VPN günstig 2026: Was die Billig-Tarife nach der Verlängerung kosten

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Inhalt geprüft am 23. August 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

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VPN günstig 2026: Was die Billig-Tarife nach der Verlängerung kosten

„VPN günstig“ führt fast immer zu denselben Zahlen: 2,19 €, 2,49 €, 3,49 € pro Monat. Diese Preise stimmen – aber sie gelten nur für die erste Laufzeit. Danach schaltet fast jeder Anbieter auf einen Verlängerungspreis um, der zwei- bis viermal so hoch liegt. Wir haben am 23. August 2026 die Preisseiten aller fünf großen Anbieter von einem deutschen Anschluss aus aufgerufen und alle Beträge in Euro abgelesen – inklusive der Verlängerungspreise, die in Vergleichstabellen sonst fehlen.

Noch unsicher bei den Basics? Der VPN-Ratgeber: Was ist ein VPN? erklärt Verschlüsselung, Protokolle und welcher Anbieter wann passt.

Die Kurzantwort: günstig im ersten Jahr ist nicht günstig auf Dauer

Der beworbene Monatspreis ist der Einstiegspreis. Der Preis, den ihr ab dem dritten Jahr zahlt, steht bei manchen Anbietern im Kleingedruckten derselben Seite – bei einem gar nicht. Beide Zahlen nebeneinander:

Anbieter (Einstiegstarif)LaufzeitGesamtEinstieg €/Mon.Verlängerung €/Mon.Faktor
CyberGhost26 Mon. (24 + 2)56,94 €2,19 €4,75 €2,2×
Surfshark Starter27 Mon. (24 + 3)67,23 €2,49 €nicht ausgewiesen?
ExpressVPN Basic28 Mon. (24 + 4)69,72 €2,49 €6,66 €2,7×
NordVPN Basis27 Mon. (24 + 3)94,23 €3,49 €11,59 €3,3×
Proton VPN Plus24 Mon.83,76 €3,49 €6,99 €2,0×
Mullvadmonatlich5,00 €5,00 €1,0×

Der günstigste Einstieg ist CyberGhost mit 2,19 € im Monat. Ab der ersten Verlängerung ist Mullvad der günstigste Anbieter der Tabelle – bei einem Anbieter, der nie ein Angebot macht. Alle Beträge stammen von den deutschsprachigen Preisseiten, abgerufen am 23. August 2026; NordVPN, Surfshark und ExpressVPN weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Mehrwertsteuer je nach Fall an der Kasse hinzukommt.

Bonusmonate: wo die Rechnung aufgeht – und wo nicht

Alle großen Anbieter werben mit Zusatzmonaten: „+ 3 Monate EXTRA“ bei NordVPN und Surfshark, „2 Jahre + 2 Monate“ bei CyberGhost, „2 Jahre + 4 Monate“ bei ExpressVPN. Die naheliegende Sorge – dass der beworbene Monatspreis nur die 24 Monate berücksichtigt und die Bonusmonate rechnerisch unterschlägt – bestätigt sich bei diesen vier nicht. Die Gegenrechnung geht jeweils exakt auf:

  • CyberGhost: 56,94 € ÷ 26 Monate = 2,19 €
  • Surfshark Starter: 67,23 € ÷ 27 Monate = 2,49 €
  • ExpressVPN Basic: 69,72 € ÷ 28 Monate = 2,49 €
  • NordVPN Basis: 94,23 € ÷ 27 Monate = 3,49 €

Der Haken liegt an anderer Stelle: Ihr zahlt den gesamten Betrag sofort im Voraus. Wer bei CyberGhost 2,19 € im Monat liest, überweist beim Abschluss 56,94 €. Und die Laufzeit, auf die sich der Preis bezieht, ist bei jedem Anbieter unterschiedlich lang – 26, 27 oder 28 Monate –, was den direkten Vergleich zweier „2,49 €“-Angebote unmöglich macht, wenn man nur auf den Monatspreis schaut.

Die Verlängerung ist der eigentliche Preis

Hier trennen sich die Anbieter deutlich. CyberGhost ist am transparentesten: Der 26-Monats-Tarif kostet 56,94 € und verlängert sich „anschließend jährlich für 56,94 € bei aktivierter automatischer Verlängerung“ – derselbe Betrag, aber für 12 statt 26 Monate. Aus 2,19 € werden 4,75 €.

NordVPN beziffert die Verlängerung ebenfalls offen, und die Zahl ist die höchste im Feld: 139,08 € pro Jahr im Basis-Tarif, 219,48 € bei Komplett, 338,28 € bei Ultimativ Max. Aus 3,49 € werden 11,59 €, aus 4,49 € werden 18,29 €. Bei Komplett ist das mehr als das Vierfache des Einstiegspreises.

