Kostenloses Girokonto ohne Mindesteingang 2026

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Inhalt geprüft am 11. August 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

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Kostenloses Girokonto ohne Mindesteingang 2026

Ein kostenloses Girokonto ist 2026 fast überall an eine Bedingung geknüpft: ING verlangt 1.000 Euro Geldeingang im Monat, DKB und comdirect je 700 Euro. Wer das nicht erreicht, zahlt 3,90 bis 4,90 Euro monatlich. Es gibt aber weiterhin Banken, bei denen das Konto ohne jede Bedingung kostenlos bleibt. Wir haben am 11. August 2026 alle Konditionen direkt bei den Anbietern geprüft — inklusive der Kosten, die im Kleingedruckten stehen.

Diese Banken verzichten komplett auf den Mindesteingang

Vier Anbieter führen ihr Basiskonto weiterhin ohne Mindestgeldeingang und ohne Kontoführungsgebühr:

BankMonatsgebührPhysische KarteGratis-AbhebungenEinlagensicherung
C24 Bank (Smart)0 €Mastercard und girocard inklusive4 pro Monat, weltweitDeutschland
N26 (Standard)0 €einmalig 10 €2 pro Monat (Euro), danach 2 €Deutschland
Revolut (Standard)0 €Preis nicht öffentlich ausgewiesen200 € oder 5 Abhebungen, danach 2 % (mind. 1 €)Litauen
bunq Free0 €nicht enthalten (erst ab Core, 3,99 €/Monat)keine — 2,99 € ab der erstenNiederlande

Alle vier vergeben inzwischen eine deutsche IBAN. Bei bunq und C24 ist sie Standard, bei Revolut bekommen Neukundinnen und Neukunden sie seit Oktober 2024 automatisch — Bestandskunden müssen der Verlegung zur deutschen Zweigniederlassung aber aktiv zustimmen.

"Kostenlos" heißt nicht überall dasselbe

Die 0 Euro in der Tabelle beziehen sich ausschließlich auf die Kontoführung. Drei Posten entscheiden darüber, ob das Konto in der Praxis wirklich gratis bleibt:

1. Die physische Karte. N26 liefert im Standardtarif zunächst nur eine virtuelle Mastercard; die Plastikkarte kostet einmalig 10 Euro. bunq Free enthält überhaupt keine physische Karte — dafür braucht es den Core-Tarif für 3,99 Euro im Monat, womit das Gratiskonto rechnerisch teurer wird als ein ING-Konto mit erfülltem Geldeingang. Nur C24 legt Mastercard und girocard ohne Aufpreis bei.

2. Bargeld. Hier trennt sich das Feld deutlich. C24 erlaubt vier kostenlose Abhebungen pro Monat weltweit, N26 nur zwei im Euroraum und berechnet danach 2 Euro pro Vorgang. bunq Free verlangt 2,99 Euro ab der ersten Abhebung. Wer regelmäßig Bargeld zieht, zahlt bei den vermeintlich gleich teuren Konten also schnell zweistellige Beträge im Jahr — mehr dazu in unserem Überblick zu den versteckten Gebühren beim Girokonto.

3. Der Sitz der Einlagensicherung. Alle vier Anbieter sichern 100.000 Euro pro Kundin und Kunde ab — das ist EU-weit einheitlich. Zuständig ist aber jeweils das Land der Banklizenz: bei Revolut Litauen, bei bunq die Niederlande. C24 und N26 besitzen deutsche Vollbanklizenzen, im Entschädigungsfall wäre also eine deutsche Stelle zuständig. Für die meisten Guthaben spielt das keine Rolle, bei größeren Summen ist es ein Argument.

