ExpressVPN vs CyberGhost 2026: Zwei Marken, ein Konzern
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ExpressVPN und CyberGhost sind keine Konkurrenten, sondern zwei Marken desselben Konzerns: Beide gehören zu Kape Technologies in London – CyberGhost seit 2017, ExpressVPN seit 2021. Wer zwischen ihnen wählt, wählt also nicht den Eigentümer, sondern Preis, Geräte und Garantie. Und da unterscheiden sie sich klar: CyberGhost kostet 2,19 € im Monat (56,94 € für 26 Monate) und verlängert für 56,94 € pro Jahr (4,75 € im Monat), ExpressVPN Basic 2,49 € (69,72 € für 28 Monate) und danach 79,95 € pro Jahr (6,66 €). Dafür schützt ExpressVPN 10 bis 14 Geräte statt 7, CyberGhost gibt 45 statt 30 Tage Geld-zurück-Garantie – im Monatsabo allerdings nur 14.
Stand: 4. September 2026 – Preise laut deutschen Anbieterseiten in Euro; die Anbieter weisen darauf hin, dass je nach Land Mehrwertsteuer anfallen kann.
Erst das Wichtigste: beide gehören Kape Technologies
Kape Technologies ist ein privates Unternehmen mit Sitz in London, Eigentümer ist Teddy Sagi. Der Konzern kaufte 2017 CyberGhost (Rumänien), 2018 Zenmate, 2019 Private Internet Access und 2021 ExpressVPN für 936 Mio. USD. Vier VPN-Marken, ein Eigentümer. Was in älteren Vergleichen kursiert – CyberGhost als „günstige Alternative zu ExpressVPN“ – ist deshalb nur die halbe Wahrheit: Die Alternative gehört derselben Firma. Wer ExpressVPN wegen des Konzerns verlassen will, findet unter ExpressVPN Alternative die Anbieter außerhalb von Kape; ohne Konzernmutter ist in unserem Vergleich nur Proton VPN.
Getrennt sind die beiden Marken trotzdem in allem, was ihr als Kunde merkt: eigene Apps, eigene Preisseiten, eigene Audits, eigener Firmensitz (Britische Jungferninseln gegen Rumänien) und eigene Verlängerungspreise. Genau diese Unterschiede entscheiden den Vergleich.
Preise und Laufzeiten: 0,30 € im Einstieg, 23 € im Verlängerungsjahr
| Tarif | Einstieg €/Mon. | Laufzeit | Gesamt | Verlängerung | Geräte | Geld-zurück |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CyberGhost 2 Jahre | 2,19 € | 26 Mon. (24 + 2) | 56,94 € | 56,94 €/Jahr = 4,75 €/Mon. | 7 | 45 Tage |
| CyberGhost 6 Monate | 6,99 € | 6 Mon. | 41,94 € | 41,94 € alle 6 Monate | 7 | 45 Tage |
| CyberGhost 1 Monat | 11,99 € | 1 Mon. | 11,99 € | 11,99 € monatlich | 7 | 14 Tage |
| ExpressVPN Basic 2 Jahre | 2,49 € | 28 Mon. (24 + 4) | 69,72 € | 79,95 €/Jahr = 6,66 €/Mon. | 10 | 30 Tage (Neukunden) |
| ExpressVPN Basic 12 Monate | 4,49 € | 15 Mon. (12 + 3) | 67,35 € | 79,95 €/Jahr = 6,66 €/Mon. | 10 | 30 Tage (Neukunden) |
| ExpressVPN Basic 1 Monat | 12,99 € | 1 Mon. | 12,99 € | 12,99 € monatlich | 10 | 30 Tage (Neukunden) |
| ExpressVPN Erweitert 2 Jahre | 3,99 € | 28 Mon. (24 + 4) | 111,72 € | 109,95 €/Jahr = 9,16 €/Mon. | 12 | 30 Tage (Neukunden) |
| ExpressVPN Express Pro 2 Jahre | 6,49 € | 28 Mon. (24 + 4) | 181,72 € | 179,95 €/Jahr = 15,00 €/Mon. | 14 | 30 Tage (Neukunden) |
Im Einstieg trennen die beiden nur 0,30 € im Monat – in der ersten Laufzeit sind das 12,78 € (56,94 € gegen 69,72 €), wobei ExpressVPN zwei Monate länger läuft. Der Abstand wächst mit der Verlängerung: CyberGhost verlängert für 56,94 € pro Jahr, genau den Betrag der ersten 26 Monate, ExpressVPN für 79,95 € – 23,01 € mehr pro Jahr. Beide beziffern diesen Folgepreis bei jeder Laufzeit direkt auf der Preisseite; das ist im Vergleichsfeld nicht selbstverständlich, Surfshark etwa nennt keinen. CyberGhost hat mit 4,75 € die günstigste bezifferte Verlängerung in unserem Vergleich, ExpressVPN liegt mit 6,66 € an zweiter Stelle vor Proton VPN (6,99 €) und NordVPN (11,59 €).
