Webhosting umziehen: So gelingt der Anbieterwechsel 2026

Euer aktuelles Webhosting ist zu langsam, zu teuer oder der Support lässt zu wünschen übrig? Ein Anbieterwechsel ist einfacher als ihr denkt – wenn ihr die richtige Reihenfolge einhaltet. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie ihr euer Webhosting umzieht, ohne Daten zu verlieren oder Ausfallzeiten zu riskieren.
Vor dem Umzug: Checkliste
Bevor ihr loslegt, prüft diese Punkte: Vertragslaufzeit – wann endet euer aktueller Vertrag? Kündigt rechtzeitig, aber bucht den neuen Hoster schon vorher, damit sich die Laufzeiten überlappen. Domain-Situation – ist eure Domain beim aktuellen Hoster registriert oder bei einem separaten Registrar? Bei separatem Registrar ist der Umzug einfacher. E-Mail-Konten – nutzt ihr E-Mail über euren Hoster? Dann müsst ihr auch diese migrieren.
Schritt 1: Neuen Hoster buchen
Bucht euren neuen Hosting-Tarif, bevor ihr beim alten Hoster kündigt. Ihr braucht eine Übergangsphase, in der beide Accounts aktiv sind. Die meisten Hoster bieten kostenlose Umzugsservices an – fragt beim neuen Anbieter nach! IONOS, ALL-INKL und SiteGround übernehmen den Umzug oft komplett für euch.
Schritt 2: Backup erstellen
Erstellt ein vollständiges Backup bevor ihr irgendetwas ändert. Sichert alle Website-Dateien per FTP/SFTP (kompletter Webspace-Ordner), alle Datenbanken (MySQL-Export über phpMyAdmin), E-Mail-Konten und -Inhalte sowie DNS-Einträge und Konfigurationen. Für WordPress-Seiten empfehlen wir das Plugin UpdraftPlus oder All-in-One WP Migration – damit exportiert ihr die komplette Seite in einer Datei.
Schritt 3: Dateien und Datenbanken übertragen
Website-Dateien: Verbindet euch per FTP/SFTP mit dem neuen Server und ladet alle Dateien hoch. Bei großen Websites kann das mehrere Stunden dauern – plant das ein. Datenbanken: Erstellt auf dem neuen Server eine leere Datenbank, importiert den SQL-Dump über phpMyAdmin und passt die Zugangsdaten in der Konfigurationsdatei an (bei WordPress: wp-config.php).
Schritt 4: Website auf neuem Server testen
Testet eure Website auf dem neuen Server, bevor ihr die Domain umleitet. Die meisten Hoster vergeben eine temporäre URL oder IP-Adresse, unter der ihr die Seite aufrufen könnt. Alternativ könnt ihr eure lokale hosts-Datei anpassen, um die Domain temporär auf die neue Server-IP zu zeigen. Prüft ob alle Seiten, Formulare, Shops und Plugins funktionieren.
Schritt 5: Domain umziehen (DNS ändern)
Wenn alles funktioniert, ändert die DNS-Einträge eurer Domain. Setzt den A-Record auf die IP-Adresse des neuen Servers. Falls eure Domain beim alten Hoster registriert ist, beantragt einen Domain-Transfer (Auth-Code beim alten Hoster anfordern, beim neuen Hoster Domain-Transfer starten). DNS-Änderungen können bis zu 48 Stunden dauern (Propagation) – in der Praxis sind es oft nur 1-4 Stunden.
Schritt 6: E-Mails migrieren
Richtet eure E-Mail-Konten auf dem neuen Server ein und ändert die MX-Records. Wichtig: Behaltet den alten Account noch einige Tage aktiv – während der DNS-Propagation können E-Mails noch an den alten Server zugestellt werden. Nutzt ein E-Mail-Programm (Thunderbird, Outlook), um E-Mails vom alten auf den neuen Server zu kopieren.
WordPress umziehen: Der schnelle Weg
Für WordPress-Seiten gibt es einen deutlich einfacheren Weg: Installiert das Plugin All-in-One WP Migration auf der alten Seite, exportiert alles in eine Datei, installiert WordPress auf dem neuen Server, installiert dort das gleiche Plugin und importiert die Datei. Alternative: UpdraftPlus oder Duplicator funktionieren ähnlich.
Fazit: Mit der richtigen Planung problemlos umziehen
Ein Hosting-Umzug ist kein Hexenwerk, wenn ihr die Reihenfolge einhaltet: Neuen Hoster buchen → Backup → Daten übertragen → Testen → DNS umstellen. Plant eine Übergangsphase von mindestens einer Woche ein, in der beide Accounts aktiv sind. Viele Hoster bieten auch einen kostenlosen Umzugsservice an – nutzt das!
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Webhosting-Umzug?
Der eigentliche Umzug dauert je nach Website-Größe 1-4 Stunden. Danach müsst ihr mit bis zu 48 Stunden DNS-Propagation rechnen, in der Praxis sind es aber oft nur 1-4 Stunden. Plant insgesamt eine Übergangsphase von einer Woche ein.
Ist meine Website während des Umzugs offline?
Nein, wenn ihr es richtig macht. Haltet den alten Account aktiv, bis die DNS-Propagation abgeschlossen ist. So ist eure Website durchgehend erreichbar – erst über den alten, dann über den neuen Server.
Was kostet ein Webhosting-Umzug?
Bei vielen Hostern ist der Umzugsservice kostenlos inklusive – fragt beim neuen Anbieter nach. Wenn ihr es selbst macht, entstehen keine zusätzlichen Kosten außer der kurzen Überlappung beider Hosting-Verträge.



