ExpressVPN vs Surfshark 2026: Gleicher Preis, ungleiche Transparenz

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Inhalt geprüft am 4. September 2026 von der Benchmark-Buddy-Redaktion

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ExpressVPN vs Surfshark 2026: Gleicher Preis, ungleiche Transparenz

ExpressVPN Basic und Surfshark Starter kosten beide 2,49 € im Monat – und trotzdem nicht dasselbe: ExpressVPN rechnet 28 Monate ab (69,72 €), Surfshark 27 Monate (67,23 €), ein Unterschied von 2,49 € für einen Monat mehr. Der eigentliche Unterschied steht darunter: ExpressVPN schreibt die Verlängerung mit 79,95 € pro Jahr (6,66 € im Monat) direkt unter das Angebot, Surfshark nennt den Verlängerungspreis vor dem Kauf nicht. Dafür schützt Surfshark unbegrenzt viele Geräte, ExpressVPN 10, 12 oder 14 je nach Tarif. Unabhängig ist keiner: ExpressVPN gehört zu Kape Technologies, Surfshark zu einer Holding mit NordVPN.

Stand: 4. September 2026 – Preise laut deutschen Anbieterseiten in Euro; die Anbieter weisen darauf hin, dass je nach Land Mehrwertsteuer anfallen kann.

2,49 € ist nicht gleich 2,49 €: Laufzeit und Gesamtbetrag

TarifEinstieg €/Mon.LaufzeitGesamtVerlängerungGeräteGeld-zurück
ExpressVPN Basic 2 Jahre2,49 €28 Mon. (24 + 4)69,72 €79,95 €/Jahr = 6,66 €/Mon.1030 Tage (Neukunden)
ExpressVPN Basic 12 Monate4,49 €15 Mon. (12 + 3)67,35 €79,95 €/Jahr = 6,66 €/Mon.1030 Tage (Neukunden)
ExpressVPN Basic 1 Monat12,99 €1 Mon.12,99 €12,99 € monatlich1030 Tage (Neukunden)
ExpressVPN Erweitert 2 Jahre3,99 €28 Mon. (24 + 4)111,72 €109,95 €/Jahr = 9,16 €/Mon.1230 Tage (Neukunden)
Surfshark Starter 24 Monate2,49 €27 Mon. (24 + 3)67,23 €nicht ausgewiesenunbegrenzt30 Tage
Surfshark Starter 12 Monate3,39 €15 Mon. (12 + 3)50,85 €nicht ausgewiesenunbegrenzt30 Tage
Surfshark Starter 1 Monat16,45 €1 Mon.16,45 €nicht ausgewiesenunbegrenzt30 Tage

Die Rechnung geht bei beiden auf: 69,72 € ÷ 28 = 2,49 €, 67,23 € ÷ 27 = 2,49 €. ExpressVPN hat mit 24 plus 4 Monaten die längste Erstlaufzeit in unserem Vergleich, Surfshark rechnet 24 plus 3. Bei kürzeren Laufzeiten trennen sich die beiden: Im Jahresabo ist Surfshark mit 50,85 € gegen 67,35 € für dieselben 15 Monate klar günstiger, im Monatsabo ExpressVPN mit 12,99 € gegen 16,45 € – Surfsharks Monatspreis ist der höchste bezifferte in unserem Vergleich. Beide staffeln in drei Tarife: ExpressVPN Basic, Erweitert (3,99 €) und Express Pro (6,49 €) unterscheiden sich unter anderem in der Gerätezahl; Surfshark Starter, One (2,79 €) und One+ (4,49 €) legen Antivirus, Alert und die Datenentfernung Incogni drauf.

Verlängerung: 6,66 € gegen „jeweiliger Verlängerungspreis“

ExpressVPN ist bei der Verlängerung so offen wie kein anderer Anbieter im Vergleich: Für alle neun Kombinationen aus Tarif und Laufzeit steht der Folgepreis auf der Preisseite. Für Basic heißt es wörtlich: „69.72 für die ersten 28 Monate. Verlängert sich dann automatisch zu €79.95 jährlich.“ Das sind 6,66 € im Monat, das 2,67-Fache des Einstiegs – ein einziges Verlängerungsjahr kostet mehr als die kompletten ersten 28 Monate. Erweitert verlängert für 109,95 €, Express Pro für 179,95 € pro Jahr.

