Minecraft Server erstellen 2026: Anleitung für Java und Bedrock
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Einen eigenen Minecraft-Server für die Java Edition erstellst du mit der kostenlosen Serversoftware von Mojang: Java 25 installieren, die Datei server.jar von minecraft.net laden, einmal starten, in der Datei eula.txt eula=true setzen und Port 25565 freigeben. Die aktuelle Version 26.3 erschien am 15. September 2026. Für die Bedrock Edition, mit der auf Konsole und Handy gespielt wird, gibt es eine eigene Serversoftware mit anderen Ports. Wenn dein Rechner nicht dauerhaft laufen soll, bleiben Aternos, Realms oder ein gemieteter Server.
Stand: 9. Oktober 2026 – Versionen laut Mojang, PaperMC und Geyser; sie ändern sich mit jedem Update.
Vier Wege zum eigenen Server
| Weg | Edition | Kosten | Dauerbetrieb | Aufwand |
|---|---|---|---|---|
| Eigener PC | Java oder Bedrock | Serversoftware kostenlos | solange der PC läuft | hoch |
| Aternos | Java und Bedrock | kostenlos, keine Bezahloption | nein, stoppt ohne Spieler | gering |
| Realms | Java oder Bedrock (getrennt) | Abo bei Mojang | ja, laut Mojang immer online | gering |
| Gemieteter Server | je nach Angebot | Miete | ja | gering beim Hoster, hoch beim VPS |
Welche Java-Version du brauchst
Mojang schreibt nur, dass eine „compatible version of Java“ installiert sein muss. Welche das ist, steht in Mojangs Versionsdaten:
| Minecraft-Version | Java |
|---|---|
| 26.1, 26.2, 26.3 (ab 24.03.2026) | Java 25 |
| 1.20.5 bis 1.21.11 | Java 21 |
| 1.18 bis 1.20.4 | Java 17 |
Startest du den Server 26.3 mit Java 21, bricht er mit der Meldung UnsupportedClassVersionError ab. Mit java -version prüfst du vorher, welche Version installiert ist. Unter Windows musst du laut Mojang eventuell die Umgebungsvariable PATH anpassen, damit der Befehl java funktioniert.
Schritt für Schritt: Java-Server auf dem eigenen PC
- Java installieren: Für Minecraft 26.x Java 25, für ältere Versionen laut Tabelle oben.
- Serverdatei laden: Lade
server.jarvon minecraft.net/download/server in einen eigenen, leeren Ordner. Die Software ist laut Mojang kostenlos; mit dem Download stimmst du der Minecraft-EULA zu. - Erster Start: Starte im Ordner mit
java -Xmx4G -Xms4G -jar server.jar nogui, dem Startbefehl aus Mojangs Anleitung mit dem Namen der heruntergeladenen Datei. Ohnenoguiöffnet sich eine Oberfläche. Der Server legteula.txtundserver.propertiesan und beendet sich mit „You need to agree to the EULA in order to run the server“. - EULA akzeptieren: Ändere in
eula.txtnach dem Lesen der EULAeula=falseineula=trueund starte neu. Unter Windows fragt laut minecraft.wiki die Firewall, ob „OpenJDK Platform binary“ ins Netz darf. - Arbeitsspeicher festlegen: Die Werte hinter
-Xmxund-Xmslegen den Arbeitsspeicher fest; PaperMC rät, beide gleich zu setzen und 1.000 bis 1.500 MB unter dem Gesamtspeicher des Rechners zu bleiben. Eine eigene RAM-Empfehlung für den Java-Server gibt Mojang nicht; was andere Quellen raten, steht unter Minecraft-Server mieten. - Port freigeben: Mojang nennt Port 25565 für Java, laut Wiki TCP und UDP. Öffne ihn in der Firewall des Rechners und richte im Router eine Portfreigabe ein. Freunde verbinden sich dann über deine öffentliche IP-Adresse.
Die Grundeinstellungen stehen in server.properties: Ab Werk sind es laut minecraft.wiki auch bei 26.3 20 Spieler und Sicht- und Simulationsweite 10; Whitelist aus und online-mode=true waren es beim Start der Version 1.21.11.