ExpressVPN nennt 79,95 € jährlich für Basic, 109,95 € für Erweitert und 179,95 € für Express Pro – also 6,66 €, 9,16 € und 15,00 € pro Monat. Proton VPN verlangt für VPN Plus 83,88 € alle zwölf Monate, nachdem die ersten 24 Monate 83,76 € gekostet haben: praktisch derselbe Betrag für die halbe Zeit, also eine Verdopplung auf 6,99 €.

Surfshark ist der einzige der fünf, der auf der Preisseite überhaupt keinen Verlängerungspreis nennt. Der Tarif ist als „67,23 € für die ersten 27 Monate“ ausgeschrieben – die Formulierung „für die ersten“ setzt einen zweiten Preis voraus, aber welcher das ist, steht dort nicht. Selbst die eigene FAQ „Wie viel kostet Surfshark nach 2 Jahren?“ verweist nur auf die Verlängerungsbedingungen, statt einen Betrag zu nennen. Für einen Anbieter, der mit dem Preis wirbt, ist das die auffälligste Lücke im ganzen Vergleich.

Was ihr fürs Geld bekommt

AnbieterGeräte gleichzeitigGeld-zurück-GarantieGratis-Version
Surfsharkunbegrenzt30 Tagenein
NordVPN1030 Tagenein
Proton VPN Plus1030 Tageja (1 Gerät)
ExpressVPN Basic1030 Tage (Neukunden)nein
CyberGhost745 Tage – aber nur 14 im Monatstarifnein
Mullvad514 Tagenein

Zwei Details, die in Vergleichstabellen regelmäßig falsch stehen: CyberGhosts vielzitierte 45-Tage-Garantie gilt nicht für den Monatstarif – dort sind es 14 Tage, und der Anbieter schreibt das auf der eigenen Seite auch so. Und ExpressVPN staffelt die Gerätezahl nach Tarif: 10 bei Basic, 12 bei Erweitert, 14 bei Express Pro. Wer „bis zu 14 Geräte“ liest, sieht den teuersten Tarif.

Wirklich kostenlos: nur Proton VPN Free

Von den fünf Anbietern hat nur Proton VPN eine dauerhaft kostenlose Stufe, und sie ist die einzige im Testfeld ohne Datenlimit. Die Einschränkungen stehen offen auf der Preisseite: ein Gerät gleichzeitig, „mittlere“ Geschwindigkeit, und die Verbindung läuft über Server in zehn Ländern, die zufällig ausgewählt werden – ihr könnt den Standort also nicht bestimmen. Damit fällt Streaming und alles andere weg, wofür ein bestimmtes Land nötig ist. Für gelegentliches Absichern im Hotel-WLAN reicht es, als Streaming-Lösung nicht.

Für alle anderen Gratis-Angebote gilt der bekannte Vorbehalt: Datenlimits von meist 500 MB bis 10 GB pro Monat, wenige Standorte und ein Geschäftsmodell, das irgendwo herkommen muss. Wenn ein VPN nichts kostet und keinen Bezahltarif bewirbt, ist die Frage nach der Finanzierung berechtigt.

Automatische Verlängerung: was in Deutschland gilt

Zwei Regelungen im BGB sind hier relevant, wenn auf den Vertrag deutsches Recht anwendbar ist. § 309 Nr. 9 BGB begrenzt in Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegenüber Verbrauchern die Erstlaufzeit auf zwei Jahre; eine stillschweigende Verlängerung ist nur zulässig, wenn sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit verlängert und jederzeit mit höchstens einmonatiger Frist kündbar bleibt. Auch die Kündigungsfrist zum Ende der Erstlaufzeit darf höchstens einen Monat betragen.

§ 312k BGB verlangt für online geschlossene Dauerverträge einen Kündigungsbutton, der ständig verfügbar und eindeutig beschriftet ist und unmittelbar auf eine Bestätigungsseite führt. Fehlt er, könnt ihr den Vertrag jederzeit und ohne Frist kündigen. Praktisch heißt das: Tragt euch den Ablauf der Erstlaufzeit in den Kalender ein, sobald ihr abgeschlossen habt – die Abbuchung kommt in der Regel vor dem eigentlichen Enddatum. Wie das bei den einzelnen Anbietern abläuft, steht in unseren Anleitungen zu NordVPN kündigen und ExpressVPN kündigen.