Surfshark ist der einzige der fünf Anbieter, der auf der Preisseite keinen Verlängerungspreis nennt. Der Tarif ist als „67,23 € für die ersten 27 Monate“ ausgeschrieben, und die FAQ derselben Seite antwortet auf die Frage nach den Kosten nach zwei Jahren: „Bei Verlängerung wird dir der jeweilige Verlängerungspreis berechnet.“ Ob Surfshark ab Monat 28 über oder unter den 6,66 € von ExpressVPN liegt, lässt sich am 4. September 2026 nicht sagen. Für beide gilt: Laufzeitende in den Kalender, Abbuchung kommt vor dem Enddatum. Wie ihr die automatische Verlängerung abschaltet, steht unter ExpressVPN kündigen und Surfshark kündigen; alle ExpressVPN-Laufzeiten mit Folgepreis unter ExpressVPN Kosten.

Geräte: 10, 12 oder 14 gegen unbegrenzt

ExpressVPN staffelt die Gerätezahl nach Tarif: 10 gleichzeitige Verbindungen bei Basic, 12 bei Erweitert, 14 bei Express Pro. Wer „bis zu 14 Geräte“ liest, sieht den teuersten Tarif für 6,49 € im Monat. Surfshark erlaubt unbegrenzt viele Geräte in jedem Tarif – als einziger Anbieter im Vergleichsfeld. Für eine Einzelperson sind 10 Geräte mehr als genug; für einen Haushalt mit mehreren Personen, Fernseher, Konsole und Router ist Surfshark der Anbieter ohne Obergrenze.

Zwei Konzerne, zwei Sammelklagen

Wer zwischen diesen beiden wählt, wählt zwischen zwei Konzernen. ExpressVPN gehört seit 2021 zu Kape Technologies (London, Eigentümer Teddy Sagi; Übernahme für 936 Mio. USD), demselben Konzern wie CyberGhost, Private Internet Access und Zenmate. Surfshark B.V. gehört seit der Ankündigung vom 2. Februar 2022 zu einer gemeinsamen Holding mit Nord Security, dem Unternehmen hinter NordVPN; Marken und Infrastruktur werden nach Anbieterangabe getrennt betrieben. Ein Anbieter ohne Konzernmutter ist in unserem Vergleich nur Proton VPN.

Auch juristisch laufen beide parallel. Gegen ExpressVPN wurde am 13. Juni 2025 in Kalifornien eine US-Sammelklage eingereicht (Kläger Timothy Millar), Vorwurf: Verstoß gegen das Automatic Renewal Law und das False Advertising Law. ExpressVPN will sich verteidigen und erklärt, Preis- und Verlängerungsinformationen seien in jedem Schritt des Bestellprozesses klar und gut sichtbar. Gegen Surfshark wurde am 17. Juli 2025 im Central District of California eine Sammelklage eingereicht (Kläger Arvin Garcia), Vorwurf: Verlängerungen zwischen 2022 und 2024 ohne ausdrückliche Zustimmung; eine Stellungnahme von Surfshark lag bis Ende August 2025 nicht vor. Beide Verfahren sind anhängig, in keinem gibt es ein Urteil.

Audit, Netz und Sitz: KPMG gegen Deloitte

Beide lassen extern prüfen, bei unterschiedlichen Gesellschaften und im selben Monat: ExpressVPN nennt das dritte KPMG-Audit seiner Datenschutzverpflichtungen vom Juni 2025 (No-Logs-Audit von KPMG im September 2022; das Lightway-Protokoll prüfte Cure53 im Oktober 2024 zum vierten Mal), Surfshark den zweiten Deloitte-Bericht vom 20. Juni 2025. Beim Netz nennt ExpressVPN Server in 113 Ländern, aber keine Gesamtzahl – als einziger der fünf Anbieter; Surfshark nennt über 4.500 Server in 100 Ländern. Beim Sitz: Britische Jungferninseln (ExpressVPN) gegen Niederlande (Surfshark B.V.). Kill-Switch, Split-Tunneling, Apps für Windows, macOS, iOS, Android und Linux und Streaming-Werbung haben beide; ob ein Dienst im Einzelfall läuft, hängt von dessen Nutzungsbedingungen ab.