Portfreigabe zu Hause: die Stolperfallen
- DS-Lite: Hat dein Anschluss DS-Lite, ist ein Server im Heimnetz laut FRITZ!-Wissensdatenbank über IPv4 nicht aus dem Internet erreichbar. Abhilfe kann das Port Control Protocol sein, das dein Provider unterstützen muss.
- Wechselnde IP: Die meisten Anschlüsse haben laut minecraft.wiki eine dynamische öffentliche IP. Ein DDNS-Dienst gibt dir einen festen Namen. Dem Server-PC gibst du im Heimnetz eine feste interne IP.
- Sicherheit: Laut Wiki suchen Griefer gezielt nach Servern auf Port 25565. Schalte die Whitelist ein, lass
online-modeaktiv und erwäge einen anderen Port. Deine Heim-IP ist für Mitspieler sichtbar. - Ohne Portfreigabe: Ein VPN zwischen den Mitspielern ist laut Wiki eine Alternative.
Paper statt Vanilla
Paper ist ein Server für Plugins, laut PaperMC ein „drop-in replacement“ für CraftBukkit und Spigot; eine vorhandene Vanilla-Welt wandelt Paper beim Start selbst um. Gestartet wird mit java -Xms4G -Xmx4G -jar paper.jar --nogui. Paper verlangt für 26.x mindestens Java 25 und empfiehlt „at least 6-10GB, no matter how few players!“ sowie einen optimierten Satz Startparameter („Aikar’s Flags“). Am 9. Oktober war Paper für 26.3 noch als Beta eingestuft, stabil war Paper 26.2. Für Mods ist Paper nicht gedacht: NeoForge installierst du mit java -jar neoforge-installer.jar --installServer, setzt den Speicher in user_jvm_args.txt und startest mit run.sh beziehungsweise run.bat. Bei Fabric lädst du den Server-Launcher von fabricmc.net; die meisten Mods brauchen zusätzlich die Fabric API im Ordner mods. Forge zeigte am 9. Oktober für 26.3 nur einen „Latest“-, keinen „Recommended“-Build.
Bedrock-Server für Konsole, Handy und Windows
Für die Bedrock Edition bietet Mojang den Bedrock Dedicated Server an, am 9. Oktober in Version 1.26.52.3 für Windows und Linux. Er läuft laut Mojang unter Windows 10 (ab Version 10.0.15063) oder Windows Server 2016 und neuer sowie unter Ubuntu ab 22.04; andere Linux-Distributionen werden nicht unterstützt. Als Systemanforderung nennt Mojang 4 GB RAM, für kleine Server mindestens 1 GB. Du entpackst die ZIP-Datei in einen leeren Ordner, startest die mitgelieferte Programmdatei und passt die Konfiguration an. Der Server lauscht auf Port 19132 (IPv4) und 19133 (IPv6), beide UDP; ab Werk sind 10 Spieler erlaubt. Beitreten können laut Mojang Spieler auf Windows-PCs, Xbox und PlayStation, Mobilgeräten sowie Nintendo Switch und Switch 2.
Java und Bedrock zusammen: Geyser
Einen gemeinsamen Server für beide Editionen gibt es von Mojang nicht. Das Projekt Geyser übersetzt zwischen Bedrock-Client und Java-Server und läuft als Plugin oder eigenständiges Programm. Mit dem Plugin Floodgate können Bedrock-Spieler laut Geyser ohne Java-Konto beitreten. Geyser nutzt standardmäßig Port 19132, der UDP erlauben muss. Läuft dein Server mit einer Version vor 26.2, brauchst du zusätzlich ViaVersion; die Fabric- und NeoForge-Variante von Geyser läuft nur auf einem 26.2-Server. Mods, die auf dem Client installiert sein müssen, funktionieren mit Geyser nicht.