C24 Bank: das einzige bedingungslose Komplettpaket

Die C24 Bank, Tochter von Check24, ist der einzige Anbieter im Test, bei dem "kostenlos" ohne Fußnote gilt: kein Mindestgeldeingang, 0 Euro Kontoführung, Mastercard und girocard inklusive, vier weltweit kostenlose Abhebungen pro Monat und bis zu vier Unterkonten mit eigener IBAN. Dazu verzinst C24 das Guthaben auf dem Girokonto mit 0,75 Prozent pro Jahr bis 50.000 Euro — quartalsweise gutgeschrieben und damit eine Seltenheit auf einem Zahlungskonto. Wer mehr will, zahlt für Plus 5,90 Euro und für Max 9,90 Euro im Monat; nötig ist das für den normalen Alltag nicht.

Eine sinnvolle Alternative ist bunq, wenn du viele Unterkonten mit eigener IBAN brauchst oder viel im Ausland unterwegs bist — dann solltest du allerdings gleich mit dem Core-Tarif rechnen, weil erst dort eine physische Karte und günstigere Abhebungen enthalten sind. Wie sich die Stufen unterscheiden, steht im bunq-Abo-Vergleich.

Banken mit Mindestgeldeingang: das gilt im August 2026

Bei diesen Banken ist das Konto nur kostenlos, wenn die Bedingung erfüllt ist. Andernfalls fällt eine monatliche Gebühr an:

BankMindesteingangGebühr ohne Einganggirocard
ING1.000 €/Monat4,90 €/Monat1,49 €/Monat
DKB (Aktivstatus)700 €/Monat4,50 €/Monat0,99 €/Monat
comdirect (Aktiv)700 €/Monat oder Alternativen4,90 €/Monat1,00 €/Monat
Norisbank500 €/Monat3,90 € im betroffenen Monatkostenlos
Consorsbank700 €/Monat4,00 €/Monatkostenlos
1822direkt700 €/Monat4,90 €/Monatkostenlos (Sparkassen-Card)

Zwei Modelle fallen aus der Reihe. comdirect ist die einzige Bank, die den Geldeingang nicht zwingend verlangt: Es genügen alternativ drei Zahlungen pro Monat mit Apple Pay oder Google Pay oder ein einziger Trade beziehungsweise eine Sparplanausführung. Damit ist die Bedingung auch ohne Gehaltseingang erfüllbar. Norisbank rechnet nicht dauerhaft ab, sondern berechnet die 3,90 Euro nur für den Monat, in dem der Eingang unter 500 Euro lag — und hat mit 500 Euro ohnehin die niedrigste Schwelle.

Der Blick auf die girocard lohnt sich ebenfalls: Bei ING, DKB und comdirect kostet sie extra, bei Norisbank, Consorsbank und 1822direkt ist sie enthalten. Über ein Jahr sind das bei der ING knapp 18 Euro Unterschied.

Unter 28? Die Altersgrenzen sind höher, als viele denken

Junge Leute umgehen den Mindesteingang bei praktisch allen Direktbanken — die Grenze liegt aber nicht überall bei 28 Jahren:

  • ING und DKB: bis zum 28. Geburtstag, reine Altersgrenze ohne Nachweis
  • Norisbank und 1822direkt: bis unter 30 Jahre
  • Consorsbank: bis unter 31 Jahre — die großzügigste Regel im Vergleich
  • comdirect: unter 28 und Nachweis über Schule, Studium, Ausbildung oder Praktikum

comdirect ist damit der einzige Anbieter, bei dem das Alter allein nicht reicht. Wer studiert, findet in unserem Vergleich zum besten Girokonto für Studenten die passenden Modelle.

Warum verlangen Banken überhaupt einen Mindesteingang?

Ein Girokonto verursacht laufende Kosten — Zahlungsverkehr, IT, Regulierung, Einlagensicherung — unabhängig davon, ob es genutzt wird. Der Mindestgeldeingang ist der einfachste Filter, um zwischen einem Hauptkonto und einem selten genutzten Zweitkonto zu unterscheiden. Banken finanzieren das Gratisangebot über die Kundinnen und Kunden, die ihr Gehalt dort führen, Karten nutzen und Zusatzprodukte abschließen. Wer nur ein Zweitkonto parken will, soll dafür zahlen.

