ExpressVPN Alternative 2026: Proton VPN, Surfshark oder NordVPN?
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Wer eine Alternative zu ExpressVPN sucht, tut das selten wegen des Einstiegspreises: Basic kostet 2,49 € im Monat (69,72 € für die ersten 28 Monate) – günstiger als NordVPN und Proton VPN mit je 3,49 €, gleichauf mit Surfshark. Die belegbaren Wechselgründe liegen woanders: ExpressVPN gehört seit 2021 zum Kape-Konzern, seit dem 13. Juni 2025 ist in Kalifornien eine US-Sammelklage zur Verlängerungspraxis anhängig, der Anbieter nennt als einziger im Vergleich keine Gesamt-Serverzahl, und nach den 28 Monaten kostet das Abo 79,95 € pro Jahr (6,66 € im Monat). Drei Anbieter kommen als echte Alternative infrage: Proton VPN (ohne Konzernmutter, Platz 1 in unserem Vergleich), Surfshark (unbegrenzt viele Geräte zum selben Preis) und NordVPN (längste Audit-Historie, aber mit 11,59 € die teuerste Verlängerung). CyberGhost fehlt in dieser Liste mit Absicht: Die Marke gehört demselben Konzern.
Stand: 4. September 2026 – Preise laut deutschen Anbieterseiten in Euro; die Anbieter weisen darauf hin, dass je nach Land Mehrwertsteuer anfallen kann.
Warum überhaupt weg von ExpressVPN?
Vier Gründe lassen sich mit den Anbieterseiten belegen:
- Der Konzern. ExpressVPN gehört seit 2021 zu Kape Technologies (London, Eigentümer Teddy Sagi; Übernahme für 936 Mio. USD), zusammen mit CyberGhost, Zenmate und Private Internet Access. Sitz von ExpressVPN sind die Britischen Jungferninseln.
- Die Sammelklage. Am 13. Juni 2025 wurde in Kalifornien eine US-Sammelklage eingereicht (Kläger Timothy Millar), Vorwurf: Verstoß gegen das Automatic Renewal Law und das False Advertising Law. Das Verfahren ist anhängig, ein Urteil gibt es nicht. ExpressVPN will sich verteidigen und erklärt, Preis- und Verlängerungsinformationen seien in jedem Schritt des Bestellprozesses klar sichtbar.
- Keine Serverzahl. Die Preisseite nennt „113 Länder“, aber keine Gesamtzahl der Server – als einziger der fünf Anbieter in unserem Vergleich. Die vier anderen nennen eine Zahl – von über 4.500 (Surfshark) bis über 20.000 (Proton VPN).
- Die Verlängerung. Nach den ersten 28 Monaten für 69,72 € kostet Basic 79,95 € pro Jahr, also 6,66 € im Monat – das 2,67-Fache des Einstiegs. Fair ist: ExpressVPN schreibt diesen Preis bei jeder Laufzeit direkt unter das Angebot.
Was für ExpressVPN spricht: 2,49 € Einstieg, die längste Erstlaufzeit im Feld (24 plus 4 Monate), 10 bis 14 Geräte je nach Tarif, ein KPMG-Audit vom Juni 2025 und 30 Tage Geld-zurück-Garantie. In unserem Vergleich reicht das für Platz 3 mit 7,2 von 10 Punkten (ExpressVPN-Anbieterseite, alle Laufzeiten unter ExpressVPN Kosten).
CyberGhost: günstiger, aber dasselbe Haus
CyberGhost taucht in vielen Listen als erste ExpressVPN-Alternative auf – und ist beim Preis tatsächlich besser: 2,19 € im Monat (56,94 € für 26 Monate) und danach 56,94 € pro Jahr, also 4,75 € im Monat statt 6,66 €. Das sind 12,78 € weniger in der ersten Laufzeit und 23,01 € weniger pro Verlängerungsjahr. Nur: CyberGhost gehört seit 2017 ebenfalls zu Kape Technologies. Wer ExpressVPN wegen des Eigentümers verlässt, wechselt mit CyberGhost nur die Marke – und bekommt 7 statt 10 Geräte. Wer nur den Preis senken will, findet unter ExpressVPN vs CyberGhost den Direktvergleich der beiden Kape-Marken.
Proton VPN: unabhängig, Platz 1 – beim Preis fast gleichauf
Proton VPN Plus kostet 3,49 € im Monat, 83,76 € für 24 Monate ohne Gratismonate. Das ist im Einstieg ein Euro im Monat mehr als ExpressVPN, in der ersten Laufzeit 14,04 € mehr für vier Monate weniger. Ab der Verlängerung gleichen sich beide fast an: 83,88 € pro Jahr (6,99 € im Monat) gegen 79,95 € (6,66 €) – 3,93 € Unterschied im Jahr. Wer wechselt, spart also nicht, sondern zahlt ein paar Euro drauf – für das, was ExpressVPN nicht hat.
