Website erstellen 2026: Anleitung in 7 Schritten für Einsteiger
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Eine eigene Website erstellst du in sieben Schritten: Ziel festlegen, Domain wählen, Hosting oder Baukasten buchen, ein Content-Management-System wie WordPress installieren, Inhalte anlegen, Pflichtangaben ergänzen und die Seite veröffentlichen. Programmierkenntnisse brauchst du dafür nicht. Die laufenden Kosten beginnen bei 2,69 € im Monat für Hosting inklusive .de-Domain (netcup Webhosting 1000, Zahlung ein Jahr im Voraus, also 32,28 €); WordPress selbst ist kostenlos.
Stand: 2. Oktober 2026 – Preise laut deutscher Anbieterseite inkl. 19 % MwSt., sofern nicht anders angegeben.
Schritt 1: Ziel und Umfang festlegen
Bevor du etwas buchst, kläre, was die Seite leisten soll: ein Blog, ein Portfolio, die Visitenkarte eines Betriebs oder ein Shop. Davon hängt ab, wie viele Unterseiten du brauchst und welches System passt. Skizziere die Struktur auf einem Blatt: Startseite, eine Seite über dich oder dein Unternehmen, dein Angebot, Kontakt sowie Impressum und Datenschutzhinweise, soweit sie für dich gelten (siehe Schritt 6). Für einen Shop auf WordPress-Basis gibt es das Plugin WooCommerce.
Schritt 2: Domain wählen
Die Domain ist die Adresse deiner Seite. Sie sollte kurz, leicht zu buchstabieren und ohne Verwechslungsgefahr sein; für ein deutschsprachiges Publikum liegt die Endung .de nahe. In vielen Webhosting-Tarifen ist eine Domain dauerhaft enthalten: bei ALL-INKL Privat drei, bei netcup Webhosting 1000 eine .de-Domain, bei STRATO und webgo im Einstiegstarif eine. Bei IONOS ist die Domain im Webhosting nur im ersten Jahr kostenlos, Hetzner-Webhosting enthält gar keine – dort registrierst du sie ab 5,83 € im Jahr dazu.
Schritt 3: Hosting oder Baukasten buchen
Für eine WordPress-Seite brauchst du Webhosting: Speicherplatz, eine Datenbank, ein SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung und idealerweise einen Installer. Speicher, Datenbanken und SSL bieten die Einstiegstarife dieser vier Anbieter; Unterschiede gibt es bei Preis, Domain, SSL-Kosten und Installer:
| Tarif | BuddyScore | Preis | Domain | SSL | WordPress-Installation |
|---|---|---|---|---|---|
| ALL-INKL Privat | 8,6/10 | 1. Monat 0 €, danach 4,95 € im Monat; keine Mindestlaufzeit | 3 inklusive | 0,95 € im Monat extra, ab Privat Plus inklusive | Software-Installer |
| netcup Webhosting 1000 | 7,9/10 | 2,69 € im Monat; 12 Monate, Zahlung im Voraus | 1 .de inklusive | kostenlos | Appinstaller mit automatischen Updates |
| STRATO Starter | 6,8/10 | 1. Monat 0 €, danach 5 € im Monat; 12 Monate Laufzeit | 1 inklusive | 1 Zertifikat inklusive | 1-Klick-Installation |
| webgo Starter HDD | 7,0/10 | 6,95 € im Monat im Jahresvertrag, 7,95 € monatlich | 1 inklusive | inklusive | 1ClickInstall (u. a. WordPress, Joomla) |
Ein Website-Baukasten ist die Alternative: Du buchst Hosting und Editor in einem und klickst die Seite aus Vorlagen zusammen. Das geht schneller, bindet dich aber an den Anbieter. Welche Hosting-Ausstattung du als Einsteiger wirklich brauchst, steht ausführlicher unter Webhosting für Anfänger.
Schritt 4: WordPress installieren
Nach der Buchung meldest du dich im Kundenbereich des Hosters an und startest den Installer: Bei ALL-INKL heißt er Software-Installer und installiert „Wordpress, Joomla und andere Programme“, netcup nutzt einen Appinstaller, Hetzner einen One-Click-WordPress-Installer. Du wählst die Domain, legst Benutzername und Passwort für den Administrator fest, danach ist WordPress unter deiner Domain erreichbar. Aktiviere direkt danach das SSL-Zertifikat, damit die Seite über https läuft – bei ALL-INKL Privat ist das die kostenpflichtige Let’s-Encrypt-Option. Wer statt eines allgemeinen Webhostings einen Tarif speziell für WordPress sucht, findet die Unterschiede im WordPress-Hosting-Vergleich.
Schritt 5: Design und Inhalte anlegen
Wähle ein Theme, das sich an Bildschirmgrößen anpasst. Das ist mehr als Kosmetik: Google schreibt, es verwende „für die Indexierung und das Ranking die mobile Version des Website-Inhalts“. Lege dann die Seiten aus deiner Skizze an, schreibe kurze, klare Texte und verkleinere Fotos vor dem Hochladen. Installiere nur die Plugins, die du wirklich nutzt – jedes zusätzliche Plugin muss gepflegt und aktualisiert werden.