Wechseln oder bleiben?

Rechne einmal grob nach: 4,90 Euro Kontoführung plus 1,49 Euro girocard sind bei der ING 76,68 Euro im Jahr, wenn der Geldeingang ausbleibt. Dem steht bei C24 eine Null gegenüber. Umgekehrt lohnt der Wechsel nicht, wenn du den Eingang ohnehin erfüllst und Filialservice oder Depot bei derselben Bank schätzt. Wenn du wechselst, übernimmt der gesetzliche Kontowechselservice die Umstellung der Zahlungspartner — wie das abläuft, steht in unserer Anleitung zum Kontowechsel.

Fazit

Bedingungslos kostenlose Girokonten gibt es 2026 noch, sie sind aber selten geworden — und zwei der vier Kandidaten verstecken die Kosten bei Karte und Bargeld. Am saubersten löst das die C24 Bank: kein Mindesteingang, beide Karten inklusive, vier Gratis-Abhebungen und Zinsen auf das Guthaben. N26 ist eine solide Wahl, wenn du selten Bargeld brauchst; bunq lohnt sich realistisch erst ab dem Core-Tarif. Wer bei einer Bank mit Mindesteingang bleibt, sollte vor allem prüfen, ob die Bedingung dauerhaft erfüllbar ist — bei comdirect reichen dafür inzwischen schon drei Handyzahlungen im Monat.

Häufige Fragen

Welche Bank hat keinen Mindestgeldeingang?

Die C24 Bank, N26, Revolut und bunq führen ihr Basiskonto ohne Mindestgeldeingang und ohne Kontoführungsgebühr. Am wenigsten Nebenkosten hat dabei die C24 Bank: Mastercard und girocard sind inklusive, vier Bargeldabhebungen pro Monat weltweit kostenlos.

Was passiert, wenn ich den Mindestgeldeingang nicht erreiche?

Dann wird eine monatliche Kontoführungsgebühr fällig — je nach Bank zwischen 3,90 und 4,90 Euro. Bei der ING sind es 4,90 Euro, wenn der geforderte Eingang von 1.000 Euro ausbleibt. Die Norisbank berechnet ihre 3,90 Euro nur für den Monat, in dem die Bedingung nicht erfüllt war.

Ist das ING Girokonto noch kostenlos?

Nur mit einem monatlichen Geldeingang von mindestens 1.000 Euro oder wenn du unter 28 Jahre alt bist. Ohne Geldeingang kostet das ING Girokonto 4,90 Euro pro Monat, die girocard zusätzlich 1,49 Euro.

Ist ein Konto ohne Mindesteingang wirklich komplett gratis?

Nicht automatisch. Die Kontoführung ist zwar kostenlos, aber N26 berechnet für die physische Karte einmalig 10 Euro und ab der dritten Abhebung im Monat 2 Euro. Bei bunq Free kostet jede Bargeldabhebung 2,99 Euro und eine physische Karte gibt es erst ab dem Core-Tarif für 3,99 Euro im Monat.

Bis zu welchem Alter entfällt der Mindestgeldeingang?

Das ist von Bank zu Bank verschieden: ING und DKB bis zum 28. Geburtstag, Norisbank und 1822direkt bis unter 30, die Consorsbank sogar bis unter 31 Jahre. Bei comdirect reicht das Alter allein nicht — dort ist zusätzlich ein Nachweis über Schule, Studium, Ausbildung oder Praktikum nötig.

Kann ich den Mindesteingang bei comdirect umgehen?

Ja. comdirect akzeptiert seit 2026 auch Alternativen zum Geldeingang von 700 Euro: drei Zahlungen pro Monat mit Apple Pay oder Google Pay oder eine einzige Wertpapierorder beziehungsweise Sparplanausführung. Damit bleibt das Konto auch ohne Gehaltseingang kostenlos.

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