Gameserver kostenlos 2026: Aternos, Minehut, Oracle und Heim-Server
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Kostenlose Gameserver gibt es vor allem für Minecraft: Aternos hostet Java- und Bedrock-Server dauerhaft gratis, Minehut bietet einen Gratis-Tarif mit 1 GB RAM und 10 Slots. Für andere Spiele – abgesehen von Hytale, das Aternos ebenfalls hostet – bleiben der eigene Rechner zu Hause und das Gratis-Kontingent von Cloud-Anbietern wie Oracle. Jeder dieser Wege hat Haken: Aternos und Minehut halten Server ohne Spieler an, Aternos löscht länger inaktive Server, Oracle kann ungenutzte Instanzen zurückfordern, und ein Heimserver kann schon am Internetanschluss scheitern. Für Runden mit Freunden kann das reichen; für einen Server, der rund um die Uhr erreichbar sein soll, nicht.
Stand: 9. Oktober 2026 – Preise in Euro, wie auf den deutschen Anbieterseiten ausgewiesen; Contabo weist US-Dollar aus.
Die Gratis-Optionen im Überblick
| Option | Spiele | Was gratis ist | Wichtigste Grenzen |
|---|---|---|---|
| Aternos | Minecraft Java und Bedrock, Hytale | alles; eine Bezahloption gibt es nicht | Stopp ohne Spieler, Warteschlange bei Volllast, Löschung nach meist 3 Monaten Inaktivität, keine kommerzielle Nutzung |
| Minehut | Minecraft Java und Bedrock | Starter-Tarif: 10 Slots, 1 GB RAM | schläft ohne Spieler, 24/7 erst im Ultimate-Tarif, werbefinanziert |
| Oracle Cloud Always Free | Serversoftware, die du selbst installierst – sofern sie auf der Instanz lauffähig ist | Ampere A1 mit insgesamt 2 OCPUs und 12 GB RAM | Kreditkarte nötig, Rückforderung ungenutzter Instanzen, Einrichtung komplett selbst |
| Eigener Rechner | jedes Spiel mit dediziertem Server für dein Betriebssystem | vorhandene Hardware | Portfreigabe, DS-Lite, Rechner muss laufen |
Aternos: gratis, aber nicht rund um die Uhr
Aternos ist ein reiner Gratis-Hoster. Der Betreiber, die Aternos GmbH aus Bonn, schreibt: „We are free, and we will always be free for everyone at any time. There is no possibility to pay for anything.“ Slots sind unbegrenzt, neben Vanilla laufen unter anderem Paper, Forge, NeoForge, Fabric und Modpacks, außerdem die Bedrock Edition und Hytale. Laut Aternos ist jeder Server kostenlos gegen DDoS-Angriffe geschützt.
Die Grenzen stehen in Hilfe-Artikeln und AGB:
- Kein Dauerbetrieb: Ist niemand online, läuft ein Countdown, danach stoppt der Server. Sobald ein Spieler beitritt, verschwindet der Timer. Den Stopp mit Bots zu umgehen, verbieten die Aternos-AGB (§ 5).
- Warteschlange: „When our servers are at full capacity, you'll join a queue before your server starts.“ Vor dem Start musst du bestätigen, sonst fliegst du aus der Schlange.
- Löschung: Laut AGB löscht Aternos Server nach längerer Inaktivität, „usually, this period lasts 3 months“. Als Aktivität zählen nur bestimmte Aktionen, etwa der Serverstart.
- Keine kommerzielle Nutzung: „The commercial usage of our services is prohibited.“
- Keine Haftung für Datenverlust: Sichere deine Welt regelmäßig selbst.
Wer die Einschränkungen loswerden will, landet beim Bezahl-Angebot des Betreibers, exaroton, oder bei einem anderen Hoster.
Minehut: Gratis-Tarif mit Upgrade-Pfad
Minehut bietet „Free Minecraft server hosting for Java & Bedrock“. Der kostenlose Starter-Tarif hat 10 Spieler-Slots und 1 GB RAM; mehr gibt es gegen Upgrade, „up to 14GB on the Ultimate plan“. Server schlafen, wenn niemand online ist, und wachen auf, sobald ein Spieler beitritt – dauerhaft online bleibt erst der Ultimate-Tarif. Ein Spielzeitlimit gibt es laut Minehut in keinem Tarif. Finanziert wird der Gratis-Tarif über Werbung: Der Cookie-Hinweis nennt Anzeigen, „that keep free servers free“.
Oracle Cloud Always Free: Server ja, Gameserver selbst bauen
Oracle bietet Always-Free-Ressourcen, die laut Oracle „für unbegrenzte Zeit verfügbar“ sind; „es gelten jedoch einige Einschränkungen“. Für Gameserver interessant ist die Ampere-A1-Instanz: 1.500 OCPU-Stunden und 9.000 GB-Stunden im Monat, laut Oracle-Dokumentation entsprechend 2 OCPUs und 12 GB RAM. Dazu kommen bis zu zwei Micro-Instanzen mit je einem Achtel OCPU und 1 GB RAM.
Die Haken: Für die Anmeldung brauchst du eine Kredit- oder Debitkarte, Prepaid-Karten akzeptiert Oracle nicht. Instanzen, deren CPU-, Netzwerk- und bei A1 auch Speicherauslastung über sieben Tage jeweils unter 20 % liegt, kann Oracle zurückfordern. Konten, die 30 Tage oder länger inaktiv sind, können als aufgegeben gelten. Und alles Weitere – Betriebssystem, Serversoftware, Firewall, Updates – richtest du selbst ein, wie bei jedem VPS.
