Rust Server mieten 2026: Preise, RAM-Bedarf und Wipe-Termin
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Einen Rust-Server mietest du fertig bei einem Gameserver-Hoster oder du setzt ihn selbst auf einem VPS auf. Am 9. Oktober 2026 kosteten fertige Rust-Server bei GPORTAL 20,13 € für 20 Slots und 30 Tage, bei Nitrado 19,99 € für 50 Slots im 30-Tage-Abo und bei ZAP-Hosting 8,64 € im Monat für 24 Slots. Wichtiger als die Slotzahl ist der Arbeitsspeicher: Facepunch, der Entwickler von Rust, nennt für einen Server 12 GB freien RAM. ZAPs Konfigurator empfiehlt selbst mindestens 10 GB, die Einstiegsstufe enthält 5 GB.
Stand: 9. Oktober 2026 – Preise in Euro, wie auf den deutschen Anbieterseiten ausgewiesen (ZAP inkl. 19 % MwSt.); Contabo weist US-Dollar aus.
Was Facepunch für einen Rust-Server angibt
Die Serversoftware installierst und aktualisierst du mit SteamCMD (App-ID 258550); ein Steam-Konto brauchst du dafür laut Facepunch nicht. Sie läuft unter Windows, Linux und macOS. Das offizielle Facepunch-Wiki nennt diese Eckdaten:
| Punkt | Facepunch-Angabe |
|---|---|
| Arbeitsspeicher | 12 GB frei, bei einer 6k-Karte mehr |
| Speicherplatz | 15 GB frei, SSD oder NVMe „highly preferred“ |
| Kartengröße | server.worldsize von 1000 bis 6000; größere Karte = mehr Platten- und Arbeitsspeicher |
| Spielerzahl | server.maxplayers, kein Höchstwert genannt; mehr Spieler brauchen eine schnellere CPU |
| Ports | 28015/UDP (Spiel), RCON 28016/TCP, Query (UDP) ohne eigene Einstellung laut Facepunch 1 + der höhere Wert aus Spiel- und RCON-Port – mit diesen Standardwerten also 28017 –, dazu Rust+ per TCP; insgesamt vier Ports |
| Konfiguration | server.cfg im Ordner server/<identity>/cfg/, hat Vorrang vor der Kommandozeile |
Facepunch schreibt ausdrücklich, dass diese Werte nicht fest sind und stark von Nutzung und Spielerzahl abhängen. Eine Staffel nach Spielerzahl veröffentlicht Facepunch nicht; für Schätzungen verweist das Wiki auf Rechner von Drittanbietern. Eine eigene RAM-Tabelle geben wir deshalb nicht an. Zur CPU sagt Facepunch nur, dass mehr Spieler eine schnellere CPU brauchen – zu Einzelkern-Leistung oder Taktrate macht der Hersteller keine Angabe.
Rust-Server-Angebote am 9. Oktober
Alle drei Hoster rechnen Rust nach Slots ab. Die Tabelle zeigt Pakete, die am 9. Oktober auf den deutschen Bestellseiten standen. Einen RAM-Wert je Slot-Stufe haben wir nur bei ZAP abgelesen.
| Anbieter | Paket | Laufzeit | Preis | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| GPORTAL | 20 Slots | 30 Tage (Prepaid) | 20,13 € | 50 GB Backup-Speicher |
| GPORTAL | 20 Slots | 90 Tage (Prepaid) | 54,34 € | |
| GPORTAL | 50 Slots | 30 Tage (Prepaid) | 36,89 € | |
| Nitrado | 50 Slots (Standardpaket) | 30 Tage (Abo) | 19,99 € | 50 bis 500 Slots konfigurierbar |
| ZAP-Hosting | 24 Slots, 5 GB RAM | 1 Monat | 8,64 € | ZAP empfiehlt mindestens 10 GB RAM |
Die Pakete sind unterschiedlich groß, ein Preisurteil lässt sich daraus nicht ableiten. Bei GPORTAL lief am 9. Oktober zusätzlich eine befristete Slot-Aktion, die wir nicht eingerechnet haben. Bei ZAP fehlt der Einstiegsstufe laut eigenem Konfigurator die Hälfte des empfohlenen Arbeitsspeichers; mehr RAM bucht man dort per „Ram Boost“ hinzu. Auch ZAPs Mindestempfehlung von 10 GB liegt unter Facepunchs 12 GB.