Schritt 6: Impressum und Datenschutz
Ein Impressum schreibt § 5 Abs. 1 DDG für „geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste“ vor. Wer ein Unternehmen oder eine selbstständige Tätigkeit präsentiert, fällt in der Regel darunter; eine rein private Seite ist von § 5 DDG nicht pauschal erfasst. Unabhängig davon verlangt § 18 Abs. 1 Medienstaatsvertrag von Anbietern von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, Name und Anschrift (bei juristischen Personen auch Name und Anschrift des Vertretungsberechtigten) leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten. Datenschutzhinweise brauchst du nach Art. 13 DSGVO, sobald du personenbezogene Daten erhebst. Das passiert fast immer, etwa über ein Kontaktformular oder die Zugriffsprotokolle des Servers. Generatoren helfen beim Formulieren; bei Unsicherheit klärt eine Rechtsberatung, was für deinen Fall gilt.
Schritt 7: Veröffentlichen und sichern
- Prüfe, ob alle Seiten über https erreichbar sind und auf dem Smartphone gut aussehen.
- Melde die Seite in der Google Search Console an und reiche dort die Sitemap ein, die WordPress oder ein SEO-Plugin erzeugt.
- Richte eine eigene Datensicherung ein: ALL-INKL und netcup erstellen zwar Backups, führen sie aber als freiwilligen Service ohne Anspruch.
- Spiele Updates für WordPress, Theme und Plugins regelmäßig ein. netcup aktualisiert WordPress laut Tarifdetails automatisch, bei ALL-INKL kümmerst du dich selbst darum.
Baukasten oder WordPress?
WordPress ist Open Source und kostenlos; du zahlst nur das Hosting und behältst die volle Kontrolle über Daten und Umzug. Laut W3Techs (Stand Oktober 2026) läuft WordPress auf 58,7 % aller Websites, deren Content-Management-System bekannt ist – das sind 40,2 % aller Websites. Entsprechend groß ist die Auswahl an Themes, Plugins und Anleitungen. Ein Baukasten ist einfacher und schneller eingerichtet, aber weniger flexibel. Unsere Einschätzung: Für ein Projekt, das wachsen soll, ist WordPress die nachhaltigere Wahl; für eine einfache Visitenkarte, die du schnell online haben willst, kann ein Baukasten genügen.
Häufige Fehler beim ersten Website-Projekt
- Zu viel auf einmal: viele Schriften, Farben und Plugins machen die Seite unübersichtlich und aufwendig in der Pflege.
- Mobile Ansicht vergessen: Google bewertet die mobile Version – teste jede Seite auf dem Smartphone.
- Pflichtangaben fehlen: Impressum nach § 5 DDG bei geschäftsmäßigen Seiten, Datenschutzhinweise nach Art. 13 DSGVO.
- Nur den Lockpreis angeschaut: Bei Aktionstarifen zählt der Preis danach. Dauerhaft günstige Tarife mit ihren Einschränkungen zeigt Günstiges Webhosting.
Hosting für den Start: ALL-INKL
ALL-INKL hat unter den Webhostern bei uns den höchsten BuddyScore (8,6/10). Der Tarif Privat kostet nach einem Gratismonat 4,95 € im Monat, ohne Mindestlaufzeit, mit drei Domains, 50 GB Speicher und Software-Installer. SSL kostet im Privat-Tarif 0,95 € im Monat extra; wer es inklusive will, nimmt Privat Plus für 7,95 € im Monat.
* Affiliate-Link: Wir erhalten eine Provision, wenn du darüber bestellst. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Wie erstelle ich eine eigene Website?
In sieben Schritten: Ziel festlegen, Domain wählen, Hosting oder Baukasten buchen, WordPress über den Installer des Hosters einrichten, Design und Inhalte anlegen, Impressum und Datenschutzhinweise ergänzen, die Seite veröffentlichen und eine Datensicherung einrichten.
Was kostet eine eigene Website?
Wenn du sie selbst baust, vor allem das Hosting: netcup Webhosting 1000 kostet 2,69 € im Monat inklusive .de-Domain bei Zahlung für ein Jahr im Voraus (32,28 €), ALL-INKL Privat 4,95 € im Monat nach einem Gratismonat, SSL kostet dort 0,95 € im Monat extra. WordPress selbst ist kostenlos; Premium-Themes oder Plugins kosten extra.
Brauche ich Programmierkenntnisse?
Nein. Die Installer der Hoster richten WordPress mit wenigen Klicks ein, etwa der Software-Installer bei ALL-INKL oder der One-Click-Installer bei Hetzner. Seiten und Texte legst du anschließend im Editor an.
Brauche ich ein Impressum?
Für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste schreibt § 5 Abs. 1 DDG ein Impressum vor. Eine rein private Seite ist davon nicht pauschal erfasst. Name und Anschrift verlangt § 18 Abs. 1 Medienstaatsvertrag aber schon bei Angeboten, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen. Datenschutzhinweise nach Art. 13 DSGVO brauchst du fast immer, weil schon Server-Protokolle personenbezogene Daten enthalten.
Baukasten oder WordPress – was ist besser für Einsteiger?
Ein Baukasten ist schneller eingerichtet, bindet dich aber an den Anbieter. WordPress ist kostenlos, flexibel und lässt sich zu einem anderen Hoster umziehen; laut W3Techs läuft es auf 58,7 % der Websites mit bekanntem CMS. Für Projekte, die wachsen sollen, halten wir WordPress für die bessere Wahl.
Warum ist die mobile Ansicht so wichtig?
Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Website. Wähle deshalb ein Theme, das sich an Bildschirmgrößen anpasst, und prüfe jede Seite auf dem Smartphone.