Server zu Hause: kostenlos, aber mit Netzwerkhürden
Spiele wie Minecraft, Rust, Valheim oder Palworld bieten einen dedizierten Server, den du auf dem eigenen PC starten kannst; für Minecraft beschreibt das die Anleitung Minecraft-Server erstellen. Damit Freunde von außen beitreten können, musst du im Router Ports freigeben. Am Beispiel FRITZ!Box: Die Firewall schützt standardmäßig alle Geräte im Heimnetz vor eingehenden Verbindungen, eine Portfreigabe öffnet gezielt einen Weg zu deinem Rechner. Halte die Serversoftware deshalb aktuell und gib nur die Ports frei, die das Spiel braucht.
Eine weitere Hürde kann der Anschluss selbst sein. Bei DS-Lite sind laut FRITZ! Server im Heimnetz aus dem Internet über IPv4 gar nicht erreichbar. Abhilfe kann das Port Control Protocol (PCP) schaffen, wenn dein Provider es unterstützt – frag dort nach. Über IPv6 klappt der Zugriff nur, wenn beide Seiten eine IPv6-Verbindung haben. Wechselt deine öffentliche IP-Adresse, brauchst du zusätzlich einen DynDNS-Dienst, damit deine Freunde den Server unter einem festen Namen finden. Und der Rechner muss laufen, solange gespielt wird.
Wann sich Mieten lohnt
Mieten lohnt sich, sobald der Server unabhängig von deinem Rechner erreichbar sein soll, du ein anderes Spiel als Minecraft oder Hytale hosten willst oder Warteschlange und Löschfristen stören. Am 9. Oktober kostete ein Minecraft-Server bei GPORTAL mit 2 GB RAM 5,40 € für 30 Tage; das PaperMC-Projekt empfiehlt allerdings 6 bis 10 GB. Ein Contabo Cloud VPS 4 mit 8 GB RAM kostete 6,60 $ im Monat bei monatlicher Laufzeit, die Einrichtung übernimmst du dort selbst. Den DDoS-Schutz solltest du dabei nicht als Unterschied zum Gratis-Angebot werten – auch Aternos und Minehut werben damit. Abrechnungsmodelle und Preise je Spiel stehen im Ratgeber Gameserver mieten.
Fazit
Für Minecraft ist Aternos ein brauchbarer Gratis-Weg, solange du mit Stopp ohne Spieler, gelegentlicher Warteschlange und der Löschfrist leben kannst; Minehut startet im Gratis-Tarif mit 1 GB RAM und lässt sich bis 14 GB im Ultimate-Tarif aufrüsten. Für andere Spiele als Minecraft und Hytale bleiben der Heimserver, sofern dein Anschluss eingehende IPv4-Verbindungen erlaubt, oder Oracle Always Free mit eigenem Admin-Aufwand. Ob ein fertiger Server oder ein VPS besser passt, klärt Gameserver vs. VPS.
Mehr zum Thema: Minecraft-Server mieten · Gameserver-Hoster im Vergleich · Contabo Gameserver
* Affiliate-Link: Wir erhalten eine Provision, wenn du darüber bestellst. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Gibt es wirklich kostenlose Gameserver?
Ja, vor allem für Minecraft: Aternos ist dauerhaft kostenlos und bietet gar keine Bezahloption, Minehut hat einen Gratis-Tarif mit 10 Slots und 1 GB RAM. Aternos hostet außerdem Hytale. Für andere Spiele als Minecraft und Hytale kannst du einen Server auf dem eigenen PC betreiben oder das Always-Free-Kontingent von Oracle nutzen.
Ist Aternos dauerhaft kostenlos?
Ja. Aternos schreibt, es sei „free“ und werde es „always“ bleiben; eine Möglichkeit zu bezahlen gibt es nicht. Die Gegenleistung sind Einschränkungen: Server ohne Spieler stoppen, bei Volllast gibt es eine Warteschlange, und nach meist drei Monaten Inaktivität wird der Server gelöscht.
Warum geht mein Aternos-Server aus?
Aternos stoppt leere Server, um Ressourcen für andere Nutzer frei zu machen. Ist niemand online, läuft ein Countdown; tritt ein Spieler bei, verschwindet er. Den Stopp mit Bots zu umgehen, verbieten die Aternos-AGB (§ 5).
Darf ich einen Aternos-Server kommerziell nutzen?
Nein. Die AGB sagen: „The commercial usage of our services is prohibited.“ Für ein Projekt mit Einnahmen brauchst du einen gemieteten Server.
Kann ich einen Gameserver kostenlos zu Hause hosten?
Ja, wenn das Spiel einen dedizierten Server für dein Betriebssystem hat. Du musst im Router Ports freigeben und bei wechselnder IP einen DynDNS-Dienst nutzen. Hast du einen DS-Lite-Anschluss, ist der Server über IPv4 aus dem Internet nicht erreichbar; frag deinen Provider nach dem Port Control Protocol.
Eignet sich Oracle Always Free für einen Gameserver?
Mit Einschränkungen. Die Ampere-A1-Instanz bietet insgesamt 2 OCPUs und 12 GB RAM ohne Zeitlimit, du brauchst aber eine Kredit- oder Debitkarte und richtest alles selbst ein. Liegen CPU-, Netzwerk- und Speicherauslastung über sieben Tage jeweils unter 20 %, kann Oracle die Instanz zurückfordern.