Nimm ExpressVPN, wenn … / Nimm Surfshark, wenn …

  • Nimm ExpressVPN, wenn ihr den Verlängerungspreis vor dem Kauf kennen wollt (79,95 € pro Jahr, für jede Laufzeit ausgewiesen), die längste Erstlaufzeit mit 28 Monaten mitnehmen wollt, monatlich zahlt (12,99 € gegen 16,45 €) oder Wert auf das KPMG-Audit legt – und 10 bis 14 Geräte reichen.
  • Nimm Surfshark, wenn ihr mehr als 14 Geräte gleichzeitig schützen müsst, das Jahresabo für 50,85 € statt 67,35 € bevorzugt oder die Bündel One und One+ mit Antivirus und Incogni nutzen wollt – und bereit seid, den Verlängerungspreis vor Ablauf selbst im Konto nachzusehen.
  • Nimm keinen von beiden, wenn ihr einen Anbieter ohne Konzernmutter und ohne anhängige Sammelklage sucht. Dann bleibt Proton VPN, Platz 1 mit 8,3 Punkten, mit 3,49 € Einstieg und 6,99 € bezifferter Verlängerung.

In unserem Vergleich liegt ExpressVPN auf Platz 3 mit 7,2 von 10 Punkten, Surfshark auf Platz 4 mit 7,0 Punkten. Den kleinen Abstand macht die bezifferte Verlängerung aus – beim Einstiegspreis und bei der Klage stehen beide gleich.

Häufige Fragen

Was ist günstiger, ExpressVPN oder Surfshark?

Im Einstieg kosten beide 2,49 € im Monat: ExpressVPN Basic 69,72 € für 28 Monate, Surfshark Starter 67,23 € für 27 Monate. Im Monatsabo ist ExpressVPN günstiger (12,99 € gegen 16,45 €), im Jahresabo Surfshark (50,85 € gegen 67,35 € für 15 Monate). Nach der ersten Laufzeit nennt nur ExpressVPN einen Preis: 79,95 € pro Jahr, Surfshark nennt den Verlängerungspreis vor dem Kauf nicht.

Wie viele Geräte erlauben ExpressVPN und Surfshark?

ExpressVPN 10 gleichzeitige Verbindungen bei Basic, 12 bei Erweitert und 14 bei Express Pro. Surfshark erlaubt unbegrenzt viele Geräte in allen Tarifen und ist damit der einzige Anbieter ohne Obergrenze in unserem Vergleich.

Gehören ExpressVPN und Surfshark zu einem Konzern?

Ja, zu zwei verschiedenen. ExpressVPN gehört seit 2021 zu Kape Technologies, demselben Konzern wie CyberGhost und Private Internet Access. Surfshark gehört seit 2022 zu einer gemeinsamen Holding mit Nord Security (NordVPN). Ohne Konzernmutter ist in unserem Vergleich nur Proton VPN.

Gibt es Sammelklagen gegen ExpressVPN und Surfshark?

Gegen beide, jeweils in Kalifornien und jeweils wegen der Verlängerungspraxis: gegen ExpressVPN eingereicht am 13. Juni 2025, gegen Surfshark am 17. Juli 2025. ExpressVPN erklärt, Preis- und Verlängerungsinformationen seien im Bestellprozess klar sichtbar; von Surfshark lag bis Ende August 2025 keine Stellungnahme vor. Beide Verfahren sind anhängig, ein Urteil gibt es nicht.

Wer prüft die No-Logs-Richtlinien von ExpressVPN und Surfshark?

ExpressVPN lässt seine Datenschutzverpflichtungen von KPMG prüfen, drittes Audit im Juni 2025, dazu ein KPMG-No-Logs-Audit vom September 2022. Surfshark lässt Deloitte prüfen, zweiter Bericht vom 20. Juni 2025. Beide aktuellen Berichte stammen also aus demselben Monat.

Was kostet ExpressVPN nach den ersten 28 Monaten?

79,95 € pro Jahr im Tarif Basic, also 6,66 € im Monat und das 2,67-Fache des Einstiegs von 2,49 €. Erweitert verlängert für 109,95 €, Express Pro für 179,95 € pro Jahr – alle Beträge stehen vor dem Kauf auf der Preisseite.

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