Ohne eigenen PC: Aternos, Realms oder mieten
Aternos ist dauerhaft kostenlos, eine Bezahloption gibt es nicht. Du bekommst Java- oder Bedrock-Server mit Plugins, Mods und Modpacks. Rund um die Uhr läuft der Server aber nicht: Er stoppt, wenn der letzte Spieler geht, und bei voller Auslastung wartest du in einer Warteschlange und musst den Start bestätigen. Laut AGB löscht Aternos Server nach längerer Inaktivität, in der Regel nach drei Monaten, und verbietet kommerzielle Nutzung. Den Arbeitsspeicher teilt Aternos je nach Software und Version zu; mehr gibt es nur zeitweise über einen RAM-Boost. Mehr zu Gratis-Angeboten steht unter Gameserver kostenlos.
Realms ist Mojangs eigener Mietserver, laut Mojang immer online und ohne technisches Wissen einzurichten. Bei Java spielen bis zu zehn Freunde gleichzeitig mit, Mitspieler zahlen nichts. Java- und Bedrock-Spieler kommen auf einem Realm nicht zusammen.
Mieten lohnt sich, wenn der Server dauerhaft laufen und deine Heim-IP verborgen bleiben soll. Beim Gameserver-Hoster wählst du Software und Arbeitsspeicher im Webinterface. Auf einem VPS gehst du die Schritte dieser Anleitung selbst durch, nur ohne Router; wie das auf einem Contabo-VPS mit Paper aussieht, zeigt Minecraft-Server auf Contabo.
Fazit
Ein eigener Java-Server ist mit Java 25, der server.jar, der EULA-Zustimmung und Port 25565 schnell aufgesetzt. Schwieriger wird es bei der Portfreigabe zu Hause. Wer mit Konsolenspielern spielen will, braucht einen Bedrock-Server (selbst betrieben, bei Aternos oder als Bedrock-Realm) oder Geyser auf dem Java-Server. Für spontane Runden ohne Kosten reicht Aternos, für einen Server, der dauerhaft läuft, Realms oder ein gemieteter Server.
Mehr zum Thema: Gameserver mieten · Gameserver vs. VPS
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Häufige Fragen
Ist die Minecraft-Serversoftware kostenlos?
Ja. Laut Mojang ist die offizielle Serversoftware für Java und Bedrock kostenlos auf minecraft.net erhältlich. Die Java-Serversoftware ist nur mit der Java Edition kompatibel, für Bedrock gibt es den Bedrock Dedicated Server.
Welche Java-Version brauche ich für einen Minecraft-Server?
Laut Mojangs Versionsdaten braucht Minecraft 26.1 bis 26.3 Java 25, die Versionen 1.20.5 bis 1.21.11 Java 21 und 1.18 bis 1.20.4 Java 17. Auch Paper verlangt für 26.x mindestens Java 25, für 1.20 bis 1.21.11 Java 21.
Warum beendet sich mein Minecraft-Server direkt nach dem Start?
Beim ersten Start legt der Server die Datei eula.txt mit eula=false an und beendet sich mit dem Hinweis, dass du der EULA zustimmen musst. Setze eula=true und starte neu. Bricht er mit UnsupportedClassVersionError ab, ist die Java-Version zu alt.
Welchen Port muss ich für Minecraft freigeben?
Für die Java Edition Port 25565, laut minecraft.wiki TCP und UDP. Der Bedrock Dedicated Server nutzt Port 19132 für IPv4 und 19133 für IPv6, jeweils UDP. Bei einem DS-Lite-Anschluss ist ein Heimserver über IPv4 nicht erreichbar.
Können Konsolenspieler auf meinen Minecraft-Server?
Auf einen Bedrock Dedicated Server können laut Mojang Spieler auf Xbox, PlayStation, Switch, Mobilgeräten und Windows-PCs. Auf einen Java-Server kommen Bedrock-Spieler nur über Geyser, das als Plugin oder eigenständiges Programm zwischen den Editionen übersetzt.
Kann ich einen Minecraft-Server kostenlos online betreiben?
Ja, zum Beispiel mit Aternos. Der Dienst ist kostenlos, stoppt den Server aber, wenn der letzte Spieler geht, setzt bei voller Auslastung eine Warteschlange vor den Start und löscht Server in der Regel nach drei Monaten Inaktivität. Kommerzielle Nutzung ist verboten.