Die Abrechnung unterscheidet sich: GPORTAL arbeitet mit Prepaid-Guthaben und Laufzeiten von 3, 30, 90 oder 180 Tagen; Autoverlängerungen sind laut AGB § 8 (8) innerhalb von 72 Stunden nach der Verlängerung erstattungsfähig. Nitrado bietet ein Abo, das du mit höchstens einem Monat Frist kündigen kannst, oder ein Prepaid-Paket, das automatisch endet (Laufzeit 3 bis 365 Tage). ZAP verlängert um dieselbe Laufzeit, wenn du nicht eine Woche vor Ende kündigst; laut ZAP gibt es alle Produkte auch als Prepaid. Mehr dazu im Ratgeber Gameserver mieten.
Beim DDoS-Schutz nennt GPORTAL „Bulwark™ und Corero“, Nitrado sein laut Eigenaussage firmeneigenes „SteelShield™“ (dazu auf der Rust-Seite „Rust+ und Oxide unterstützt“ und tägliche Backups), und ZAP lässt im Konfigurator zwischen PletX- und OVH-Schutz wählen. Nitrado wählt Frankfurt am Main als Standort vor, GPORTAL nennt für Mitteleuropa unter anderem Frankfurt, Lauterbourg und Karlsruhe, ZAP beschriftet seinen EU-Standort „FFM / Eygelshoven“.
Rust selbst hosten auf einem VPS
Auf einem eigenen Server installierst du SteamCMD, lädst damit die App 258550 und startest den Server mit deinen Parametern. Linux reicht, Windows ist nicht nötig. Entscheidend ist der RAM: Contabos Cloud VPS 6 hat 12 GB – das ist der gesamte Arbeitsspeicher, nicht freier Speicher neben dem Betriebssystem. Facepunchs 12 GB frei erreichst du bei Contabo erst mit Cloud VPS 8 (8 vCPU, 24 GB RAM). Contabo führt ihn auf der Gameserver-Seite als „Modded / Multi-Game Server“; er kostet 16,80 $ bei einem Monat Laufzeit und 13,44 $ im Monat, den Contabo für die ersten 24 Monate bei 24 Monaten Laufzeit ausweist.
Dafür übernimmst du alles selbst: Ports in der Firewall öffnen, Updates einspielen, Backups anlegen. Die Kerne teilst du dir mit anderen Kunden („Shared vCPUs“). Contabos kostenloser DDoS-Schutz „fängt gängige DDoS-Angriffe ab“, eine Garantie gegen jeden Angriff gibt Contabo nicht. Was der Tarif enthält, steht unter Contabo Gameserver, die grundsätzliche Abwägung im Ratgeber Gameserver vs. VPS.
Mods: Oxide und Carbon
Plugins für Rust-Server laufen über das Framework Oxide (uMod), das es laut Facepunch für Windows und Linux gibt, oder über Carbon, das sich als „drop-in replacement“ für Oxide beschreibt. Facepunch weist auf einen Fallstrick hin: Nach jedem Server-Update erscheint kurz darauf ein Oxide-Update, das du jedes Mal neu einspielen musst. Wer SteamCMD im Startskript laufen lässt, setzt die Dateien dabei auf Vanilla zurück. Bei GPORTAL aktivierst du Oxide laut GPORTAL-Wiki per Schalter im Webinterface. Im Server-Browser kennzeichnen die Tags „Modded“, „Oxide“ oder „Carbon“ solche Server.