Proton VPN ist der einzige Anbieter in unserem Vergleich ohne Konzernmutter: Betreiber ist die Proton AG in Genf. Die No-Logs-Richtlinie prüft Securitum jährlich, 2026 zum fünften Mal; der Code der Apps ist offen. Das Netz umfasst über 20.000 Server in 148 Ländern (Anbieterangabe) – das größte im Feld, gegenüber „113 Länder“ ohne Zahl bei ExpressVPN. Eine Sammelklage ist nicht bekannt. 10 Geräte und 30 Tage Geld-zurück-Garantie entsprechen ExpressVPN Basic. Dazu kommt ein Free-Tarif ohne Kreditkarte (1 Gerät, Server in 10 zufällig zugewiesenen Ländern) zum Ausprobieren. Platz 1 in unserem Vergleich mit 8,3 von 10 Punkten; den Direktvergleich lest ihr unter ExpressVPN vs Proton VPN.
Surfshark: unbegrenzt viele Geräte zum selben Preis – mit zwei Haken
Surfshark Starter kostet wie ExpressVPN Basic 2,49 € im Monat, rechnet aber 27 statt 28 Monate ab: 67,23 € gegen 69,72 €. Der greifbare Vorteil ist die Gerätezahl: unbegrenzt viele gleichzeitig, in jedem Tarif – bei ExpressVPN sind es 10 (Basic), 12 (Erweitert, 3,99 €) oder 14 (Express Pro, 6,49 €). Die No-Logs-Richtlinie hat Deloitte geprüft, zweiter Bericht vom 20. Juni 2025; Sitz ist Surfshark B.V. in den Niederlanden; das Netz umfasst über 4.500 Server in 100 Ländern.
Zwei Haken gehören dazu. Erstens nennt Surfshark den Verlängerungspreis vor dem Kauf nicht – die FAQ der Preisseite sagt nur: „Bei Verlängerung wird dir der jeweilige Verlängerungspreis berechnet.“ Ob das über oder unter den 6,66 € von ExpressVPN liegt, lässt sich am 4. September 2026 nicht sagen. Zweitens ist auch Surfshark kein unabhängiger Anbieter: Seit dem 2. Februar 2022 ist die Marke mit Nord Security (NordVPN) unter einer gemeinsamen Holding zusammengeführt, und seit dem 17. Juli 2025 ist in Kalifornien eine eigene Sammelklage wegen automatischer Verlängerungen anhängig. Im Monatsabo ist Surfshark mit 16,45 € teurer als ExpressVPN (12,99 €). Platz 4 in unserem Vergleich mit 7,0 Punkten.
NordVPN: längste Audit-Historie, teuerste Verlängerung
NordVPN gilt als Standardalternative – und ist die teuerste in dieser Liste. Basis kostet 3,49 € im Monat (94,23 € für 27 Monate) und verlängert sich danach für 139,08 € pro Jahr, also 11,59 € im Monat: das 3,32-Fache des Einstiegs und 59,13 € mehr pro Verlängerungsjahr als ExpressVPN. Was in älteren Vergleichen kursiert – NordVPN sei „rund 50 % günstiger“ als ExpressVPN – stimmt mit den Preisseiten vom 4. September 2026 nicht überein.
Dafür hat NordVPN die längste Audit-Historie im Feld: sechs externe No-Logs-Prüfungen, zuletzt Deloitte im November/Dezember 2025. Der Anbieter nennt mehr als 8.000 Server an über 224 Standorten, 10 Geräte und 30 Tage Geld-zurück-Garantie. NordVPN ist in Panama registriert, entwickelt von Nord Security (Litauen) – seit 2022 in einer Holding mit Surfshark. Auch hier läuft eine Sammelklage: eingereicht am 10. April 2026 in Virginia, anhängig; NordVPN erklärt, die Abo-Bedingungen würden beim Kauf klar dargestellt. Platz 5 in unserem Vergleich mit 7,0 Punkten.
