Contabo kündigen 2026: Frist, Anleitung, Widerruf und Domains

Du kündigst Contabo im Kundenlogin unter my.contabo.com oder per Erklärung in Textform, zum Beispiel per E-Mail oder Fax (AGB § 5 Abs. 2). Die Frist beträgt laut AGB vier Wochen zum Ende der Grundlaufzeit oder des jeweiligen Verlängerungszeitraums (§ 5 Abs. 1). Kündigst du zu spät, verlängert sich der Vertrag um die Laufzeit, die du ursprünglich gewählt hast. Domains, die du bei Contabo registriert hast, musst du getrennt kündigen – spätestens drei Monate vor Ablauf.
Stand: 8. Oktober 2026 – Contabo-Preise in US-Dollar, wie auf der deutschen Contabo-Seite ausgewiesen, ohne Umrechnung.
Kündigen im Customer Control Panel: Schritt für Schritt
Den Klickweg beschreibt Contabo im Hilfe-Center so:
- Im Customer Control Panel einloggen.
- Den Bereich öffnen, der zu deinem Dienst passt: VPS, VDS oder Dedicated Server.
- Beim betreffenden Server auf „Mehr“ klicken und „Kündigen“ wählen.
- „Kündigung fortsetzen“ wählen und einen Grund angeben.
- Das angezeigte Kündigungsdatum prüfen.
- Mit „Ja, Kündigung abschicken“ bestätigen.
Der Dienst bleibt laut Contabo „bis zum angezeigten Kündigungsdatum aktiv“. Kontrolliere danach in der Übersicht deiner Dienste, ob das Kündigungsdatum eingetragen ist. Statt im Panel kannst du auch per E-Mail oder Fax kündigen. Nenn dabei den Dienst eindeutig und bewahre die gesendete Nachricht auf.
Die Kündigungsfrist: vier Wochen zum Laufzeitende
Die AGB (Stand Dezember 2025) regeln in § 5 Abs. 1: Die Grundlaufzeit beträgt nach Wahl 1, 3, 6 oder 12 Monate, „soweit keine abweichenden Vereinbarungen getroffen werden“. Sie beginnt mit der Bereitstellung der Zugangsdaten und verlängert sich um denselben Zeitraum, wenn der Vertrag nicht „mit einer Frist von vier Wochen zum Ende der Grundlaufzeit oder eines Verlängerungszeitraums gekündigt wird“. Außerdem: „Im laufenden Monat kann eine Kündigung frühestens zum Monatsende erfolgen.“
| Gewählte Laufzeit | Vertrag endet | Kündigung spätestens | Ohne Kündigung verlängert um |
|---|---|---|---|
| 1 Monat | 1 Monat nach Bereitstellung | 4 Wochen vor diesem Termin | 1 Monat |
| 3 Monate | 3 Monate nach Bereitstellung | 4 Wochen vor diesem Termin | 3 Monate |
| 6 Monate | 6 Monate nach Bereitstellung | 4 Wochen vor diesem Termin | 6 Monate |
| 12 Monate | 12 Monate nach Bereitstellung | 4 Wochen vor diesem Termin | 12 Monate |
| 24 Monate (im Bestellprozess, vorab bezahlt) | 24 Monate nach Bereitstellung | sicherheitshalber 4 Wochen vorher | 24 Monate (laut Produktseite) |
Bei einem Monat Laufzeit heißt das: Die Frist ist fast so lang wie die Laufzeit selbst. Willst du nach dem ersten Monat aufhören, kündige gleich zu Beginn. Welches Datum für deinen Dienst gilt, zeigt dir das Panel vor dem Abschicken.
Widerspruch zwischen AGB und Produktseite
Die Fußnote der Contabo-Produktseiten formuliert es anders: „Kündigungsfrist: keine (pre-paid) oder 4 Wochen (post-paid)“. Vorab bezahlt ist zum Beispiel die 24-Monats-Laufzeit, bei der Cloud VPS 4 auf einen Schlag 126,72 $ kostet. Weil die AGB vier Wochen nennen und die Produktseite für vorausbezahlte Verträge keine Frist, rechnest du am sichersten mit vier Wochen. Was ein Vertrag je Laufzeit kostet, steht unter Contabo Kosten.
Widerruf in den ersten 14 Tagen
Als Verbraucher kannst du deine Vertragserklärung laut AGB § 5 Abs. 5 „binnen vierzehn (14) Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen“. Für Unternehmer gilt das nicht. Das Hilfe-Center nennt als Bedingungen: Du wendest dich innerhalb der ersten 14 Tage an den Kundensupport, bestätigst den Verlust aller Daten und hast ein Privatkonto – Geschäftskonten und Domains sind ausgeschlossen. Hast du verlangt, dass die Leistung schon während der Widerrufsfrist beginnt, kann laut Widerrufsbelehrung ein angemessener Betrag für die bis dahin erbrachte Leistung fällig werden.