Bei den kurzen Laufzeiten unterscheiden sich die Modelle: CyberGhost bietet ein 6-Monats-Abo für 41,94 € (6,99 € im Monat), das sich ohne Preissprung verlängert, aber kein Jahresabo; ExpressVPN bietet 12 Monate plus 3 für 67,35 € (4,49 €), aber keine 6 Monate. Im Monatsabo liegt CyberGhost mit 11,99 € einen Euro unter ExpressVPN (12,99 €). Alle ExpressVPN-Kombinationen mit Folgepreis stehen unter ExpressVPN Kosten, die CyberGhost-Tarife unter CyberGhost Kosten.
Geräte und Geld-zurück: 10 bis 14 gegen 7, 30 gegen 45 Tage
Hier gewinnt jeder einen Punkt. ExpressVPN schützt 10 Geräte gleichzeitig im Basic-Tarif, 12 bei Erweitert (3,99 €) und 14 bei Express Pro (6,49 €). CyberGhost erlaubt 7 gleichzeitige Verbindungen – der niedrigste Wert in unserem Vergleich. Für eine Einzelperson reichen 7 in der Regel; ein Haushalt mit mehreren Personen, Fernseher, Konsole und Router stößt schneller an die Grenze.
Bei der Geld-zurück-Garantie dreht sich das Bild: CyberGhost gibt im 26-Monats- und im 6-Monats-Abo 45 Tage, 15 Tage mehr als die 30 Tage von ExpressVPN (die dort für Neukunden gelten). Die Einschränkung steht im Kleingedruckten: Im Monatsabo für 11,99 € sind es bei CyberGhost nur 14 Tage. Wer mit einem Monat testen will, hat bei ExpressVPN also mehr Zeit; wer gleich lang bucht, bei CyberGhost.
Audit, Sitz und Netz: KPMG gegen Deloitte, BVI gegen Rumänien
Beide lassen extern prüfen, bei unterschiedlichen Gesellschaften. ExpressVPN nennt das dritte KPMG-Audit seiner Datenschutzverpflichtungen vom Juni 2025 und ein KPMG-No-Logs-Audit vom September 2022; das eigene Lightway-Protokoll prüfte Cure53 im Oktober 2024 zum vierten Mal. CyberGhost lässt Deloitte prüfen, drittes No-Logs-Audit am 8. Dezember 2025 – der jüngere Bericht der beiden. Beim Firmensitz steht ExpressVPN auf den Britischen Jungferninseln, CyberGhost S.R.L. in Rumänien, also in der EU.
Beim Netz nennt ExpressVPN „113 Länder“, aber keine Gesamt-Serverzahl – als einziger Anbieter im Vergleich. CyberGhost weist auf seiner Serverseite 100 Länder und 125 Standorte aus; die Summe der offiziellen Serverliste ergibt rund 9.800 Server, davon 1.333 in Deutschland. Wer wissen will, wie viele Server hinter dem Abo stehen, bekommt die Zahl nur bei CyberGhost. Kill-Switch, Split-Tunneling, Apps für Windows, macOS, iOS, Android und Linux, Router-Setup und Streaming-Werbung haben beide; ob ein Dienst im Einzelfall läuft, hängt von dessen Nutzungsbedingungen ab.
Sammelklage: nur bei ExpressVPN
Gegen ExpressVPN wurde am 13. Juni 2025 in Kalifornien eine US-Sammelklage eingereicht (Kläger Timothy Millar), Vorwurf: Verstoß gegen das Automatic Renewal Law und das False Advertising Law. Das Verfahren ist anhängig, ein Urteil gibt es nicht. ExpressVPN will sich verteidigen und erklärt, Preis- und Verlängerungsinformationen seien in jedem Schritt des Bestellprozesses klar und gut sichtbar. Gegen CyberGhost ist keine Sammelklage bekannt – obwohl beide Marken zum selben Konzern gehören und beide automatisch verlängern. Wie ihr die Verlängerung abschaltet, steht unter ExpressVPN kündigen und CyberGhost kündigen.
