Contabo Object Storage 2026: Preise, Limits und Backups mit rclone
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Contabo Object Storage gibt es weiterhin, aber nicht mehr mit eigener Produktseite: contabo.com/de/object-storage/ leitete am 8. Oktober auf die Seite der Storage VPS um. Buchbar ist der S3-kompatible Speicher als Add-on im VPS-Konfigurator, nur in der Region Europäische Union, für 2,99 $ je 250 GB im Monat. Eine eigenständige Bestellseite ohne Server haben wir nicht mehr gefunden. Technisch eignet sich der Speicher für Backups und Archive; die Standard-Bandbreite von 10 MB/s bremst aber große Wiederherstellungen und die Auslieferung von Medien.
Stand: 8. Oktober 2026 – Contabo-Preise in US-Dollar, wie auf der deutschen Contabo-Seite ausgewiesen, ohne Umrechnung.
Status und Preise
Im Konfigurator für Cloud VPS 4 steht Object Storage unter den Add-ons. Dort waren am 8. Oktober vier Größen wählbar, jeweils nur in der Region „European Union“:
| Speicher | Preis im Monat |
|---|---|
| 250 GB | 2,99 $ |
| 500 GB | 5,98 $ |
| 750 GB | 8,97 $ |
| 1 TB | 11,96 $ |
Der Preis steigt also linear um 2,99 $ je 250 GB. Dazu kommt der Server selbst, Cloud VPS 4 kostet 6,60 $ im Monat. Contabo weist auf der deutschen Seite US-Dollar aus. Ob du Object Storage auch ohne Server einzeln bestellen kannst, ließ sich am 8. Oktober nicht klären.
Die Contabo-Dokumentation führt das Produkt weiter und nennt drei Regionen: EU, US Central und Singapur. Laut Dokumentation werden Daten „never moved to another region without the customer’s written consent“. Speicher kommt in Schritten von 250 GB dazu, optional auch automatisch bis zu einer monatlichen Obergrenze je Konto. Im eigenen Blog schreibt Contabo, für abgerufene Daten falle keine Egress-Gebühr an. Das ist eine Anbieteraussage; in der Dokumentation steht dazu nichts.
Was Contabo Object Storage technisch kann
Alle Angaben in dieser Tabelle stammen aus der technischen Dokumentation unter docs.contabo.com:
| Merkmal | Laut Contabo-Dokumentation |
|---|---|
| Schnittstelle | S3-kompatibel, auf einem Ceph-Cluster; keine volle Parität mit AWS S3, kein Server Access Logging |
| Redundanz | jedes Objekt dreifach über Server repliziert |
| Verschlüsselung | bei der Übertragung (TLS) und im Ruhezustand |
| Bandbreite | 10 MB/s (80 Mbit/s) als Standard, abhängig auch von deiner Anbindung |
| API-Anfragen | 250 pro Sekunde |
| Größtes Objekt | 5 TB |
| Buckets / Objekte | 100 Buckets und 3 Millionen Objekte je Konto (Standard, Objektzahl auf Anfrage erhöhbar) |
| Versionierung | unterstützt |
| Object Lock | GOVERNANCE- und COMPLIANCE-Modus, nur beim Anlegen eines Buckets aktivierbar |
| Lifecycle-Regeln | unterstützt (automatisches Löschen nach Ablauf) |
| Protokolle | nur HTTPS; kein SFTP/SCP, FTP/FTPS, NFS/CIFS/SMB |
Wofür es taugt – und wofür nicht
Die Dokumentation nennt unter anderem Werkzeuge für Backups: die AWS CLI, rclone, s3fs-fuse und goofys zum Einbinden als Dateisystem sowie Velero für Kubernetes-Backups. Plesk kann Backups direkt dorthin schreiben, cPanel/WHM über eingebundene Ordner. Als grafischen Client empfiehlt Contabo Cyberduck; FileZilla Pro sei nicht kompatibel. Ziehst du von Amazon S3 oder einem anderen S3-Anbieter um, brauchst du laut Dokumentation nur einen neuen Endpoint und neue Zugangsdaten.
Für die Auslieferung von Bildern oder Videos an Website-Besucher ist der Speicher nur bedingt geeignet. Neben den 10 MB/s Standard-Bandbreite gilt: Unverschlüsseltes HTTP wird nicht unterstützt, und eine eigene Domain braucht einen vorgeschalteten Proxy, der TLS übernimmt. Stellst du ein öffentliches Objekt auf privat um, kann es laut Dokumentation noch bis zu einer Stunde aus dem Cache abrufbar bleiben. Auch eine große Wiederherstellung dauert entsprechend: Bei 10 MB/s brauchen 100 GB rechnerisch rund drei Stunden.
Backups mit rclone: copy statt sync
Ein gängiges Werkzeug für Sicherungen in S3-Speicher ist rclone. Die offizielle Installationsanleitung nennt für Linux sudo -v ; curl https://rclone.org/install.sh | sudo bash. Mit rclone config legst du ein Ziel vom Typ S3 an; Contabo ist dort nicht als eigener Anbieter gelistet, du wählst „Any other S3 compatible provider“ („Other“) und nennst das Ziel zum Beispiel contabo. Als Endpoint trägst du für die EU-Region https://eu2.contabostorage.com ein, dazu die S3-Zugangsdaten deines Object Storage.