Fazit: welcher Tarif für wen

Wenn ihr nach zwei Jahren ohnehin wechselt, ist CyberGhost mit 56,94 € für 26 Monate das günstigste Gesamtpaket – vorausgesetzt, sieben Geräte reichen und ihr kündigt rechtzeitig. Wenn ihr viele Geräte absichern wollt, ist Surfshark mit unbegrenzten Verbindungen zu 67,23 € konkurrenzlos; den unbekannten Verlängerungspreis solltet ihr dann aber vor Ablauf im Konto nachsehen. Wenn ihr das Abo laufen lassen wollt, ist Proton VPN Plus mit 6,99 € nach der Verlängerung der günstigste der fünf Partner – und die kostenlose Stufe erlaubt einen risikolosen Test vorab. Wenn ihr Preisstabilität wollt, ist Mullvad mit 5,00 € pro Monat ohne Laufzeit und ohne Verlängerungssprung die einzige Option, die in Jahr fünf noch dasselbe kostet wie am ersten Tag.

Welcher Anbieter darüber hinaus was leistet – Geschwindigkeit, Streaming, No-Logs-Audits –, steht im VPN-Vergleich und in unserer Übersicht Bester VPN 2026. Wer gezielt nach Aktionen sucht, findet die aktuellen Rabatte unter NordVPN Gutschein.

Preisstand: 23. August 2026, abgerufen auf den deutschsprachigen Anbieterseiten. VPN-Aktionen ändern sich häufig – prüft den Betrag vor dem Abschluss noch einmal auf der Seite des Anbieters.

Häufige Fragen

Welches VPN ist 2026 am günstigsten?

Im Einstieg CyberGhost: 56,94 € für 26 Monate, also 2,19 € pro Monat (Stand 23.08.2026). Ab der Verlängerung dreht sich das Bild – dort kostet CyberGhost 4,75 € im Monat, Proton VPN Plus 6,99 € und NordVPN Basis 11,59 €. Wer das Abo dauerhaft laufen lässt, fährt mit Mullvad zu konstant 5,00 € pro Monat am günstigsten.

Warum wird mein VPN nach zwei Jahren teurer?

Weil der beworbene Preis ein Einführungspreis für die erste Laufzeit ist. CyberGhost verlängert für 56,94 € jährlich statt für 26 Monate, NordVPN Basis für 139,08 € im Jahr, ExpressVPN Basic für 79,95 € und Proton VPN Plus für 83,88 €. Nur Mullvad kennt keinen zweiten Preis.

Rechnen die Anbieter die Bonusmonate in den Monatspreis ein?

Bei den vier geprüften Anbietern mit Bonusmonaten ja. CyberGhost 56,94 € ÷ 26 = 2,19 €, Surfshark 67,23 € ÷ 27 = 2,49 €, ExpressVPN 69,72 € ÷ 28 = 2,49 €, NordVPN 94,23 € ÷ 27 = 3,49 €. Der Vergleich zweier gleicher Monatspreise hinkt trotzdem, weil sich die Laufzeiten um bis zu zwei Monate unterscheiden.

Was kostet Surfshark nach der ersten Laufzeit?

Surfshark nennt den Verlängerungspreis auf der deutschen Preisseite nicht. Der Tarif ist als „67,23 € für die ersten 27 Monate“ ausgeschrieben, und die eigene FAQ verweist nur auf die Verlängerungsbedingungen, ohne einen Betrag zu nennen (geprüft am 23.08.2026). Den konkreten Preis solltet ihr vor Ablauf im Konto nachsehen.

Gibt es ein wirklich kostenloses VPN?

Proton VPN Free ist die einzige dauerhaft kostenlose Stufe unter den fünf großen Anbietern und hat kein Datenlimit. Dafür gilt: nur ein Gerät gleichzeitig, „mittlere“ Geschwindigkeit und Server in zehn Ländern, die zufällig zugewiesen werden. Für Streaming reicht das nicht, weil ihr den Standort nicht wählen könnt.

Wie komme ich aus einem VPN-Abo wieder heraus?

Nach § 312k BGB brauchen online geschlossene Dauerverträge einen jederzeit erreichbaren Kündigungsbutton; fehlt er, ist der Vertrag ohne Frist kündbar. Außerdem begrenzt § 309 Nr. 9 BGB in AGB gegenüber Verbrauchern die Erstlaufzeit auf zwei Jahre und lässt eine stillschweigende Verlängerung nur auf unbestimmte Zeit mit höchstens einmonatiger Kündigungsfrist zu. Praktisch hilft am meisten, sich das Laufzeitende gleich beim Abschluss in den Kalender einzutragen.

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