Wipes: der erste Donnerstag im Monat
Ein Wipe setzt die Welt eines Rust-Servers zurück. Facepunchs Wiki zum Server-Wipe-Timer nennt als Standard „Monthly: First Thursday every month at 19:00 (London time)“ und schreibt, diese Standardeinstellung sei auf die erzwungenen Wipes abgestimmt („aligns with force wipes“). Wählbar sind außerdem wöchentlich (jeden Donnerstag, 19:00 Uhr) und zweiwöchentlich (erster und dritter Donnerstag). 24 Stunden vor jedem Wipe startet der Server laut Wiki zwei Endgame-Events. Facepunchs monatliche Devblogs erschienen von März bis Oktober 2026 jeweils am ersten Donnerstag, zuletzt am 1. Oktober.
Ob ein Wipe auch Blueprints zurücksetzt, haben wir bei Facepunch nicht belegt gefunden. GPORTAL erklärt im Wiki, wie du Blueprints manuell löschst; einen Wipe-Plan haben wir im GPORTAL-Wiki nur für die Rust Console Edition gefunden. Plane den Rhythmus deshalb selbst und kündige ihn deinen Spielern an.
Fazit
Für einen Rust-Server ist der Arbeitsspeicher die wichtigste Zahl: Facepunch nennt 12 GB frei. Vergleiche fertige Angebote deshalb nicht nur nach Slots und Preis, sondern achte auf den RAM – bei ZAP liegt die Einstiegsstufe unter der eigenen Empfehlung. Wer selbst administriert, braucht bei Contabo mindestens Cloud VPS 8 und plant Oxide-Updates und Wipes selbst ein.
Mehr zum Thema: Server für ARK, Valheim, Palworld und Enshrouded im selben Format, dazu die Übersicht Gameserver-Hoster im Vergleich.
* Affiliate-Link: Wir erhalten eine Provision, wenn du darüber bestellst. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Wie viel RAM braucht ein Rust-Server?
Facepunch nennt 12 GB freien Arbeitsspeicher, bei einer 6k-Karte mehr. Die Werte hängen laut Facepunch stark von Nutzung und Spielerzahl ab; eine Staffel nach Spielerzahl veröffentlicht der Entwickler nicht.
Was kostet ein Rust-Server?
Am 9. Oktober 2026 kosteten 20 Slots bei GPORTAL 20,13 € für 30 Tage, 50 Slots bei Nitrado 19,99 € im 30-Tage-Abo und 24 Slots bei ZAP-Hosting 8,64 € im Monat. Die ZAP-Stufe enthält 5 GB RAM, ZAP empfiehlt selbst mindestens 10 GB. Selbst gehostet erfüllt bei Contabo erst Cloud VPS 8 mit 24 GB die 12 GB frei; er kostet 16,80 $ bei einem Monat Laufzeit.
Wann ist der Rust-Wipe?
Der Standard-Wipe-Timer von Facepunch steht auf „Monthly: First Thursday every month at 19:00 (London time)“. Laut Facepunch-Wiki ist diese Einstellung auf die erzwungenen Wipes abgestimmt. Wöchentliche und zweiwöchentliche Rhythmen sind ebenfalls einstellbar.
Kann ich auf einem Rust-Server Mods nutzen?
Ja, über Oxide (uMod) oder Carbon. Facepunch weist darauf hin, dass du Oxide nach jedem Server-Update neu einspielen musst. Bei GPORTAL lässt sich Oxide laut Wiki per Schalter aktivieren, Nitrado nennt Oxide als unterstützt.
Läuft ein Rust-Server unter Linux?
Ja. Facepunch nennt Windows, Linux und macOS als Systeme und stellt für Linux eine eigene Anleitung bereit. Auf einem Linux-VPS fällt kein Windows-Aufpreis an.
Welche Ports braucht ein Rust-Server?
Standardmäßig 28015/UDP für das Spiel und 28016/TCP für RCON. Den Query-Port (UDP) setzt Facepunch ohne eigene Einstellung auf 1 + den höheren der beiden Ports, mit diesen Werten also 28017. Dazu kommt ein TCP-Port für Rust+. Facepunch spricht von insgesamt vier Ports.