Nimm ExpressVPN, wenn … / Nimm CyberGhost, wenn …
- Nimm ExpressVPN, wenn ihr mehr als 7 Geräte gleichzeitig schützen müsst (10, 12 oder 14 je nach Tarif), ein Jahresabo statt 6 Monaten wollt, die längste Erstlaufzeit von 28 Monaten mitnehmt oder im Monatsabo mit 30 statt 14 Tagen Geld-zurück testen wollt – und 23,01 € mehr pro Verlängerungsjahr akzeptiert.
- Nimm CyberGhost, wenn 7 Geräte reichen und ihr in beiden Werten weniger zahlen wollt: 2,19 € statt 2,49 € im Einstieg, 4,75 € statt 6,66 € nach der Verlängerung, dazu 45 Tage Geld-zurück im Langzeitabo, ein Deloitte-Audit vom Dezember 2025, eine ausgewiesene Serverzahl und keine anhängige Sammelklage.
- Nimm keinen von beiden, wenn ihr einen Anbieter außerhalb von Kape Technologies sucht. Dann bleibt Proton VPN (unabhängig, Platz 1 mit 8,3 Punkten) – oder Surfshark und NordVPN, die allerdings zu einer eigenen gemeinsamen Holding gehören.
In unserem Vergleich liegt CyberGhost auf Platz 2 mit 7,4 von 10 Punkten, ExpressVPN auf Platz 3 mit 7,2 Punkten. Den kleinen Abstand machen Verlängerungspreis, Garantie und die fehlende Klage aus – bei Geräten und Laufzeiten hat ExpressVPN die Nase vorn, beim Eigentümer stehen beide gleich.
Häufige Fragen
Gehören ExpressVPN und CyberGhost zum selben Unternehmen?
Ja. Beide gehören zu Kape Technologies (London, Eigentümer Teddy Sagi): CyberGhost seit 2017, ExpressVPN seit 2021 (Übernahme für 936 Mio. USD). Zum Konzern gehören außerdem Private Internet Access und Zenmate. Apps, Preise, Audits und Firmensitz sind trotzdem getrennt.
Was ist günstiger, ExpressVPN oder CyberGhost?
CyberGhost, in beiden Werten: 2,19 € gegen 2,49 € im Monat im Einstieg (56,94 € für 26 Monate gegen 69,72 € für 28 Monate) und 56,94 € gegen 79,95 € pro Verlängerungsjahr. Im Monatsabo kostet CyberGhost 11,99 €, ExpressVPN 12,99 €.
Wie viele Geräte erlauben ExpressVPN und CyberGhost?
ExpressVPN 10 gleichzeitige Verbindungen bei Basic, 12 bei Erweitert (3,99 €) und 14 bei Express Pro (6,49 €). CyberGhost erlaubt 7 gleichzeitige Verbindungen – der niedrigste Wert unter den fünf Anbietern in unserem Vergleich.
Wie lange kann ich ExpressVPN und CyberGhost testen?
ExpressVPN gibt Neukunden 30 Tage Geld-zurück-Garantie bei allen Laufzeiten. CyberGhost gibt 45 Tage im 26-Monats- und im 6-Monats-Abo, im Monatsabo für 11,99 € aber nur 14 Tage.
Wer prüft die No-Logs-Richtlinien von ExpressVPN und CyberGhost?
ExpressVPN lässt seine Datenschutzverpflichtungen von KPMG prüfen, drittes Audit im Juni 2025, dazu ein KPMG-No-Logs-Audit vom September 2022. CyberGhost lässt Deloitte prüfen, drittes Audit am 8. Dezember 2025 – der jüngere der beiden Berichte.
Gibt es Sammelklagen gegen ExpressVPN oder CyberGhost?
Gegen ExpressVPN: eingereicht am 13. Juni 2025 in Kalifornien wegen der Verlängerungspraxis, anhängig; ExpressVPN erklärt, Preis- und Verlängerungsinformationen seien im Bestellprozess klar sichtbar. Gegen CyberGhost ist keine Sammelklage bekannt.



