direkt im Online-Banking oder in der App starten.

Schritt 4: Zahlungspartner informieren

Auch wenn der Kontowechselservice vieles automatisiert, solltest du die wichtigsten Stellen selbst informieren — sicherheitshalber. Dazu gehören: dein Arbeitgeber (Gehaltseingang), dein Vermieter (Mietlastschrift), Versicherungen, Strom- und Internetanbieter, das Finanzamt (für Steuererstattungen), PayPal, Amazon und andere Online-Shops sowie Abonnements (Streaming, Fitnessstudio, Zeitschriften). Erstelle am besten eine Checkliste und arbeite sie Punkt für Punkt ab.

Schritt 5: Übergangszeit beachten

Behalte dein altes Konto noch 2 bis 3 Monate parallel zum neuen. So stellst du sicher, dass keine Lastschrift ins Leere läuft und du keine Zahlungen verpasst. Überweise auf dem alten Konto ein kleines Guthaben als Puffer für den Fall, dass noch verspätete Lastschriften eingezogen werden. Erst wenn du sicher bist, dass alles auf dem neuen Konto ankommt und abgebucht wird, kannst du das alte Konto kündigen.

Schritt 6: Altes Konto kündigen

Die Kündigung erfolgt schriftlich — per Brief, E-Mail oder über das Online-Banking deiner alten Bank. Manche Banken bieten auch ein Kündigungsformular an. Achte darauf, das Restguthaben auf das neue Konto zu überweisen und eine schriftliche Bestätigung der Kontokündigung aufzubewahren. Eine Kündigungsfrist gibt es bei Girokonten übrigens nicht — du kannst jederzeit wechseln.

Häufige Fehler beim Kontowechsel

Einige typische Stolperfallen, die du vermeiden solltest: Das alte Konto zu früh kündigen, bevor alle Lastschriften umgestellt sind. Den Arbeitgeber vergessen — damit das Gehalt nicht auf ein geschlossenes Konto überwiesen wird. SEPA-Mandate nicht aktualisieren, was zu Rücklastschriften und Mahngebühren führen kann. Kein Guthaben-Puffer auf dem alten Konto belassen für verspätete Abbuchungen.

Fazit

Der Kontowechsel ist dank des gesetzlichen Kontowechselservices heute einfacher denn je. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und einer guten Checkliste ist der gesamte Prozess in wenigen Wochen erledigt. Wähle zuerst die passende Bank, nutze den Kontowechselservice und behalte dein altes Konto als Sicherheitsnetz noch 2–3 Monate. So sparst du dir unnötige Gebühren und profitierst schnell von den besseren Konditionen deiner neuen Bank.

Anleitung für deine Bank

Du weißt schon, zu welcher Bank du wechseln möchtest? Hier findest du die konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive Kontowechselservice für die beliebtesten Anbieter: DKB | ING | Comdirect | C24 | N26.

Häufig gestellte Fragen

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Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Kontowechsel?

Mit dem gesetzlichen Kontowechselservice dauert der Wechsel 2 bis 4 Wochen. Die alte Bank muss Informationen innerhalb von 5 Werktagen an die neue Bank übermitteln. Wir empfehlen, das alte Konto noch 2–3 Monate parallel zu führen.

Ist der Kontowechselservice kostenlos?

Ja, der Kontowechselservice ist seit dem ZKG 2016 für Verbraucher kostenlos. Sowohl die alte als auch die neue Bank dürfen keine Gebühren für die Kontowechselhilfe berechnen.

Kann ich mein Girokonto jederzeit wechseln?

Ja, bei Girokonten gibt es keine Kündigungsfrist. Du kannst jederzeit ein neues Konto eröffnen und das alte kündigen. Achte nur darauf, alle Lastschriften und Daueraufträge vorher umzustellen.

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