Wichtig ist die Wahl des Befehls. rclone sync spiegelt die Quelle: Laut rclone-Dokumentation wird das Ziel an die Quelle angepasst, „including deleting files if necessary“. Löschst du eine Datei auf dem Server, verschwindet sie beim nächsten Lauf auch im Bucket. Ein versioniertes Backup ist das nicht. rclone selbst rät: „If you don’t want to delete files from destination, use the copy command instead.“ Für Sicherungen nimmst du deshalb zum Beispiel rclone copy /pfad/zu/deinen/backups contabo:mein-bucket und startest das regelmäßig per Cronjob. Aber: copy verhindert nur, dass Löschungen mitwandern; geänderte Dateien werden im Bucket überschrieben. Gegen Überschreiben und gegen Angreifer mit Zugriff auf deine Zugangsdaten helfen nur Bucket-Versionierung und Object Lock.
Für ältere Stände schaltest du deshalb die Bucket-Versionierung ein. Gegen Löschen und Überschreiben hilft Object Lock, das du laut Dokumentation aber nur beim Anlegen eines neuen Buckets aktivieren kannst. Mit Lifecycle-Regeln lässt du alte Objekte automatisch auslaufen, damit der Speicher nicht unbegrenzt wächst. Die Pflicht zur Sicherung bleibt bei dir: Nach § 3 (7) der Contabo-AGB ist der Kunde „zur ordnungsgemäßen Datensicherung (regelmäßige Backups) verpflichtet“. Für die physikalische Anbindung der Object-Storage-Infrastruktur sagt Contabo in § 11 der AGB 99,9 % Verfügbarkeit im Jahresmittel zu.
Object Storage oder Storage VPS?
Da die Object-Storage-Seite auf die Storage VPS umleitet, lohnt der Vergleich. Ein Storage VPS ist ein vollständiger Server mit viel Speicher und Root-Zugriff – darauf kannst du Dateien über die üblichen Server-Protokolle wie SFTP ablegen und eigene Backup-Software betreiben. Den Server pflegst du dann aber selbst, und laut Contabo-Dokumentation gibt es für Storage VPS kein Auto Backup.
| Tarif | vCPU / RAM | Speicher | 1 Monat | 24 Monate |
|---|---|---|---|---|
| Storage VPS 10 | 2 / 4 GB | 300 GB SSD oder 150 GB NVMe | 6,60 $ | 5,28 $ |
| Storage VPS 20 | 3 / 8 GB | 400 GB SSD | 9,00 $ | 7,20 $ |
| Storage VPS 30 | 6 / 18 GB | 1 TB SSD | 16,80 $ | 13,44 $ |
Object Storage passt, wenn du Backups von einem oder mehreren Servern per S3 ablegen willst, ohne einen weiteren Server zu verwalten. Ein Storage VPS passt, wenn du klassische Dateiprotokolle brauchst oder auf dem Speicher-Server eigene Dienste laufen lassen willst. Wie du einen VPS grundsätzlich absicherst, steht unter Contabo-VPS einrichten; alle Contabo-Preise und Laufzeiten findest du unter Contabo Kosten.
Fazit
Contabo Object Storage ist technisch solide dokumentiert – dreifache Replikation, Versionierung, Object Lock –, aber als Produkt nur noch als Zusatz zum VPS sichtbar. Für Backups außerhalb des Servers ist er eine naheliegende Wahl, etwa für die Sicherung einer WordPress-Installation auf Contabo; eine weitere Kopie bei einem zweiten Anbieter macht dich unabhängiger. Plane die 10 MB/s Standard-Bandbreite ein und nutze rclone copy statt rclone sync, wenn gelöschte Dateien nicht mitverschwinden sollen. In unserer Gesamtbewertung kommt Contabo auf 7,1/10; der Score bewertet das VPS-Angebot.
* Affiliate-Link: Wir erhalten eine Provision, wenn du darüber bestellst. Auf die Bewertung hat das keinen Einfluss.
Häufige Fragen
Gibt es Contabo Object Storage noch?
Ja, aber ohne eigene Produktseite: contabo.com/de/object-storage/ leitete am 8. Oktober 2026 auf die Storage-VPS-Seite um. Im VPS-Konfigurator ist Object Storage als Add-on buchbar. Eine eigenständige Bestellseite ohne Server haben wir nicht mehr gefunden.
Was kostet Contabo Object Storage?
Als Add-on im Konfigurator für Cloud VPS 4 kosten 250 GB 2,99 $ im Monat, 500 GB 5,98 $, 750 GB 8,97 $ und 1 TB 11,96 $, jeweils in der Region European Union. Dazu kommt der Server. Contabo weist US-Dollar aus.
Ist Contabo Object Storage S3-kompatibel?
Ja. Laut Contabo-Dokumentation ist es ein S3-kompatibler Dienst auf Ceph-Basis, der aber keine volle Parität mit AWS S3 garantiert; Server Access Logging fehlt zum Beispiel. Werkzeuge wie AWS CLI, rclone oder s3fs-fuse funktionieren.
Wie schnell ist Contabo Object Storage?
Die Dokumentation nennt als Standard eine Bandbreite von 10 MB/s (80 Mbit/s), abhängig auch von deiner eigenen Anbindung, und bis zu 250 API-Anfragen pro Sekunde. Für große Wiederherstellungen und die Auslieferung von Medien ist das ein Engpass.
Ist rclone sync ein Backup?
Kein versioniertes. rclone sync passt das Ziel an die Quelle an und löscht dabei auch Dateien, die in der Quelle fehlen. rclone copy verhindert nur das Mitlöschen, überschreibt aber geänderte Dateien. Ältere Stände und Schutz vor Manipulation bekommst du erst mit Bucket-Versionierung oder Object Lock.
Kostet der Download aus dem Object Storage extra?
Laut Contabo-Blog fällt für abgerufene Daten keine Egress-Gebühr an; das ist eine Anbieteraussage. Begrenzt ist aber die Geschwindigkeit: standardmäßig 10 MB/s laut Dokumentation.