Alle Alternativen in Zahlen
| Anbieter | Einstieg €/Mon. | Laufzeit | Gesamt | Verlängerung €/Mon. | Geräte | Geld-zurück | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ExpressVPN Basic | 2,49 € | 28 Mon. | 69,72 € | 6,66 € (79,95 €/Jahr) | 10 | 30 Tage | Kape Technologies |
| Proton VPN Plus | 3,49 € | 24 Mon. | 83,76 € | 6,99 € (83,88 €/Jahr) | 10 | 30 Tage | unabhängig (Proton AG) |
| Surfshark Starter | 2,49 € | 27 Mon. | 67,23 € | nicht ausgewiesen | unbegrenzt | 30 Tage | Holding mit NordVPN |
| NordVPN Basis | 3,49 € | 27 Mon. | 94,23 € | 11,59 € (139,08 €/Jahr) | 10 | 30 Tage | Holding mit Surfshark |
| CyberGhost | 2,19 € | 26 Mon. | 56,94 € | 4,75 € (56,94 €/Jahr) | 7 | 45 Tage (Monatsabo 14) | Kape Technologies – keine Alternative |
Welche Alternative wann
- Ihr wollt raus aus jeder Konzernstruktur: Proton VPN ist die einzige Wahl ohne Konzernmutter – für einen Euro im Monat mehr im Einstieg, 3,93 € mehr pro Verlängerungsjahr und mit Free-Tarif zum Ausprobieren.
- Ihr braucht mehr als 14 Geräte: Surfshark zum selben Einstiegspreis von 2,49 € – wenn ihr bereit seid, den Verlängerungspreis vor Ablauf selbst im Konto nachzusehen, und die Nord-Holding kein Ausschlusskriterium ist.
- Ihr wollt die längste Audit-Historie: NordVPN mit sechs Prüfungen – zum Preis der teuersten Verlängerung im Feld (139,08 € pro Jahr).
- Ihr wollt nur weniger zahlen: Dann ist CyberGhost mit 2,19 € und 4,75 € günstiger – aber ein Wechsel innerhalb von Kape, kein Anbieterwechsel.
Bei allen drei Alternativen wird der Gesamtbetrag beim Abschluss fällig, und das Laufzeitende gehört in den Kalender. Wie ihr die Verlängerung bei ExpressVPN abschaltet, steht unter ExpressVPN kündigen; was die fünf Anbieter über die Jahre kosten, zeigt VPN günstig 2026.
Häufige Fragen
Was ist die beste Alternative zu ExpressVPN?
Das hängt vom Wechselgrund ab. Wer keinen Konzern im Hintergrund will, nimmt Proton VPN: 3,49 € im Monat, 83,88 € pro Jahr nach der Verlängerung, keine Konzernmutter, Platz 1 in unserem Vergleich mit 8,3 von 10 Punkten. Wer unbegrenzt viele Geräte braucht, nimmt Surfshark zum selben Einstiegspreis von 2,49 €.
Ist NordVPN günstiger als ExpressVPN?
Nein. NordVPN Basis kostet 3,49 € im Monat (94,23 € für 27 Monate), ExpressVPN Basic 2,49 € (69,72 € für 28 Monate). Nach der ersten Laufzeit verlängert NordVPN für 139,08 € pro Jahr, ExpressVPN für 79,95 € – ein Unterschied von 59,13 € pro Jahr zugunsten von ExpressVPN.
Ist CyberGhost eine Alternative zu ExpressVPN?
Nur beim Preis: 2,19 € Einstieg und 4,75 € im Monat nach der Verlängerung gegen 2,49 € und 6,66 € bei ExpressVPN. Beide Marken gehören aber zu Kape Technologies (ExpressVPN seit 2021, CyberGhost seit 2017). Wer den Eigentümer wechseln will, wechselt mit CyberGhost nur die Marke.
Welche ExpressVPN-Alternative ist unabhängig?
Unter den fünf Anbietern in unserem Vergleich nur Proton VPN (Proton AG, Genf). NordVPN und Surfshark gehören seit 2022 zu einer gemeinsamen Holding, ExpressVPN und CyberGhost zu Kape Technologies. Proton VPN lässt die No-Logs-Richtlinie jährlich von Securitum prüfen, 2026 zum fünften Mal.
Spare ich mit einer ExpressVPN-Alternative Geld?
Bei Proton VPN und NordVPN nicht: Proton VPN kostet 14,04 € mehr in der ersten Laufzeit und 3,93 € mehr pro Verlängerungsjahr, NordVPN 24,51 € und 59,13 € mehr. Surfshark liegt in der ersten Laufzeit 2,49 € darunter, nennt den Verlängerungspreis aber nicht. Nur CyberGhost ist in beiden Werten günstiger – und gehört zum selben Konzern.
Läuft gegen ExpressVPN eine Sammelklage?
Ja. Am 13. Juni 2025 wurde in Kalifornien eine US-Sammelklage wegen der Verlängerungspraxis eingereicht (Kläger Timothy Millar); sie ist anhängig, ein Urteil gibt es nicht. ExpressVPN will sich verteidigen und erklärt, Preis- und Verlängerungsinformationen seien im Bestellprozess klar sichtbar. Auch gegen Surfshark (17. Juli 2025) und NordVPN (10. April 2026) laufen Sammelklagen; gegen Proton VPN und CyberGhost ist keine bekannt.