Außerhalb des Widerrufs gibt es Erstattungen nur in Sonderfällen. Die Regel, eine automatische Verlängerung binnen 72 Stunden zurückzuholen, gilt laut Hilfe-Center „für Kunden in Deutschland nicht“. Erfüllst du keine der Bedingungen, hast du laut Contabo „möglicherweise keinen Anspruch auf eine Rückerstattung“. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt laut AGB § 5 Abs. 3 unberührt.
Kündigung zurücknehmen
Hast du es dir anders überlegt, kannst du die Kündigung laut Hilfe-Center „bis einschließlich des Kündigungsdatums widerrufen“. Danach wird dir der Dienst zum nächsten Verlängerungsdatum wieder berechnet.
Daten und Backups vor dem Vertragsende sichern
Mit dem Vertragsende ist der Server weg. Contabo rät: „Stell sicher, dass du alle wichtigen Daten sicherst oder überträgst, bevor der Dienst nicht mehr verfügbar ist.“ Verlass dich dabei nicht auf Contabo-Backups: Laut AGB (§ 3 Abs. 7) musst du selbst sichern. Ob Auto-Backups oder Snapshots das Vertragsende überdauern, ist nicht belegt – rechne nicht damit. Kopiere Dateien, Datenbank-Dumps und Konfigurationen deshalb vor der Kündigung auf deinen Rechner oder den neuen Server.
Die sichere Reihenfolge: neuen Server einrichten, Daten übertragen, DNS auf die neue IP umstellen, prüfen – und erst dann bei Contabo kündigen, mit Blick auf die Vier-Wochen-Frist. Einfach nicht mehr zu zahlen ersetzt die Kündigung nicht: Bei Zahlungsverzug lässt sich laut AGB (§ 4 Abs. 12) ein Datenverlust „nicht ausschließen“, und für eine Reaktivierung können Einmalgebühren wie eine Entsperrgebühr anfallen.
Domains bei Contabo: drei Monate Frist
Die Kündigung des Servers berührt eine bei Contabo registrierte Domain nicht (AGB § 5 Abs. 4). Den Domainverwaltungsvertrag musst du laut Teil 2 § 8 Abs. 2 „spätestens drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit“ in Textform kündigen. Sonst verlängert er sich um die ursprüngliche Laufzeit, je nach Endung 12 oder 24 Monate. Ein Transfer der Domain zu einem anderen Anbieter gilt als Kündigung (§ 8 Abs. 4).
Was mit deinem Kundenkonto passiert
Kündigst du den letzten Dienst, wird laut Hilfe-Center „das ganze Konto automatisch gelöscht“; ein offenes Negativguthaben wird automatisch entfernt. Ohne aktives Abonnement hast du keinen Zugang mehr zum Customer Panel. Lade Rechnungen, die du für die Buchhaltung brauchst, deshalb vorher herunter.
Wohin wechseln?
Welche Anbieter für Contabo-Wechsler infrage kommen – mit Euro-Preisen, Laufzeiten und Backup-Regeln –, steht unter Contabo-Alternativen. Die Gesamtbewertung findest du in der Contabo-Bewertung.
Häufige Fragen
Wie kündige ich bei Contabo?
Im Customer Control Panel beim betreffenden Server über „Mehr“ → „Kündigen“, dann „Kündigung fortsetzen“, Grund wählen, Kündigungsdatum prüfen und mit „Ja, Kündigung abschicken“ bestätigen. Alternativ kündigst du laut AGB § 5 Abs. 2 per Erklärung in Textform, etwa per E-Mail oder Fax.
Welche Kündigungsfrist gilt bei Contabo?
Laut AGB § 5 Abs. 1 vier Wochen zum Ende der Grundlaufzeit oder des Verlängerungszeitraums. Die Produktseiten nennen abweichend „keine (pre-paid) oder 4 Wochen (post-paid)“. Am sichersten kündigst du mindestens vier Wochen vor dem Laufzeitende.
Bekomme ich nach der Kündigung Geld zurück?
In der Regel nicht. Verbraucher können ihre Vertragserklärung laut AGB § 5 Abs. 5 binnen 14 Tagen widerrufen; das gilt nicht für Unternehmer, und laut Hilfe-Center sind auch Domains ausgeschlossen. Die 72-Stunden-Erstattung nach einer automatischen Verlängerung gilt laut Hilfe-Center nicht für Kunden in Deutschland.
Kann ich eine Contabo-Kündigung zurücknehmen?
Ja, laut Hilfe-Center bis einschließlich des Kündigungsdatums. Danach wird der Dienst zum nächsten Verlängerungsdatum wieder berechnet.
Was passiert mit meinen Daten nach der Kündigung?
Nach dem Kündigungsdatum ist der Server nicht mehr verfügbar. Sichere alle Daten vorher selbst – laut AGB § 3 Abs. 7 bist du für Backups verantwortlich. Was mit Snapshots nach Vertragsende passiert, haben wir nicht belegt gefunden.
Muss ich Domains bei Contabo extra kündigen?
Ja. Die Serverkündigung betrifft die Domain nicht (AGB § 5 Abs. 4). Domains kündigst du laut Teil 2 § 8 Abs. 2 spätestens drei Monate vor Ablauf in Textform, sonst verlängern sie sich um die ursprüngliche Laufzeit.



